Solanum lycopersicum
Tomate Rose de Berne, Berner Rose: Ursprünglich aus der Schweiz stammend, ist sie eine der begehrtesten Tomaten unter Liebhabern – und eine der empfindlichsten. Ihre sehr dünne Schale, die sie für den Transport ungeeignet macht und deshalb dafür sorgt, dass sie nicht auf Märkten angeboten wird, ist genau das, was ihren guten Geschmack ausmacht. Man muss diese Tomate selbst anbauen, um sie wirklich kennenzulernen.
Eigenschaften:
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Sehr dünne Schale: im Mund kaum wahrnehmbar, aber empfindlich – sie verträgt weder den Transport noch grobe Behandlung.
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Sanftes und fruchtiges Aroma: säurearm, sehr aromatisch und regelmäßig unter den besten Sorten eingestuft.
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Schöne Größe: etwa 400 g pro Frucht, bei voller Reife zunächst rosa, dann pastellrot.
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Gestaffelte Reife: Sie trägt den ganzen Sommer über regelmäßig Früchte, statt alle auf einmal.
Aussaat-Tipps:
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Standort: volle Sonne und Wärme.
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Boden: tiefgründig, nährstoffreich, locker und gut durchlässig, mit gut verrottetem Kompost angereichert.
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Methode: Säen Sie ab März unter geschützten Bedingungen bei mindestens 20 °C – unterhalb dieser Temperatur keimen die Samen nicht. Mit 5 mm Erde bedecken. Im Stadium der zwei echten Blätter in einen Topf pikieren. Siehe wie man Samen aussät.
Pflanz-Tipps:
- Pikieren Sie nach den letzten Frösten mit einem Abstand von 70 bis 80 cm. Den Stängel bis zu den ersten Blättern in die Erde setzen: Die Tomate bildet am gesamten unterirdischen Stängelbereich Wurzeln und entwickelt dadurch eine kräftigere Pflanze.
- Es handelt sich um eine unbegrenzt wachsende Sorte: Bringen Sie bereits beim Pflanzen einen stabilen Stützstab an.
Pflege-Tipps:
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Immer am Fuß der Pflanze gießen, niemals auf das Laub, vorzugsweise morgens: Wasser auf den Blättern begünstigt das Eindringen von Kraut- und Braunfäule. Reichlich mulchen.
- Sehr regelmäßig und gleichmäßig gießen: Wegen ihrer dünnen Schale neigt diese Sorte besonders leicht zum Aufplatzen, wenn nach einer Trockenperiode Regen oder Bewässerung folgt. Eine dicke Mulchschicht ist hier mehr als nur eine Erleichterung.
- Geiztriebe entfernen und auf 5 oder 6 Fruchtstände pro Pflanze begrenzen.
- Fruchtfolge von drei bis vier Jahren einhalten.
Ernte-Tipps:
- Vorsichtig ernten und die Frucht dabei stützen: Ihre Schale bekommt bereits beim kleinsten Stoß Druckstellen. Schnell verzehren, da sie sich nur wenige Tage hält.
- Niemals im Kühlschrank lagern, da dieser ihre Aromen zerstört.
Günstige Kombinationen:
Nutzen für die Biodiversität:
- Ihre Blüten werden durch Vibration bestäubt: Nur Hummeln können sie vollständig nutzen. Wenn Sie ihnen einen Lebensraum bieten, verbessert das unmittelbar Ihre Ernte.
- Eine samenfeste alte Sorte, die wegen ihrer Empfindlichkeit nicht im Handel erhältlich ist: Sie anzubauen bedeutet, sie am Leben zu erhalten. Siehe unsere alten Tomatensorten zur Aussaat.
Verwendung:
- Roh und in Scheiben geschnitten, mit einem Schuss Olivenöl und sonst nichts – so kommt sie am besten zur Geltung. Durch Kochen würde ihre Feinheit verloren gehen.
Eigene Samen gewinnen:
Entnehmen Sie das Fruchtfleisch einer schönen, vollreifen Frucht und lassen Sie es zwei bis drei Tage in etwas Wasser fermentieren – dieser Schritt zerstört die gelartige Hülle, die die Keimung hemmt. Anschließend abspülen: Die gesunden Samen sinken zu Boden. Flach ausgebreitet trocknen lassen. Siehe Samen aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie aus, wobei der Respekt vor dem Leben unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, prüfen ihre Keimfähigkeit, sortieren und verpacken sie sorgfältig – ganz ohne chemische Behandlung. Unsere Überzeugung: Gärtnern wieder die Fähigkeit zu geben, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die ihnen wirklich gehören.
Zu empfindlich für den Markt: eine Tomate, die man selbst anbauen muss, um sie kennenzulernen.