Scorzonera hispanica
Schwarzwurzel, Haferwurzel, spanische Schwarzwurzel, Skorzonere: Unter dem geläufigen Namen „Haferwurzel“ verbirgt sich in Wirklichkeit diese Art mit langer Wurzel und schwarzer Schale, die in den Gemüsegärten die echte weiße Haferwurzel verdrängt hat. Sie ist ertragreicher, schmackhafter und vor allem mehrjährig — ihr weißes, zart schmelzendes Fleisch erinnert dezent an Spargel und Artischocke, mit einer jodartigen Note, die ihr den Beinamen „Auster des Gemüsegartens“ eingebracht hat.
Eigenschaften:
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Lange, fleischige Wurzel: bis zu 30 cm lang, mit schwarzer Schale und weißem, zart schmelzendem Fleisch.
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Feiner Geschmack: mild und leicht süßlich, mit einer jodartigen Note, die von Köchen sehr geschätzt wird.
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Altes Gemüse: seit dem 16. Jahrhundert angebaut, heute auf den Marktständen selten geworden.
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Mehrjährig und robust: Sie kann mehrere Jahre im Boden bleiben und verträgt starken Frost.
Aussaat:
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Standort: sonnig oder leicht schattig.
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Boden: tiefgründig, locker und steinfrei — angesichts der Länge der Wurzel ist dies entscheidend. Lockern Sie den Boden mindestens 30 cm tief. Vermeiden Sie unbedingt frischen Mist, der zu verzweigten Wurzeln führt, und verwenden Sie stattdessen gut verrotteten Kompost.
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Methode: Säen Sie direkt an Ort und Stelle, sobald keine Frostgefahr mehr besteht, 2 bis 3 cm tief und mit einem Abstand von 10 bis 15 cm. Wichtig: Die Samen verlieren schnell ihre Keimfähigkeit — verwenden Sie sie innerhalb eines Jahres. Siehe wie man Samen aussät.
Pflege:
- Vereinzeln Sie die Pflanzen auf 10 cm Abstand. Gießen Sie regelmäßig, damit der Boden bis zur Ernte leicht feucht bleibt: Trockenheit macht die Wurzeln hart.
- Hacken Sie vorsichtig, da die Wurzel recht nah an der Oberfläche wächst.
Ernte:
- Ernten Sie ab dem Herbst, indem Sie entlang der Reihe einen Graben ausheben, statt die Wurzeln herauszuziehen: Die Wurzel ist lang, empfindlich und bricht sehr leicht.
- Sie lässt sich den ganzen Winter über sehr gut im Boden lagern — ernten Sie nach Bedarf. Wenn die Wurzeln im ersten Jahr noch dünn sind, lassen Sie sie eine weitere Saison wachsen.
Günstige Kombinationen:
Nutzen für die Artenvielfalt:
- Lassen Sie im zweiten Jahr eine Pflanze blühen: Ihre großen, duftenden gelben Blütenköpfe, die sich morgens öffnen, werden von Bienen und Schmetterlingen gern besucht.
- Ihre Schließfrüchte mit Pappus, ähnlich denen des Löwenzahns, dienen anschließend körnerfressenden Vögeln als Nahrung.
Verwendung:
- Ihr Ruf als schwer zu verarbeitendes Gemüse hat ihr lange geschadet — ihre Schale färbt die Finger —, doch der Trick ist einfach: Schälen Sie sie unter Wasser mit Handschuhen und legen Sie die Wurzeln sofort in Zitronenwasser, damit sie nicht dunkel werden.
- Hervorragend in Sahnesauce, als Auflauf, gebraten oder als samtige Suppe. Die jungen Blätter können als Salat gegessen werden. Siehe unser altes und mehrjähriges Gemüse.
Eigenes Saatgut gewinnen:
Lassen Sie im zweiten Jahr einige Pflanzen im Boden: Sie blühen und bilden Schließfrüchte mit Pappus, die Sie ernten sollten, bevor der Wind sie davonträgt. Denken Sie daran, dass sich diese Samen schlecht lagern lassen: Säen Sie sie bereits im folgenden Jahr wieder aus. Siehe Saatgut aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen und wählen wir unser Saatgut mit dem Respekt vor dem Leben als Leitgedanken an. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und verpackt werden — ganz ohne chemische Behandlung. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner wieder in die Lage zu versetzen, Jahr für Jahr ihr eigenes Saatgut auszusäen — Saatgut, das wirklich ihnen gehört.
Ein vergessenes Wintergemüse mit feinem Geschmack und reicher Ernte.