Anthriscus cerefolium
Gewöhnlicher Kerbel, Gartenkerbel, Nadelkraut: das zarteste und empfindlichste aller Küchenkräuter. Sein subtiles Anisaroma verschwindet schon bei der geringsten längeren Garzeit, weshalb er erst im letzten Moment hinzugefügt wird. Zusammen mit Petersilie, Schnittlauch und Estragon gehört er zur klassischen Mischung der „feinen Kräuter“.
Eigenschaften:
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Zarter Geschmack: anisartig und fein, passt er zu fast allem, ohne jemals zu dominieren.
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Schnelles Wachstum: erste Ernte sechs bis acht Wochen nach der Aussaat.
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Liebt Kühle: eines der wenigen Küchenkräuter, die im Sommer Schatten besser vertragen als Hitze.
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Überall kultivierbar: im Gemüsegarten, Blumenbeet, an Beeträndern, in Kästen, Töpfen oder Fensterkästen.
Vorsichtsmaßnahmen:
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Sammeln Sie niemals wilden Kerbel, wenn Sie nicht absolut sicher sind. Mehrere sehr giftige Doldenblütler sehen ihm ähnlich, insbesondere die Hundspetersilie (Aethusa cynapium), die gern in Gemüsegärten wächst. Genau darin liegt der Vorteil, den eigenen Kerbel in einem gekennzeichneten Beet auszusäen: Das Verwechslungsrisiko verschwindet.
- Nützlicher Hinweis: Gartenkerbel verströmt beim Zerreiben einen angenehmen Anisgeruch. Hundspetersilie dagegen riecht unangenehm nach Knoblauch oder stinkender Petersilie.
Aussaat-Tipps:
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Standort: im Frühjahr und Herbst warm, im Sommer jedoch halbschattig bis schattig – das ist seine wichtigste Anforderung. In der sommerlichen prallen Sonne schießt er sofort in Samen.
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Boden: gesund, leicht, frisch, gut durchlüftet und vorzugsweise humusreich. Ein Boden, der die Feuchtigkeit hält, ist entscheidend.
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Methode: direkt an Ort und Stelle aussäen – seine Pfahlwurzel verträgt das Umpflanzen schlecht. Von März bis September 1 cm tief aussäen und alle drei Wochen nachsäen: Kerbel schießt schnell, daher ist Erneuern besser als Verlängern. Siehe wie man Samen aussät.
Pflegetipps:
- Auf 15 cm vereinzeln. Regelmäßig gießen, da Trockenheit sofort das Schossen auslöst.
- Eine Spätsommeraussaat unter einem Frühbeet ermöglicht es, einen großen Teil des Winters über zu ernten.
Ernte-Tipps:
- Die äußeren Stängel an der Basis abschneiden und das Herz unversehrt lassen. Frisch und roh verwenden und erst abseits der Hitze hinzufügen: Das Garen zerstört sein Aroma vollständig, ebenso das Trocknen. Einfrieren ist die einzige sinnvolle Konservierung.
Günstige Kombinationen:
Bedeutung für die Artenvielfalt:
- Lassen Sie einige Pflanzen blühen: Ihre weißen Dolden ziehen Schwebfliegen und parasitische Kleinwespen an, deren Larven Blattläuse vertilgen.
- Wie alle Doldenblütler ist er eine Wirtspflanze für die Raupen des Schwalbenschwanzes.
Verwendung:
- Roh fein geschnitten über Rohkost, Salate, Suppen, Gemüse, Soßen, Fleisch und Fisch. Unverzichtbar für Béarnaise und Kräuteromelett.
- Traditionelle Heilpflanze, die seit der Antike in Kräutergärten kultiviert wird. Siehe unsere auszusäenden Heilpflanzen.
Eigenes Saatgut gewinnen:
Lassen Sie einige Pflanzen blühen und ernten Sie die Dolden, sobald die länglichen Samen braun werden, bevor sie ausfallen. Kerbel sät sich im Garten übrigens gern selbst aus. Siehe Saatgut aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unser Saatgut an und wählen es aus, wobei der Respekt vor dem Leben unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne jegliche chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtnern die Fähigkeit zurückzugeben, Jahr für Jahr Saatgut auszusäen, das wirklich ihnen gehört.
Das feinste aller Küchenkräuter, das im letzten Moment geerntet werden sollte.