Satureja montana
Berg-Bohnenkraut, mehrjähriges Bohnenkraut, Eselspfeffer, auf Provenzalisch „pèbre d'ai“: Dieser letzte Name sagt alles über seinen pfeffrigen und kräftigen Geschmack. Es ist das traditionelle Würzkraut für Hülsenfrüchte — Saubohnen, Bohnen, Linsen — denen es Aroma verleiht und die es bekömmlicher macht; eine Verwendung, die durch Jahrhunderte bäuerlicher Küche bestätigt ist.
Eigenschaften:
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Pfeffriger Geschmack: Scharf und intensiv verfeinert es Fleisch, Gemüse und Marinaden.
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Verholzende Staude: Anders als das einjährige Bohnenkraut treibt es jedes Jahr wieder aus und kann fast das ganze Jahr über geerntet werden.
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Bienenfreundliche Blüte: Kleine weiße oder lilafarbene Blüten von Juli bis Oktober.
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Trockenheitsresistent: Sobald es angewachsen ist, benötigt es nur sehr wenig Pflege.
Aussaat-Tipps:
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Standort: unbedingt volle Sonne.
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Boden: arm, trocken, steinig oder kalkhaltig, vor allem gut durchlässig. Wie Thymian stirbt es viel eher an winterlicher Nässe als an Kälte. In schwerem Boden pflanzen Sie es auf einen Hügel oder in einen Topf. Nicht düngen: Ein magerer Boden konzentriert sein Aroma.
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Methode: Säen Sie nach den letzten Frösten direkt ins Freiland oder ziehen Sie die Pflanzen einige Wochen vorher drinnen in Töpfen vor. Oberflächlich oder nur ganz leicht bedeckt aussäen: Die winzigen Samen benötigen Licht zum Keimen. Siehe Anleitung zur Aussaat.
Pflanz-Tipps:
- Pikieren Sie die Pflanzen mit einem Abstand von 30 cm in einen Steingarten, einen trockenen Beetrand, eine Mauer oder einen großen Topf.
Pflege-Tipps:
- Mäßig gießen und die Erde zwischen zwei Wassergaben abtrocknen lassen. Kein Dünger.
- Jeden Frühling leicht zurückschneiden, ohne ins alte Holz zu schneiden — daraus würde die Pflanze nicht mehr austreiben. So verhindern Sie, dass sie in der Mitte kahl wird.
Ernte-Tipps:
- Die Blätter während der gesamten Saison für die frische oder getrocknete Verwendung ernten. Zum Trocknen kurz vor der Blüte bei trockenem Wetter ernten, wenn die Konzentration an ätherischen Ölen am höchsten ist.
Günstige Kombinationen:
- In der Nähe von Bohnen und Saubohnen gepflanzt, soll es traditionell schwarze Blattläuse fernhalten — die klassische Kombination des bäuerlichen Gemüsegartens, die im Garten ebenso gilt wie auf dem Teller. Zusammen mit Thymian und Lavendel bildet es außerdem ein mediterranes Beet. Siehe unsere Mischkultur-Empfehlungen für den Gemüsegarten.
Bedeutung für die Artenvielfalt:
- Seine späte Blüte von Juli bis Oktober zieht Bienen und Schmetterlinge an, wenn die Nahrungsquellen bereits knapper werden.
- Sein halbimmergrünes Laub bietet nützlichen Insekten einen Winterschutz.
- Seine Trockenheitsresistenz macht es zu einer guten Wahl für wassersparende Gärten.
Verwendung:
- Als unverzichtbares Gewürz für Hülsenfrüchte verfeinert es auch gegrilltes Fleisch, Wild, Füllungen, Marinaden und Ziegenkäse — in der Provence reibt man traditionell die Käselaibe damit ein.
- Traditionelle Heilpflanze, die seit der Antike in der Kräuterkunde verwendet wird. Siehe unsere Heilpflanzen zur Aussaat.
Eigene Samen ernten:
Lassen Sie einige blühende Triebspitzen vollständig an der Pflanze trocknen, zerreiben Sie sie anschließend über einem Behälter und sieben Sie die Spreu aus: Die Samen sind äußerst fein. Siehe Samen aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie mit dem Respekt vor dem Leben als Leitgedanken aus. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne jegliche chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Der Eselspfeffer der Provenzalen, der unverzichtbare Begleiter der Bohnen.