Hesperis matronalis
Gewöhnliche Nachtviole, Violette Nachtviole, Abendviole, Dame-Goldlack: Ihr Gattungsname stammt vom griechischen hesperos, dem Abend – und das aus gutem Grund. Tagsüber dezent duftend, verströmt sie bei Einbruch der Dunkelheit einen süßen, fliederähnlichen Duft, der einen ganzen Garten erfüllt. Eine Pflanze, die man in der Nähe eines Fensters oder einer Terrasse setzen sollte, an der man sich abends gerne aufhält.
Eigenschaften:
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Abendlicher Duft: Süßer Duft, der in der Dämmerung intensiver wird – ihr unverwechselbares Kennzeichen.
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Üppige Blüte: Blasslilafarbene bis weiße Blütentrauben vom Frühjahr bis zum frühen Sommer.
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Zweijährig bis kurzlebig ausdauernd: Sie sät sich spontan aus und etabliert sich dauerhaft.
Aussaat-Tipps:
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Standort: sonnig bis halbschattig; besonders gut eignet sich frischer Halbschatten.
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Boden: frisch, humos und gut durchlässig, eher neutral bis kalkhaltig. Sie schätzt im Sommer frisch bleibende Säume und leidet unter längeren Trockenperioden. Eine Kompostgabe tut ihr gut.
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Methode: Eine Kaltstratifikation über 2 bis 4 Wochen verbessert die Keimung. Säen Sie von März bis Mai direkt an Ort und Stelle oder in der Anzucht, damit sie im folgenden Jahr blüht. Keimung in 10 bis 20 Tagen bei 15–20 °C.
Pflanz-Tipps:
- Pikieren Sie die Blattrosetten im Herbst an ihren endgültigen Standort und halten Sie einen Abstand von 40 cm ein, vorzugsweise in der Nähe eines Weges oder Sitzplatzes, wo ihr Abendduft zur Geltung kommt.
Pflege-Tipps:
- Gießen Sie mäßig und vermeiden Sie Staunässe. Entfernen Sie verwelkte Blüten, um die Blütezeit zu verlängern, lassen Sie jedoch einige Blütenstängel für die Selbstaussaat stehen.
Förderliche Kombinationen:
Nutzen für die Biodiversität:
- Ihr nächtlicher Duft ist nicht bloß dekorativ: Er zieht gezielt Nachtfalter und Schwärmer an – eine wertvolle Tiergruppe, die im Garten nur selten Nahrung findet.
- Tagsüber werden ihre Blüten häufig von Bienen und Tagfaltern besucht.
- Wie alle Kreuzblütler ist sie eine Futterpflanze für Raupen, insbesondere für die des Aurorafalters.
Verwendung:
- Beete, Rabatten, Blumenwiesen und naturnahe Gärten. Ihre Blüten sind in kleinen Mengen essbar und schmücken Salate auf hübsche Weise. Siehe unsere essbaren Blüten.
Symbolik:
Traditionell wird sie mit Treue und unaufdringlicher Schönheit verbunden. Früher schenkte man sie Frauen als Zeichen der Wertschätzung ihrer natürlichen Anmut – daher ihr Name „Damen-Julienne“.
Eigene Samen ernten:
Lassen Sie einige Blütenstängel ihre langen Schoten ausbilden und ernten Sie diese, sobald sie braun und trocken sind, bevor sie sich öffnen. Sie sät sich übrigens bereitwillig selbst aus. Siehe Samen aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie aus, wobei der respektvolle Umgang mit allem Lebendigen unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Gönnen Sie sich einen Garten, der bei Einbruch der Dunkelheit seinen Duft verströmt.