Taraxacum officinale
Löwenzahn, Butterblume, Kuhblume, Goldblume, Hundesalat, Mönchskrone: Der ungeliebte Rasenbewohner ist eine der nützlichsten Pflanzen im Garten. Seine Pfahlwurzel reicht bis zu einem Meter tief und holt Mineralstoffe herauf, die für andere Pflanzen unerreichbar sind – und seine Blüte, eine der allerersten des Jahres, rettet Bestäuber bei ihrem Erwachen aus dem Winter buchstäblich.
Eigenschaften:
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Unverwüstliche Staude: Einmal angesiedelt, kommt sie jedes Jahr ohne Pflege wieder.
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Dreifache Verwendung: Blätter im Salat, Blüten als Sirup, geröstete Wurzeln als Kaffeeersatz.
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Sehr frühe Blüte: ab März, wenn fast nichts anderes blüht.
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Trockenheitsverträglich: Ihre lange Pfahlwurzel ermöglicht es ihr, tief unten Wasser zu erreichen.
Vorsichtsmaßnahmen:
- Sie sät sich sehr effektiv selbst aus, da ihre Achänen mit Flughaaren weit vom Wind getragen werden. Schneiden Sie verblühte Blüten ab, bevor sie ihre „Pusteblumen“ bilden, wenn Sie eine Ausbreitung verhindern möchten.
- Ihre Pfahlwurzel macht sie schwer umzupflanzen, sobald sie etabliert ist: Wählen Sie den Standort sorgfältig.
Aussaat-Tipps:
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Standort: volle Sonne bis Halbschatten.
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Boden: leicht, frisch, gut drainiert, auch nährstoffarm. Sie kommt mit fast allem zurecht, doch ein tiefer, lockerer Boden bringt schönere Wurzeln hervor, wenn Sie auf diese abzielen.
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Methode: Säen Sie im Frühjahr oder Herbst direkt an Ort und Stelle oder in Töpfe und bedecken Sie das Saatgut nur leicht. Eine Stratifikation ist nicht zwingend erforderlich, aber eine Kältebehandlung von 2 bis 3 Wochen verbessert die Keimrate. Keimung nach 10 bis 20 Tagen, je nach Temperatur. Siehe wie man Samen aussät.
Pflegetipps:
- Mäßig gießen; einmal eingewachsen, verträgt die Pflanze Trockenheit gut.
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Der Trick der Gemüsebauern: Um zarte und deutlich weniger bittere Blätter zu erhalten, decken Sie den Horst zwei bis drei Wochen vor der Ernte mit einem lichtundurchlässigen, umgedrehten Topf ab. Die Blätter bleichen aus und werden deutlich milder.
Ernte-Tipps:
- Ernten Sie die jungen Blätter im Frühjahr vor der Blüte: In diesem Stadium sind sie am zartesten. Danach nimmt die Bitterkeit deutlich zu.
- Die Blüten werden bei voller Sonne und vollständig geöffnet geerntet. Die Wurzeln werden im Herbst des zweiten Jahres ausgegraben.
Günstige Kombinationen:
Bedeutung für die Biodiversität:
- Seine frühe Blüte macht ihn zu einer lebenswichtigen Ressource für die ersten Bestäuber des Frühlings – Bienen, aus der Winterruhe erwachende Hummeln und frühe Schmetterlinge – in einer Jahreszeit, in der fast nichts anderes verfügbar ist. Das ist der wichtigste Grund, im März nicht zu mähen.
- Seine tief reichende Wurzel lockert den Boden und bringt Mineralstoffe aus den unteren Bodenschichten zum Nutzen der benachbarten Pflanzen herauf.
- Seine Samen ernähren Stieglitze und andere körnerfressende Vögel.
Verwendung:
- Junge Blätter im Salat, traditionell mit Speckwürfeln und einem pochierten Ei. Blüten als Sirup oder Gelee – die berühmte Cramaillotte oder „Löwenzahnhonig“. Geröstete Wurzeln als Kaffeeersatz. Blütenknospen eingelegt wie Kapern.
- Traditionelle Heilpflanze, eingetragen in das Französische Arzneibuch. Siehe unsere auszusäenden Heilpflanzen.
Symbolik:
Als Symbol für Freiheit, Beharrlichkeit und Hoffnung erinnert der Löwenzahn an die Wünsche, die man in den Wind pustet – eine universelle Kindheitsgeste, die zugleich buchstäblich seine Strategie zur Verbreitung darstellt.
Eigene Samen ernten:
Nichts ist einfacher: Pflücken Sie die „Pusteblumen“, diese flauschigen Kugeln, kurz bevor sie davonfliegen, und lösen Sie die Achänen von ihren Flughaaren. Siehe Samen aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie aus, wobei der Respekt vor allem Lebendigen unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimrate geprüft, sorgfältig sortiert und verpackt werden – ganz ohne chemische Behandlung. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtnern die Fähigkeit zurückzugeben, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Der ungeliebte Rasenbewohner, unverzichtbar für die Bienen im März.