Valerianella locusta
Grüner Feldsalat aus Cambrai, Nüsslisalat, Rapunzel, Ackersalat, „Weizensalat“: Die letztgenannte Bezeichnung „Weizensalat“ geht auf seine frühere Gewohnheit zurück, nach der Ernte spontan auf den Stoppelfeldern zu wachsen. Er ist der Wintersalat schlechthin, derjenige, der wächst, wenn sonst nichts mehr wächst – und einer der wenigen, die sich mit einem kaum bearbeiteten Boden zufriedengeben.
Eigenschaften:
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Wintersalat: Er wird von Oktober bis März geerntet, wenn der Gemüsegarten leer ist.
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Sehr robust: Er verträgt Frost ohne Schutz und treibt nach starkem Frost wieder aus.
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Milder Geschmack: feines, leicht nussiges Aroma und eine charakteristisch zarte, schmelzende Textur.
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Anspruchslos: Er wächst in wenig bearbeiteten Böden und benötigt nur sehr wenig Pflege.
Aussaat-Tipps:
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Standort: sonnig bis halbschattig.
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Boden: gewöhnlich, frisch und vor allem fest statt bearbeitet. Das ist seine große Besonderheit: Anders als die meisten Gemüsearten verabscheut er frisch umgegrabene Böden und bevorzugt Erde, die nach einer vorherigen Kultur fest geblieben ist. Keine Düngung erforderlich.
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Methode: Säen Sie von Juli bis September für eine Winterernte breitwürfig oder in Reihen mit 20 cm Abstand. Verdichten Sie den Boden nach der Aussaat – drücken Sie ihn mit der Rückseite eines Rechens oder einem Brett fest an: Das ist der entscheidende Schritt für einen guten Aufgang. Nur leicht bedecken und feucht halten. Siehe wie man Samen aussät.
Pflegetipps:
- Bis zum Auflaufen bei noch warmem Spätsommerwetter mit feinem Sprühregen gießen. Danach gibt es fast nichts mehr zu tun.
- Kein Vereinzeln erforderlich: Feldsalat wird dicht, teppichartig angebaut.
Erntetipps:
- Schneiden Sie die ganzen Rosetten mit einem Messer knapp über dem Boden ab, statt sie auszureißen: So bleibt die Erde sauber und das Waschen geht deutlich schneller.
- Ernten Sie nach Bedarf: Er bleibt den ganzen Winter über problemlos im Boden, selbst unter Schnee.
Günstige Kombinationen:
Nutzen für die Biodiversität:
- Sein dichter Teppich bedeckt den Boden den ganzen Winter über und schützt ihn vor Auswaschung, Erosion und Frost – ein echter Beitrag zum Bodenleben in der härtesten Jahreszeit.
- Wenn er im Frühjahr zur Blüte kommt, werden seine winzigen hellblauen Blüten von den allerersten kleinen Bestäubern des Jahres besucht.
Verwendung:
- Roh als Salat, pur oder mit Roter Bete und Walnüssen – die klassische Kombination aus dem Norden. Er kann auch wie Spinat gegart oder als samtige Suppe zubereitet werden. Waschen Sie ihn sorgfältig, da sich Sand im Inneren der Rosetten festsetzt.
Eigenes Saatgut gewinnen:
Als zweijährige Pflanze bildet er im folgenden Frühjahr Samen: Lassen Sie einige Rosetten blühen und ernten Sie die Stängel, sobald die Samen braun werden, bevor sie ausfallen. Feldsalat sät sich außerdem sehr bereitwillig von Jahr zu Jahr selbst aus. Siehe eigenes Saatgut aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unser Saatgut an und wählen es aus, wobei der Respekt vor dem Leben unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, prüfen ihre Keimfähigkeit, sortieren und verpacken sie sorgfältig und verzichten vollständig auf chemische Behandlungen. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner wieder in die Lage zu versetzen, Jahr für Jahr Saatgut auszusäen, das wirklich ihnen gehört.
Der Salat, der wächst, wenn sonst nichts mehr wächst.