Lactuca sativa
Lattich Merveille des Quatre Saisons, Merveille de Quatre Saisons, rotköpfiger Lattich: Diese französische Sorte aus dem 19. Jahrhundert trägt ihren Namen zu Recht — sie kann vom Frühjahr bis zum Herbst ausgesät werden, während die meisten Lattichsorten auf eine einzige Jahreszeit beschränkt sind. Ihre bronzeroten äußeren Blätter umhüllen ein hellblondes, knackiges Herz – ein Kontrast, der in der Salatschüssel ihren ganzen Reiz entfaltet.
Eigenschaften:
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Zweifarbiges Laub: bronzerote äußere Blätter, zartes, knackiges hellblondes Herz.
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Vielseitige Sorte: gestaffelte Aussaaten von März bis September – daher ihr Name.
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Alte Sorte: Im 19. Jahrhundert gezüchtet, ist sie seither aus den Gemüsegärten nicht verschwunden.
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Gute Kälteresistenz: Sie verträgt die kühlen Temperaturen zu Beginn und am Ende der Saison.
Aussaat-Tipps:
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Standort: Im Frühjahr und Herbst sonnig, im Hochsommer halbschattig. Wie alle Lattiche lässt sie durch Wärme in Verbindung mit langen Tagen vorzeitig Samenstände bilden.
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Boden: frisch, locker, humos und gut durchlässig. Eine Kompostgabe tut ihr gut. Entscheidend ist, dass der Boden dauerhaft frisch bleibt – bereits ein kurzes Austrocknen lässt den Lattich schossen und bitter werden.
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Methode: Säen Sie die Samen nur hauchdünn bedeckt aus, da sie zum Keimen Licht benötigen. Von März bis September alle zwei Wochen gestaffelt im Freiland, unter einem Frühbeet oder im Folientunnel aussäen. Achtung: Bei über 25 °C gehen Lattichsamen in eine Keimruhe und laufen nicht mehr auf – säen Sie im Schatten oder im Hochsommer am späten Nachmittag. Siehe wie man Samen aussät.
Pflanz-Tipps:
- Pikieren Sie die Jungpflanzen mit 4 oder 5 Blättern im Abstand von 30 cm, ohne den Wurzelhals zu bedecken: Das ist die häufigste Ursache für Fäulnis bei jungen Lattichpflanzen.
Pflegetipps:
- Gießen Sie regelmäßig am Fuß der Pflanzen, vorzugsweise morgens, ohne das Laub zu benetzen.
- Lockern Sie den Boden leicht und mulchen Sie, um die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren.
Ernte-Tipps:
- Ernten Sie den ganzen Kopf, sobald er gut ausgebildet ist, indem Sie ihn direkt über dem Boden abschneiden. Warten Sie nicht: Ein Lattich, der beginnt, sich in der Mitte aufzurichten, steht kurz vor dem Schossen und wird bitter.
- Tipp: Lassen Sie den Strunk in der Erde – häufig treibt er noch einige zarte Blätter aus.
Günstige Kombinationen:
- Sein schnelles Wachstum macht ihn zu einer hervorragenden Zwischenkultur zwischen langsamer wachsenden Gemüsesorten wie Kohl oder Lauch. Er verträgt sich gut mit Möhren, Radieschen und Erdbeeren. Siehe Mischkultur im Gemüsegarten.
Nutzen für die Biodiversität:
- Lassen Sie am Ende der Saison eine Pflanze blühen: Ihre kleinen gelben Blüten werden von Schwebfliegen und solitären Bienen besucht, und ihre Samen ernähren Stieglitze.
- Durch seine kurze Kulturdauer lässt sich der Boden zwischen zwei Hauptkulturen bedeckt halten.
Verwendung:
- Roh im Salat, im Sandwich oder im Wrap. Die festeren äußeren Blätter können ebenfalls zubereitet werden: geschmort, als samtige Suppe oder auf französische Art mit Erbsen.
Eigenes Saatgut gewinnen:
Lassen Sie eine kräftige Pflanze zur Samenreife kommen: Sie bildet einen hohen Blütenstängel und anschließend Achänen mit einem flaumigen Haarschirm. Ernten Sie die Samen nach und nach, sobald sie reif sind, da sie zeitlich versetzt ausreifen. Da Lattich selbstbefruchtend ist, besteht nur ein geringes Risiko einer Kreuzung – er gehört zu den einfachsten Arten für den Einstieg in die Saatgutgewinnung. Siehe Saatgut aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie aus, wobei der Respekt vor dem Leben unser Leitmotiv ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, testen sie auf ihre Keimfähigkeit, sortieren und verpacken sie sorgfältig – ganz ohne chemische Behandlung. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Eine zweifarbige alte Sorte, die fast das ganze Jahr über ausgesät werden kann.