Artemisia dracunculus
Estragon, Dragonkraut, Schlangenkraut, Fargon: Sein Name stammt vom lateinischen dracunculus, „kleiner Drache“, in Anspielung auf seine schlangenartig verworrenen Wurzeln. Ein aromatisches Kraut mit ausgeprägt anisartigem Geschmack, unverzichtbar für Béarnaise-Sauce und Estragonhähnchen.
Eigenschaften:
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Anisartiger Geschmack: hellgrüne, schmale und sehr aromatische Blätter.
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Buschige, mehrjährige Pflanze: Sie treibt jedes Frühjahr neu aus und blüht von Juli bis Oktober.
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Für den Anbau im Topf geeignet: ideal für Balkone und Terrassen.
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Winterhart und wüchsig: Aus Samen gezogener Estragon ist frosthärter als als Jungpflanze gekaufter Estragon.
Gut zu wissen, bevor Sie aussäen:
- Der französische Estragon aus Gartencentern ist steril: Er bildet niemals Samen und wird ausschließlich durch Stecklinge oder Teilung vermehrt. Alle Estragonsamen aus dem Handel, hier wie anderswo, ergeben daher russischen Estragon, die fruchtbare Form derselben Art.
- Seine Vorteile: deutlich winterhärter, wüchsiger und ertragreicher, außerdem sät er sich selbst aus. Sein anisartiger Geschmack ist etwas milder als der des französischen Estragons und wird mit zunehmendem Alter der Pflanze kräftiger — junge Pflanzen sind am wenigsten aromatisch.
- Tipp: Pflanzen Sie ihn in armen, trockenen Boden. Wie beim Thymian konzentriert karger Boden sein Aroma, während es in guter Erde verdünnt wird.
Aussaat-Tipps:
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Standort: sonnig und warm.
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Boden: leicht, eher mager und sehr gut durchlässig. Das ist der entscheidende Punkt: Estragon stirbt wesentlich häufiger an stehender Winternässe als an Kälte. Pflanzen Sie ihn in schwerem Boden auf einen Hügel oder in einen Topf. Den Boden nicht verbessern.
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Methode: Im Frühjahr oberflächlich oder nur ganz leicht bedeckt aussäen — die Samen sind winzig und brauchen Licht. In Töpfen bei 18–20 °C vorziehen, dann nach den letzten Frösten auspflanzen. Siehe wie man Samen aussät.
Pflanz-Tipps:
- Mit einem Abstand von 40 cm verpflanzen. In Regionen mit kontinentalem Klima den Pflanzenfuß vor dem Winter mit einer dicken Mulchschicht schützen.
Pflegetipps:
- Mäßig gießen; er bevorzugt Trockenheit gegenüber zu viel Wasser. Nicht düngen.
- Die trockenen Stängel am Ende des Winters zurückschneiden. Den Horst alle 3 bis 4 Jahre teilen, um ihn zu verjüngen.
Ernte-Tipps:
- Die Blätter von Mai bis September nach Bedarf pflücken. Sie lassen sich gut einfrieren und sehr gut in Essig konservieren, verlieren beim Trocknen jedoch viel Aroma.
Günstige Kombinationen:
Bedeutung für die Artenvielfalt:
- Seine späte Blüte von Juli bis Oktober bietet kleinen Bestäubern zu einer Zeit Pollen, in der die Nahrungsquellen knapp werden.
- Wie andere Artemisia-Arten stört sein kräftiger Geruch mehrere Schädlinge benachbarter Kulturen.
Verwendung:
- Grundlage für Béarnaise-Sauce, Estragonhähnchen, aromatisierte Essige und Essiggurken. Er verfeinert außerdem Fisch, Eier und cremige Saucen. Erst am Ende der Garzeit hinzufügen.
- Traditionelle Heilpflanze, die seit dem Mittelalter in der Kräuterkunde verwendet wird. Siehe unsere Heilpflanzen zur Aussaat.
Eigenes Saatgut gewinnen:
Im Gegensatz zum sterilen französischen Estragon blüht dieser Estragon und bildet Samen: Lassen Sie einige Blütenstände vollständig an der Pflanze trocknen und zerreiben Sie sie anschließend über einem Gefäß. Die Teilung des Horstes im Frühjahr bleibt jedoch die schnellste Methode. Siehe Saatgut aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unser Saatgut an und wählen es mit dem Respekt vor allem Lebendigen als Leitgedanken aus. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne jegliche chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr eigenes Saatgut auszusäen — Saatgut, das ihnen wirklich gehört.
Der einzige Estragon, den man wirklich aussäen kann — und der winterhärteste.