Punica granatum
Granatapfelbaum, Balaustier, Karthagener Apfel: Sein Artname granatum bedeutet „körnig“, und seine Frucht – der Granatapfel – gab sowohl der Stadt Granada als auch dem Sprengkörper seinen Namen. Seit mehr als fünftausend Jahren kultiviert, ist er eine der ältesten domestizierten Obstpflanzen und zählt zu den spektakulärsten Blühern.
Eigenschaften:
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Üppige Blüte: leuchtend orangefarbene Trompetenblüten von Juni bis September, auch ohne Fruchtbildung spektakulär.
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Dekorative Früchte: im Herbst orange-rote Granatäpfel, prall gefüllt mit saftigen Samen.
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Anpassungsfähiger Strauch: 2 bis 5 Meter hoch; als Solitär, in einer frei wachsenden Hecke, am Spalier oder in einem großen Topf kultivierbar.
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Glänzendes Laub: im Sommer glänzend grün, im Herbst goldgelb.
Gut zu wissen:
- Er benötigt einen langen, heißen und trockenen Sommer, damit seine Früchte ausreifen. In kühlerem Klima blüht er prächtig, bildet jedoch wenige oder gar keine Früchte – als Zierstrauch ist er trotzdem wunderschön. Pflanzen Sie ihn an eine nach Süden ausgerichtete Mauer, geschützt vor Nordwinden, um Ihre Chancen zu erhöhen.
- Die Blüteninduktion erfordert eine kurze winterliche Kälteperiode; daher ist er für Klimate ohne kühle Jahreszeit nicht geeignet.
Aussaat-Tipps:
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Standort: sonnig, warm und vor kalten Winden geschützt.
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Boden: gewöhnlicher Boden, auch mager oder steinig, vor allem aber gut durchlässig. Nach dem Anwachsen verträgt er Kalk und Trockenheit, fürchtet jedoch stehende Winternässe. Keine übermäßige Düngung: Zu viel Stickstoff fördert das Laub zulasten der Blüten.
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Methode: Diese Samen benötigen keine lange Stratifikation – es handelt sich um eine mediterrane Art. Reinigen Sie sie sorgfältig von sämtlichem Fruchtfleisch, weichen Sie sie 24 Stunden in lauwarmem Wasser ein und säen Sie sie anschließend 1 cm tief bei 20–25 °C aus. Eine kurze Kältebehandlung von 2 bis 4 Wochen verbessert die Gleichmäßigkeit des Auflaufens, ist aber nicht unbedingt erforderlich. Siehe wie man Samen aussät.
Pflanz-Tipps:
- In milden Regionen ins Freiland pflanzen, andernorts in einen großen Topf, damit er im Winter geschützt werden kann. Nach dem Anwachsen ist er bis etwa -12 °C winterhart.
- Eine Aussaat bringt unterschiedliche Früchte hervor, die sich manchmal von denen der Mutterpflanze unterscheiden – genau das macht die Vermehrung durch Samen so spannend; Baumschulen hingegen vermehren Sorten durch Stecklinge, um sie sortenecht zu reproduzieren.
Pflegetipps:
- In den ersten Jahren und während der Fruchtbildung regelmäßig gießen, danach nur noch sehr sparsam. Wassermangel während der Fruchtentwicklung lässt die Früchte aufplatzen.
- Am Ende des Winters leicht zurückschneiden, um die Mitte auszulichten und Ausläufer zu entfernen, die er gern bildet.
Ernte-Tipps:
- Ernten Sie die Granatäpfel, wenn ihre Schale kräftig gefärbt und leicht kantig ist, bevor die ersten Herbstregen sie aufplatzen lassen. Kühl gelagert sind sie mehrere Wochen haltbar.
Günstige Kombinationen:
Nutzen für die Biodiversität:
- Seine großen, nektarreichen orangefarbenen Blüten werden über einen langen Zeitraum im Sommer intensiv von Bienen und Hummeln besucht.
- Aufgeplatzte oder herabgefallene Früchte ernähren im Herbst Vögel und Insekten.
Verwendung:
- Frische Samen im Salat, als Saft, für selbst gemachten Grenadinesirup oder orientalisch über herzhafte Gerichte gestreut. Aufgrund seiner Blüte ein herausragendes Zierelement.
Symbolik:
Der Granatapfel ist in nahezu allen mediterranen Kulturen ein Symbol für Fruchtbarkeit und Überfluss. Er erscheint im Mythos der Persephone, in der Bibel und in der persischen Kunst. Seine unzähligen Samen machten ihn zum Sinnbild des Wohlstands.
Eigene Samen ernten:
Entnehmen Sie die Samen aus einer gut reifen Frucht, entfernen Sie das saftige Fruchtfleisch vollständig, indem Sie sie in Wasser reiben, und lassen Sie sie anschließend einige Tage trocknen. Säen Sie sie bald aus, da ihre Keimfähigkeit mit der Zeit nachlässt. Siehe Samen aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage – Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie aus, wobei der Respekt vor allem Lebendigen unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, prüfen ihre Keimrate, sortieren und verpacken sie sorgfältig – ganz ohne chemische Behandlung. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in der Lage sein, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Eine leuchtend orangefarbene Blüte und Granatäpfel, wenn der Sommer es zulässt.