Mirabilis jalapa
Wunderblume, Peruanische Wunderblume, falsche Jalape, Nachthyazinthe: Ihre Blüten öffnen sich am späten Nachmittag, verströmen die ganze Nacht einen betörenden Duft und schließen sich am Morgen wieder. Eine bemerkenswerte botanische Besonderheit: Eine einzelne Pflanze kann gleichzeitig Blüten in verschiedenen Farben tragen, manchmal sogar eine einzige Blüte mit zwei unterschiedlich gefärbten Bereichen – ein Phänomen, das Genetiker sehr interessiert hat.
Merkmale:
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Duftende Nachtblüte: Die Blüten öffnen sich am späten Nachmittag und verströmen den ganzen Sommer über einen zarten Duft.
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Vielfältige Farben: Rot, Rosa, Gelb, Weiß, oft gemischt oder panaschiert an derselben Pflanze.
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Knollige Staude: In mildem Klima treibt sie aus ihrer Knollenwurzel wieder aus; andernorts wird sie einjährig kultiviert oder die Knolle wird überwintert.
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Sät sich selbst aus: Ihre großen schwarzen Samen sorgen Jahr für Jahr für ihre Rückkehr.
Vorsichtsmaßnahmen:
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Die Samen und die Knollenwurzel sind beim Verschlucken giftig. Die schwarzen, pfefferkorngroßen Samen können kleine Kinder anziehen: Bewahren Sie sie außerhalb ihrer Reichweite auf und beschriften Sie Ihre Tütchen deutlich.
- Längerer Kontakt mit dem Pflanzensaft kann empfindliche Haut reizen.
Aussaat-Tipps:
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Standort: sonnig bis halbschattig.
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Boden: normal, locker und gut durchlässig, dabei leicht frisch. Sie ist wirklich anspruchslos und verträgt dank ihrer Knolle nach dem Anwachsen Trockenheit gut. Eine Kompostgabe tut ihr gut, ist aber nicht zwingend erforderlich.
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Methode: Ihre Samen haben eine harte Samenschale: Weichen Sie sie vor der Aussaat 24 Stunden in lauwarmem Wasser ein. Säen Sie nach den letzten Frösten direkt ins Freiland, 1–2 cm tief, oder einige Wochen früher in Töpfe aus. Siehe wie man Samen aussät.
Pflanz-Tipps:
- Pflanzen Sie sie mit einem Abstand von 50 cm aus: Die Pflanze wird groß und buschig. Setzen Sie sie in die Nähe einer Terrasse oder eines Fensters, um abends ihren Duft genießen zu können.
Pflege-Tipps:
- Gießen Sie im Sommer regelmäßig, damit der Boden leicht feucht bleibt.
- In kalten Regionen graben Sie die Knolle nach den ersten Frösten aus und lagern sie trocken und frostfrei wie eine Dahlie: Im folgenden Jahr treibt sie kräftiger wieder aus.
Förderliche Kombinationen:
Nutzen für die Biodiversität:
- Ihre langröhrigen, nachts geöffneten Blüten werden von Nachtfaltern bestäubt, insbesondere von Schwärmern, die in der Dämmerung im Schwirrflug Nahrung suchen – ein Schauspiel, nach dem es sich abends Ausschau zu halten lohnt.
- So bietet sie Nahrung für eine Tierwelt, die von den meisten Gärten völlig außer Acht gelassen wird.
Verwendung:
- Ausschließlich als Zierpflanze: für Beete, Einfassungen, vorübergehende Sommerhecken und große Pflanzgefäße. Ihre Dichte macht sie zu einem ausgezeichneten sommerlichen Sichtschutz.
Symbolik:
Ihr Name „Peruanische Wunderblume“ stammt aus der Zeit ihrer Einführung in Europa im 16. Jahrhundert, als ihre nächtliche Blüte und ihre wechselnden Farben als wundersam galten. Sie symbolisiert Geheimnis und Schüchternheit.
Eigene Samen ernten:
Die großen, runzeligen schwarzen Samen lösen sich bei Reife von selbst: Sammeln Sie sie am Fuß der Pflanze auf oder pflücken Sie sie, sobald sie schwarz werden. Beschriften Sie das Tütchen aufgrund ihrer Giftigkeit deutlich. Siehe Samen aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie mit dem Respekt vor der Natur als Leitgedanken aus. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten, testen sie auf ihre Keimfähigkeit, sortieren und verpacken sie sorgfältig – ganz ohne chemische Behandlung. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Schenken Sie sich einen Garten, der erwacht, wenn Sie abends nach Hause kommen.