Capsicum annuum
Petit-Marseillais-Paprika, süße Paprika aus Marseille: eine alte provenzalische Sorte, die nicht wie die genormten Paprikaschoten aus dem Handel aussieht. Ihre gelb-orangefarbenen Früchte sind klein, unregelmäßig und manchmal unförmig – und genau das schätzten die Gärtner im Midi, die sie wegen ihres reichen Ertrags und ihres feinen, süßen Fruchtfleischs anbauten.
Eigenschaften:
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Kleine Früchte: 5 bis 8 cm groß, unregelmäßig geformt, zunächst gelb und bei Reife orange.
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Feines, süßes Fruchtfleisch: völlig schärfefrei und roh angenehm zu essen.
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Sehr ertragreich: dafür ist sie traditionell bekannt – eine Pflanze trägt viele Früchte.
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Für den Anbau im Topf geeignet: Durch ihre kompakte Größe eignet sie sich besonders gut für den Balkon.
Aussaat:
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Standort: volle Sonne, windgeschützt.
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Boden: reich an organischer Substanz, locker und gut durchlässig. Staunässe verträgt sie nicht.
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Methode: Von Februar bis April unter Schutz bei 20–25 °C aussäen: Unter 18 °C keimen die Samen nicht. Eine direkte Aussaat ins Freiland wäre in unserem Klima viel zu spät. Rechnen Sie mit 2 bis 3 Wochen bis zur Keimung. Siehe wie man Samen aussät.
Pflanzung:
- Pikieren Sie die Jungpflanzen, sobald die Nächte über 12 °C bleiben, mit einem Abstand von 40 bis 50 cm. Anders als bei Tomaten gilt: Den Stängel nicht eingraben – Paprika bildet keine Adventivwurzeln, und der eingegrabene Wurzelhals fault.
Pflege:
- Regelmäßig am Fuß der Pflanze gießen, aber nicht zu viel, um Wurzelfäule zu vermeiden. Mulchen Sie, damit der Boden frisch bleibt.
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Der Tipp der Gemüsebauern: Knipsen Sie die erste Blüte aus, die sogenannte Königsblüte, die an der Verzweigung des Stängels erscheint. Dadurch verzweigt sich die Pflanze stärker und bildet anschließend deutlich mehr Früchte – besonders lohnend bei einer derart ertragreichen Sorte.
- Fruchtfolge von drei bis vier Jahren: Nicht nach Tomaten, Auberginen oder Kartoffeln anbauen.
Ernte:
- Mit einer Gartenschere abschneiden und ein Stück des Fruchtstiels stehen lassen. Nach und nach ernten: Je mehr Sie pflücken, desto mehr produziert die Pflanze.
- In gelbem Zustand ist sie bereits verzehrfertig; wenn sie orange ausreifen darf, wird sie süßer.
Gute Pflanznachbarn:
Bedeutung für die Artenvielfalt:
- Ihre weißen Blüten werden den ganzen Sommer über von Bienen und Hummeln besucht.
- Eine alte regionale, samenfeste Sorte, die wegen ihrer unregelmäßigen Früchte aus dem Handel verdrängt wurde: Wer sie anbaut, trägt dazu bei, sie zu erhalten. Siehe unsere alten Sorten.
Verwendung:
- Roh im Salat und Taboulé, wo ihr feines Fruchtfleisch und ihre Farbe besonders gut zur Geltung kommen, oder gekocht in Ratatouille und Schmorgerichten. Ihre kleine Größe eignet sich gut zum Einlegen in Öl.
Eigenes Saatgut gewinnen:
Lassen Sie eine schöne Frucht an der Pflanze vollständig orange ausreifen, öffnen Sie sie, entnehmen Sie die Samen und trocknen Sie sie einige Tage flach ausgebreitet. Achtung: Paprika kreuzt sich leicht mit in der Nähe angebauten Chilis – isolieren Sie Ihre Samenträgerpflanze. Siehe eigenes Saatgut aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie aus, wobei der Respekt vor allem Lebendigen unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und verpackt werden – ganz ohne chemische Behandlung. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in der Lage sein, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Klein, unförmig und großzügig: die Paprika aus den provenzalischen Gärten.