Lunaria annua
Silbertaler, Judaspenning, Mondviole, Judassilberling: All diese Namen beschreiben dieselbe wunderbare Pflanze mit ihren flachen, durchscheinenden Früchten, die nach dem Entfernen ihrer Hüllen wie Perlmuttmünzen aussehen. Ihr botanischer Name leitet sich von luna, dem Mond, ab – an ihn erinnern die silbernen Scheiben, die den ganzen Winter über an den trockenen Stängeln bleiben.
Eigenschaften:
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Doppelter Zierwert: duftende lilafarbene Blüte im Frühjahr, danach spektakuläre perlmuttartige Früchte im Spätsommer.
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Zweijährig: Im einen Jahr ausgesät, blüht sie im darauffolgenden Jahr, sät sich anschließend selbst aus und kehrt ohne Aufwand wieder.
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Schattenpflanze: eine der wenigen Pflanzen, die auch an schattigen Standorten üppig blüht.
Aussaat-Tipps:
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Standort: vorzugsweise Halbschatten; pralle, brennende Sonne verträgt sie schlecht. Sie ist eine Pflanze von Waldrändern und lichten Wäldern.
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Boden: humos, leicht, frisch und gut drainiert. Sie wächst in den meisten Böden, gedeiht aber am besten in organisch reicher Erde wie in einem lichten Wald. Vermeiden Sie trockene, sich stark aufheizende Böden.
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Methode: Eine Kaltstratifizierung verbessert die Keimung. Säen Sie anschließend im Frühjahr oder Spätsommer direkt an Ort und Stelle und bedecken Sie die großen, flachen Samen leicht mit Erde. Rechnen Sie mit einer Blüte im darauffolgenden Frühjahr.
Pflegetipps:
- Nahezu keine Pflege erforderlich. Lassen Sie einige Stängel Samen bilden: Die Pflanze sät sich selbst aus und etabliert sich dauerhaft.
Ernte-Tipps:
- Für Trockensträuße schneiden Sie die Stängel, sobald die Schötchen braun werden. Reiben Sie sie anschließend vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger, um die beiden äußeren Häute zu entfernen und die perlmuttartige Scheidewand freizulegen.
Vorteilhafte Kombinationen:
- Sie passt gut zu anderen Halbschattenpflanzen wie dem Vergissmeinnicht, mit dem sie die Frühjahrsblüte und die Vorliebe für frische Böden teilt.
Bedeutung für die Biodiversität:
- Ihre frühe, duftende Blüte versorgt die ersten Bestäuber des Frühjahrs, wenn die Nahrungsquellen noch knapp sind.
- Wie alle Kreuzblütler ist sie eine Wirtspflanze für Schmetterlingsraupen, insbesondere für den Aurorafalter, dessen Weibchen ihre Eier gerne an den Blütenstängeln ablegen.
Verwendung:
- Schattige Beete, Waldränder, Töpfe. Ihre perlmuttartigen Schötchen sind aus Trockensträußen nicht wegzudenken und halten sich darin über Jahre.
Symbolik:
Ihre silbernen Scheiben, die an Münzen erinnern, haben sie zu einem Symbol für Wohlstand und Ehrlichkeit gemacht – im Englischen heißt die Pflanze übrigens „honesty“, in Anlehnung an die Durchsichtigkeit ihrer Scheidewände.
Eigenes Saatgut ernten:
Die flachen, braunen Samen sitzen auf beiden Seiten der perlmuttartigen Scheidewand. Sie lösen sich von selbst, wenn Sie zum Vorbereiten Ihrer Trockensträuße die Häute entfernen. Eine Handlung, zwei Ernten. Siehe Saatgut aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unser Saatgut an und wählen es mit dem Respekt vor dem Leben als Leitgedanken aus. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne jegliche chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Saatgut auszusäen, das wirklich ihnen gehört.
Verleihen Sie Ihrem Garten mit diesen Samen der Judaspenning einen Hauch von altmodischem Charme.