Ribes rubrum
Rote Johannisbeere, auch Rote Ribisel, Träuble oder Marsweinbeere genannt: Ihre durchscheinenden Trauben ähneln winzigen Weintrauben, daher ihre regionalen Namen. Der bemerkenswert unkomplizierte, buschige Strauch bildet bereits zu Beginn des Sommers säuerliche Trauben, aus denen sich unvergleichliche Fruchtpasten und Gelees herstellen lassen.
Eigenschaften:
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Durchscheinende Trauben: leuchtend rote, säuerliche Beeren, die in langen, sehr dekorativen Trauben zusammenstehen.
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Sehr winterhart: Sie verträgt bis zu -20 °C und gedeiht in kühlen Regionen.
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Pflegeleicht: Ein leichter jährlicher Rückschnitt genügt, um sie ertragreich zu halten.
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Anpassungsfähig: Ziergarten, Obstgarten, Gemüsegarten oder als Spalier an einer Mauer — auch an einer Nordwand.
Aussaat-Tipps:
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Standort: Ein heller und halbschattiger Platz. Das ist wichtig: Die Johannisbeere verträgt keine brennende pralle Sonne, die ihre Blätter verbrennt und ihre Beeren überhitzt. Als Spalier an einer nach Norden ausgerichteten Mauer gedeiht sie bemerkenswert gut.
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Boden: frisch, tiefgründig, humos und gut drainiert, eher neutral bis leicht sauer. Da ihre Wurzeln oberflächlich wachsen, verträgt sie weder Austrocknung noch Staunässe — eine Mulchschicht ist sehr vorteilhaft.
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Methode: Eine Kaltstratifikation von 6 bis 12 Wochen ist erforderlich, um die Keimruhe zu beenden. Säen Sie anschließend im Frühjahr in Töpfe und bedecken Sie die Samen nur leicht. Die Keimung erfolgt langsam: Haben Sie Geduld. Siehe wie man Samen aussät.
Pflanz-Tipps:
- Pflanzen Sie die Jungpflanzen mit einem Abstand von 1,50 Metern. Je nach verfügbarem Platz kann sie als Busch, Hochstamm oder als Schnurspalier an einer Mauer gezogen werden.
- Die Kultur in einem großen Gefäß ist möglich, verringert den Ertrag jedoch deutlich.
- Mulchen Sie direkt nach der Pflanzung: Ihre oberflächlichen Wurzeln leiden schnell unter Trockenheit.
Pflegetipps:
- Halten Sie den Boden im Sommer frisch. Eine Gabe Kompost am Fuß des Strauchs jeden Herbst genügt zur Pflege.
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Schnitt: Die Rote Johannisbeere fruchtet hauptsächlich am zwei- bis dreijährigen Holz. Entfernen Sie am Ende des Winters die ältesten, schwarz gewordenen Zweige und lassen Sie die jungen Triebe stehen — das Gegenteil der Schwarzen Johannisbeere, die stärker zurückgeschnitten wird.
- Lichten Sie die Mitte des Strauchs aus, um Mehltau einzudämmen.
Ernte-Tipps:
- Ernten Sie die gesamte Traube, indem Sie sie an der Basis abknipsen, niemals Beere für Beere: Die Früchte werden sonst zerdrückt, und die Traube hält sich unversehrt deutlich besser.
- Warten Sie, bis alle Beeren einer Traube vollständig gefärbt sind. Ein Schutznetz ist häufig notwendig, da die Vögel sie vor Ihnen entdecken.
Günstige Kombinationen:
Nutzen für die Biodiversität:
- Ihre unscheinbare und frühe Blüte ab April bietet Bienen eine Nahrungsquelle zu einer Zeit, in der sie noch wenig zu finden haben.
- Ihre Beeren ernähren am Ende des Frühlings Amseln, Grasmücken und Wühlmäuse.
Verwendung:
- Als Gelee — ihr natürlicher Pektingehalt lässt es ohne Zusatz fest werden —, als Konfitüre, in Tarte, Sirup oder Fruchtpüree. Roh sind ihre Beeren ausgesprochen säuerlich.
- Sie lassen sich sehr gut einfrieren, wenn sie zuvor von den Stielen gestreift und auf einem Blech ausgebreitet wurden.
Eigene Samen ernten:
Zerdrücken Sie gut reife Beeren in etwas Wasser, spülen Sie sie aus, um die Samen vom Fruchtfleisch zu trennen, und trocknen Sie sie anschließend flach ausgebreitet vor der winterlichen Stratifikation. Die Johannisbeere lässt sich im Winter außerdem sehr leicht über trockene Steckhölzer vermehren. Siehe Samen aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie aus, wobei der Respekt vor dem Leben unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Der Obststrauch, der eine Nordwand akzeptiert und trotzdem Früchte trägt.