Solanum lycopersicum
Tomate Merveille des Marchés: Ihr Name verrät bereits alles über ihre Herkunft. Um 1880 entstanden, war sie die Tomate der Gärtnereien im Grüngürtel – jener Betriebe, die früh am Morgen die Markthallen versorgten. Man wählte sie wegen dreier Eigenschaften, die nur selten gemeinsam vorkommen: Geschmack, Ertrag und ein Fruchtfleisch, das nicht aufplatzt.
Eigenschaften:
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Historische Sorte: Seit den 1880er-Jahren kultiviert, hat sie anderthalb Jahrhunderte überdauert, ohne ihren guten Ruf zu verlieren.
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Schöne Früchte: rund und leicht abgeflacht, groß, mit kräftig roter Schale und rosafarbenem, wenig kernreichem Fruchtfleisch.
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Platzfest: Sie verträgt unregelmäßiges Gießen besser als der Durchschnitt.
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Sehr ertragreich: Das machte sie zur Sorte der professionellen Gärtner von einst.
Aussaat:
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Standort: volle Sonne und Wärme.
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Boden: tiefgründig, nährstoffreich, locker und gut durchlässig, angereichert mit gut verrottetem Kompost.
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Methode: Säen Sie von Februar bis April geschützt bei mindestens 20 °C – darunter keimen die Samen nicht. Mit 5 mm Erde bedecken. Im Stadium der ersten zwei echten Blätter in Töpfe pikieren. Siehe wie man Samen sät.
Pflanzung:
- Pflanzen Sie nach den letzten Frösten mit einem Abstand von 70 cm aus. Begraben Sie den Stängel bis zu den ersten Blättern: Die Tomate bildet entlang des gesamten eingegrabenen Stängelabschnitts Wurzeln und entwickelt dadurch eine kräftigere Pflanze.
- Es handelt sich um eine unbestimmte Sorte: Bringen Sie bereits bei der Pflanzung einen stabilen Stützstab an.
Pflege:
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Immer am Fuß der Pflanze gießen, niemals über das Laub, vorzugsweise morgens: Wasser auf den Blättern begünstigt das Eindringen der Kraut- und Braunfäule, die vor allem bei milder, feuchter Witterung auftritt. Mulchen Sie großzügig.
- Sorgen Sie für ausreichend Abstand und Luftzirkulation: Das ist die beste Vorbeugung gegen Pilzkrankheiten.
- Gießen Sie regelmäßig und gleichmäßig, um Blütenendfäule zu vermeiden – jene schwarze Stelle unterhalb der Frucht, die durch eine unzureichende Kalziumaufnahme entsteht.
- Entfernen Sie die Geiztriebe. Fruchtfolge von drei bis vier Jahren.
Ernte:
- Ernten Sie die Früchte, wenn sie vollständig rot sind und unter leichtem Fingerdruck etwas nachgeben. Bei Raumtemperatur lagern, niemals im Kühlschrank.
Günstige Kombinationen:
Beitrag zur Biodiversität:
- Ihre Blüten werden durch Vibration bestäubt: Nur Hummeln können sie vollständig nutzen. Wenn Sie ihnen Lebensraum bieten, verbessert das direkt Ihre Ernte.
- Als samenfeste, alte Sorte trägt ihr Anbau zur Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt bei. Siehe unsere alten Tomatensorten zur Aussaat.
Verwendung:
- Roh im Salat für sommerliche Mahlzeiten, gefüllt oder gekocht in Suppen und Schmorgerichten. Durch ihren geringen Kernanteil eignet sie sich besonders gut zum Aufschneiden.
Eigene Samen gewinnen:
Entnehmen Sie das Fruchtfleisch einer schönen, vollreifen Frucht und lassen Sie es zwei bis drei Tage in etwas Wasser fermentieren – dadurch wird die keimhemmende, gallertartige Hülle zerstört. Anschließend abspülen: Die gesunden Samen sinken auf den Boden. Flach ausgebreitet trocknen lassen. Siehe Samen aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie aus, wobei der Respekt vor allem Lebendigen unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, prüfen ihre Keimfähigkeit, sortieren und verpacken sie sorgfältig – ganz ohne chemische Behandlung. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Hundertvierzig Jahre im Dienste des Gemüsegartens – und noch immer aktuell.