Hypericum androsaemum
Johanniskraut, Tüpfel-Johanniskraut, Allerweltsheil, Blutkraut: Nicht mit dem Echten Johanniskraut, seinem krautigen Verwandten, verwechseln. Dieses Johanniskraut ist ein bodendeckender Strauch, dessen Hauptattraktion im Herbst zur Geltung kommt – seine Beeren wechseln nacheinander von Grün zu leuchtendem Rot und schließlich zu glänzendem Schwarz; oft sind alle Farben gleichzeitig an einem einzigen Zweig zu sehen.
Merkmale:
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Doppelter saisonaler Nutzen: lange, leuchtend gelbe Blüte von Juni bis September, anschließend dekorative rote Früchte, die sich schwarz färben.
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Bodendeckender Strauch: Mit einer Höhe von etwa 1 m füllt er auch schwierige Stellen im Garten wirkungsvoll aus.
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Sehr einfache Kultur: Er passt sich jedem Boden an, sowohl in voller Sonne als auch im Halbschatten.
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Zweige für Blumensträuße: Seine mit Früchten beladenen Triebe sorgen in Herbstarrangements für Aufsehen.
Vorsichtsmaßnahmen:
- Seine dekorativen Beeren sind nicht zum Verzehr geeignet: Verwenden Sie sie ausschließlich für Blumensträuße. Außerhalb der Reichweite kleiner Kinder aufbewahren.
Aussaat-Tipps:
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Standort: volle Sonne oder Halbschatten – er verträgt problemlos leichten Schatten, was für einen blühenden Strauch selten und wertvoll ist.
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Boden: Jeder Bodentyp, auch armer oder kalkhaltiger Boden, sofern er etwas frisch bleibt. Das ist eine seiner großen Stärken: Er wächst dort, wo man nicht mehr weiß, was man pflanzen soll.
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Methode: Im Frühjahr oberflächlich oder nur leicht bedeckt aussäen – die Samen sind winzig und benötigen Licht zum Keimen. Eine Kältebehandlung verbessert die Gleichmäßigkeit des Auflaufens. Siehe wie man Samen aussät.
Pflanz-Tipps:
- Mit einem Abstand von 60 cm in Beete, an Böschungen, in lichte Waldbereiche oder als Bodendecker unter höheren Sträuchern pflanzen.
Pflegetipps:
- In den ersten beiden Jahren gießen, danach ist die Pflanze selbstständig.
- Den Horst am Ende des Winters auf 20 cm über dem Boden zurückschneiden: Er treibt kräftig wieder aus und blüht am diesjährigen Holz.
Ernte-Tipps:
- Die fruchttragenden Zweige am Ende des Sommers schneiden, wenn die Beeren noch eine Mischung aus Grün, Rot und Schwarz zeigen: In diesem Stadium sind sie im Blumenstrauß am dekorativsten.
Günstige Kombinationen:
- Seine Toleranz gegenüber leichtem Schatten macht ihn zu einem guten Begleiter für lichte Waldbereiche, neben dem Roten Fingerhut oder dem Silberling.
Nutzen für die Biodiversität:
- Seine gelben Blüten mit langen Staubblättern sind sehr pollenreich und locken während der viermonatigen Blüte Bienen und Schwebfliegen an.
- Seine Beeren dienen den Vögeln im Herbst als Nahrung, die anschließend für seine Verbreitung sorgen.
- Sein bodendeckender Wuchs schützt den Boden und bietet der Kleinstfauna Unterschlupf, auch in schattigen Bereichen des Gartens.
Verwendung:
- Beete, Böschungen, Bodendecker für schwierige Standorte und vor allem Herbstblumensträuße mit seinen fruchttragenden Zweigen.
- Traditionelle Heilpflanze – ihr Beiname „Allerweltsheil“ erinnert noch daran. Siehe unsere auszusäenden Heilpflanzen.
Eigene Samen ernten:
Lassen Sie einige Beeren am Strauch vollständig schwarz werden, zerdrücken Sie sie anschließend in etwas Wasser und spülen Sie sie aus, um die Samen vom Fruchtfleisch zu trennen. Vor der Aufbewahrung trocknen. Siehe Samen aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie aus, wobei der Respekt vor dem Leben unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, prüfen ihre Keimfähigkeit, sortieren und verpacken sie sorgfältig – ganz ohne chemische Behandlung. Unsere Überzeugung: Gärtnern wieder die Möglichkeit zu geben, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Ein Strauch, der den ganzen Sommer über blüht und im Herbst Früchte für Blumensträuße trägt.