Rheum rhabarbarum
Rhabarber, Gartenrhabarber: Als eine Pflanze zwischen Gemüse und Obst ist er eine der wenigen Pflanzen, von denen man nur den Blattstiel verzehrt – weder das Blatt noch die Wurzel oder der Blütenstängel. Eine unverwüstliche Staude, die nach dem Anwachsen zehn bis fünfzehn Jahre lang produziert, ohne fast etwas zu verlangen.
Merkmale:
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Säuerliche Blattstiele: Es sind die roten oder grünen „Stängel“, die man zum Kochen verwendet.
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Sehr langlebige Staude: Ein einzelner Stock liefert 10 bis 15 Jahre lang Erträge und bildet dabei immer üppigere Horste.
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Sehr winterhart: Sie verträgt Temperaturen bis -20 °C, leidet jedoch unter großer Hitze.
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Imposanter Wuchs: Ihre riesigen, gewellten Blätter machen sie zugleich zu einer sehr dekorativen Pflanze.
Vorsichtsmaßnahmen – bitte aufmerksam lesen:
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Rhabarberblätter sind giftig und dürfen niemals verzehrt werden, weder roh noch gekocht: Ihr hoher Gehalt an Oxalsäure verursacht Verdauungs- und Nierenbeschwerden. Nur die Blattstiele sind essbar, nachdem die Blätter abgeschnitten und entfernt wurden.
- Kompostieren Sie die Blätter nicht in großen Mengen auf einem für den Gemüsegarten bestimmten Kompost und halten Sie sie von Nutztieren fern.
- Beenden Sie die Ernte Ende Juni: Der Oxalsäuregehalt der Blattstiele steigt zum Saisonende an, und die Pflanze muss ihre Reserven wieder auffüllen.
Aussaat-Tipps:
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Standort: Halbschatten wird bevorzugt – die Pflanze mag keine große Hitze und gedeiht besser an einem kühlen Standort als in der prallen Sonne.
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Boden: Tiefgründig, frisch, nährstoffreich und gut drainiert, mit organischer Substanz angereichert. Sie ist eine sehr nährstoffhungrige Pflanze: Eine großzügige Kompostgabe bei der Pflanzung und jeden Herbst macht einen großen Unterschied. Staunässe hingegen verträgt sie nicht, da diese den Wurzelstock zum Faulen bringt.
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Methode: Weichen Sie die Samen über Nacht in lauwarmem Wasser ein oder führen Sie eine Kaltstratifikation durch, um ein gleichmäßigeres Auflaufen zu erreichen. Säen Sie im Frühjahr in Töpfe, 1 cm tief. Siehe So säen Sie Ihre Samen aus.
Pflanztipps:
- Pikieren Sie im Frühjahr oder Herbst und planen Sie mindestens 1 Quadratmeter pro Pflanze ein: Der Horst wird imposant. Wählen Sie den Standort sorgfältig, denn die Pflanze bleibt mehr als zehn Jahre dort.
- Stellen Sie sie im Topf an einen warmen und geschützten Ort (Gewächshaus, Wintergarten), bis der Frühling richtig eingekehrt ist.
Pflegehinweise:
- Gießen Sie in Trockenperioden regelmäßig, aber nicht übermäßig. Mulchen Sie den Fuß großzügig.
- Schneiden Sie den Blütenstängel ab, sobald er erscheint: Er schwächt den Wurzelstock zulasten der Blattstiele.
- Teilen Sie den Horst alle 5 bis 6 Jahre, um ihn zu verjüngen.
Ernte-Tipps:
- Ernten Sie im ersten Jahr nichts und im zweiten Jahr nur wenig. Danach ziehen Sie die Blattstiele heraus, indem Sie sie an der Basis drehen, statt sie abzuschneiden: So heilt die Stelle besser ab und der Wurzelstock ist weniger gefährdet.
- Entnehmen Sie niemals mehr als die Hälfte der Blattstiele eines Stocks auf einmal.
Günstige Kombinationen:
Nutzen für die Biodiversität:
- Seine riesigen Blätter bedecken den Boden, schützen ihn vor dem Austrocknen und bieten Laufkäfern sowie anderen Nützlingen direkt über dem Boden Unterschlupf.
- Wenn Sie an einer gut etablierten Pflanze ausnahmsweise einen Blütenstängel blühen lassen, wird seine riesige cremefarbene Rispe ausgiebig von Bienen besucht.
Verwendung:
- Blattstiele für Kompott, Marmelade, Tartes und Crumbles oder als säuerliche Beilage zu Fleisch und fettem Fisch.
Eigenes Saatgut gewinnen:
Lassen Sie an einer gut etablierten Pflanze ausnahmsweise einen Blütenstängel wachsen und ernten Sie die geflügelten Samen, sobald sie braun und trocken sind. Hinweis: Ausgesäte Pflanzen sind unterschiedlich, daher bleibt die Teilung des Wurzelstocks die zuverlässigste Methode, um eine gute Sorte zu vermehren. Siehe Saatgut aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie aus, wobei der Respekt vor allem Lebendigen unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Einmal pflanzen, fünfzehn Jahre lang ernten.