Rubus fruticosus
Wilde Brombeere, Gemeine Brombeere, Hecken-Brombeere, Catimuron: Die Brombeere gehört zu den Pflanzen, die man im Garten ausreißt und im September mit dem Korb in der Hand segnet. Sie ist bis -25 °C winterhart, unverwüstlich und schenkt ohne viel zu verlangen schwarze, süße Früchte, deren Ertrag nur wenige Kulturen übertreffen.
Eigenschaften:
-
Schwarze, süße Früchte: Sie reifen gestaffelt von August bis Oktober, wodurch sich die Erntezeit verlängert.
-
Äußerst winterhart: Sie verträgt bis zu -25 °C und wächst unter Bedingungen, unter denen sonst nichts gedeiht.
-
Lange, rankende Ruten: Sie sind dornig und wurzeln dort, wo sie den Boden berühren.
-
Anspruchslos: Ein sonniger bis halbschattiger Standort sowie ein tiefgründiger, gut durchlässiger Boden genügen ihr.
Vorsichtsmaßnahmen — vor der Aussaat lesen:
-
Die Brombeere ist äußerst wuchsfreudig und invasiv. Ihre überhängenden Ruten wurzeln bei Bodenkontakt (natürliche Absenker) und bilden Ausläufer: Eine nicht eingedämmte Pflanze bildet innerhalb weniger Jahre ein undurchdringliches Dickicht. Säen Sie sie nur, wenn Sie sich der Folgen bewusst sind, an einem Ort, an dem sie sich ausbreiten darf, oder mit einem konsequenten jährlichen Rückschnitt.
- Ihre gebogenen Dornen sind gefährlich: Für jede Arbeit sind dicke Handschuhe und lange Ärmel unerlässlich.
- Pflanzen Sie sie nicht an einen gemeinsamen Zaun oder an die Grundstücksgrenze, ohne vorher mit Ihrem Nachbarn darüber gesprochen zu haben.
Tipps zur Aussaat:
-
Standort: sonnig oder halbschattig. Volle Sonne sorgt für süßere Früchte, Halbschatten für eine stärker belaubte Pflanze.
-
Boden: tiefgründig, humos, eher sandig und gut durchlässig — aber ehrlich gesagt gibt sie sich mit fast allem zufrieden. Nur dauerhaft stehendes Wasser verträgt sie nicht.
-
Methode: Eine Kaltstratifikation von 4 bis 8 Wochen ist erforderlich, um die Keimruhe zu brechen. Säen Sie anschließend im Frühjahr in Töpfe und bedecken Sie das Saatgut nur leicht. Die Keimung erfolgt langsam und über einen längeren Zeitraum: Haben Sie Geduld. Siehe wie man Samen aussät.
Tipps zur Pflanzung:
- Pflanzen Sie die Jungpflanzen am Rand des Gartens, im hinteren Gartenbereich oder in eine freiwachsende Hecke mit einem Abstand von 1,50 bis 2 Metern. Wählen Sie den endgültigen Standort von Anfang an sorgfältig aus: Später lässt sie sich nur schwer umpflanzen.
- Eine Rankhilfe aus gespannten Drähten erleichtert die Ernte und den Rückschnitt erheblich.
Tipps zur Pflege:
- Sobald sie etabliert ist, benötigt sie keine Bewässerung mehr, außer im ersten Jahr bei außergewöhnlicher Trockenheit.
-
Rückschnitt: Die Brombeere fruchtet an zweijährigen Ruten. Schneiden Sie die Ruten, die Früchte getragen haben, am Ende der Saison bodennah ab und erhalten Sie die jungen Triebe des Jahres. Dieser jährliche Rückschnitt ist zugleich das wichtigste Mittel, um sie einzudämmen.
- Heben Sie die Enden der überhängenden Ruten an, damit sie nicht dort Wurzeln schlagen, wo Sie es nicht wünschen.
Tipps zur Ernte:
- Ernten Sie die Früchte, wenn sie matt schwarz sind und sich von selbst lösen — wenn sie Widerstand leisten, sind sie noch säuerlich. Glänzende Brombeeren sind noch nicht reif.
- Die Ernte erstreckt sich über mehrere Wochen: Gehen Sie alle zwei oder drei Tage erneut pflücken.
Günstige Kombinationen:
Bedeutung für die Biodiversität:
- Die Brombeere gehört zu den nützlichsten Pflanzen für wild lebende Tiere: Ihr dorniges Dickicht ist ein uneinnehmbarer Nistplatz für Grasmücken, Amseln und Rotkehlchen.
- Ihre Blüten werden im Hochsommer intensiv von Bienen und Schmetterlingen besucht, und ihre Früchte ernähren im Herbst Vögel und Säugetiere.
- Sie dient zahlreichen Schmetterlingsraupen als Futterpflanze.
Verwendung:
- Frisch, als Konfitüre, Gelee, Tarte, Sorbet oder Sirup. Sie lassen sich sehr gut einfrieren, wenn man sie zunächst auf einem Blech ausbreitet und anschließend in Gefrierbeutel füllt.
- Ihre jungen Frühjahrstriebe und Blätter werden traditionell als Tee verwendet.
Eigene Samen ernten:
Zerdrücken Sie gut reife Brombeeren in etwas Wasser, spülen Sie sie mehrmals ab, um die Samen vom Fruchtfleisch zu trennen, und trocknen Sie sie anschließend flach ausgebreitet vor der winterlichen Stratifikation. Sie lässt sich auch sehr leicht durch Absenker vermehren: Vergraben Sie das Ende einer Rute, und sie wurzelt von selbst. Siehe Samen aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie aus, wobei der Respekt vor dem Leben unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnern wieder die Fähigkeit zu geben, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Der kostbarste Zufluchtsort des wilden Gartens und volle Körbe im September.