Olea europaea subsp. sylvestris
Wilder Olivenbaum, Bastard-Olivenbaum, Wildolivenbaum, Waldolivenbaum: Er ist der mediterrane Vorfahr des kultivierten Olivenbaums, für den er weiterhin als traditionelle Unterlage verwendet wird. Robuster, dorniger und genügsamer als sein domestizierter Nachkomme verkörpert er die Widerstandsfähigkeit trockener und felsiger Landschaften – und seine Fähigkeit, nach einem Brand aus dem Wurzelstock neu auszutreiben, macht ihn zu einem Symbol der Wiedergeburt.
Eigenschaften:
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Immergrünes, silbrig schimmerndes Laub: kleiner Baum mit natürlich skulpturalem Wuchs, der das ganze Jahr über dekorativ ist.
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Dornige Zweige: charakteristisch für die Wildform und daher ideal für eine wehrhafte Hecke.
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Außergewöhnliche Langlebigkeit: Er überdauert Jahrhunderte und begnügt sich mit Böden, auf denen nur wenige Bäume bestehen.
Vorsichtsmaßnahmen:
- Seine Zweige tragen echte Dornen: Tragen Sie beim Beschneiden Handschuhe und planen Sie seinen Standort vorausschauend, wenn sich Kinder im Garten aufhalten.
- Seine Oliven sind roh extrem bitter und können erst nach mehreren langen Bädern in Wasser oder Salzlake verzehrt werden.
Aussaat-Tipps:
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Standort: volle Sonne, ohne Kompromisse.
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Boden: trocken, steinig, kalkhaltig und nährstoffarm, vor allem aber sehr gut drainiert. Dieser Baum stammt aus der Macchie: Er fürchtet überschüssige Feuchtigkeit weit mehr als Trockenheit, und Staunässe ist für ihn tödlich. Nicht aufbessern.
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Methode: Die Keimung ist langwierig und unberechenbar. Eine Kaltstratifikation von 2 bis 3 Monaten (zwischen 2 und 5 °C) ist unerlässlich, um die Keimruhe zu brechen. Säen Sie anschließend im Frühjahr in Töpfe oder direkt ins Freiland, in ein sandiges oder steiniges, gut drainierendes Substrat, etwa 1 cm tief. Haben Sie Geduld.
Pflegetipps:
- Nur in den ersten Jahren sparsam gießen. Sobald er gut etabliert ist, verträgt er Temperaturen bis -10 °C; in kühlen Regionen benötigt er in den ersten Wintern jedoch Schutz.
- Leichter Rückschnitt am Ende des Winters. Er verträgt auch einen starken Rückschnitt sehr gut und eignet sich hervorragend als Bonsai – siehe unseren Ratgeber Einen Bonsai aus einem Samen ziehen.
Günstige Kombinationen:
Nutzen für die Biodiversität:
- Seine dornigen Zweige und sein immergrünes Laub bieten Singvögeln einen sehr beliebten, vor Fressfeinden geschützten Nistplatz.
- Seine Oliven ernähren im Winter Amseln und Drosseln, und seine Blüte ist eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen.
- In der Permakultur dient er als Windschutz und stabilisiert arme, von Erosion bedrohte Böden.
Verwendung:
- Wehrhafte Hecke, Windschutz, Renaturierung trockener Flächen, Bonsai oder Unterlage für den kultivierten Olivenbaum.
Symbolik:
Der wilde Olivenbaum verkörpert die ungezähmte Kraft der Natur und die Wiedergeburt, da er nach dem Fällen oder Verbrennen aus dem Wurzelstock neu austreibt. Als mythischer Baum der mediterranen Kulturen wird er weiterhin mit Weisheit, Frieden und Widerstandsfähigkeit verbunden.
Eigene Samen ernten:
Ernten Sie die bei voller Reife tiefschwarzen Oliven, entfernen Sie sorgfältig das Fruchtfleisch und lassen Sie die Kerne trocknen. Der sehr harte Kern lässt sich vor der winterlichen Stratifikation besser leicht anfeilen. Siehe Samen aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen und wählen wir unsere Samen mit dem Respekt vor dem Leben als Leitgedanken an. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und verpackt werden – ganz ohne chemische Behandlung. Unsere Überzeugung: Gärtnern wieder die Möglichkeit zu geben, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Der Verkauf ist Hobbygärtnern vorbehalten, die Qualität und Authentizität suchen.