Beta vulgaris
Rote Bete, Rote Rübe: Ihr Samen birgt eine Besonderheit, die nur wenige Gärtner kennen. Was man für einen Samen hält, ist in Wirklichkeit ein Glomerulus, ein kleines Aggregat aus 3 bis 6 miteinander verwachsenen Samen. Jeder ausgesäte „Samen“ bringt daher mehrere Pflanzen hervor – das erklärt, warum das Vereinzeln hier unverzichtbar ist.
Eigenschaften:
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Süßer Geschmack: eines der zuckerreichsten Gemüse, roh wie gekocht köstlich.
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Hervorragende Lagerfähigkeit: im Herbst geerntet, hält sie sich den ganzen Winter über in einer Sandmiete.
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Einfach anzubauen: ertragreiche Ernte bei geringem Aufwand, ideal für Einsteiger.
Aussaat-Tipps:
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Standort: sonnig.
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Boden: frisch, leicht, locker und lehmig-silikatisch, mit gut verrottetem Kompost angereichert. Vermeiden Sie steinige Böden, die die Wurzeln verformen, sowie zu kalkhaltige Erde. Verwenden Sie niemals frischen Mist.
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Methode: Lockern Sie den Boden und entfernen Sie vor der Aussaat die Steine. Säen Sie von April bis Mitte Juni direkt an Ort und Stelle in 2 cm Tiefe und einem Reihenabstand von 30 cm. Ein 24-stündiges Einweichen in lauwarmem Wasser beschleunigt das Auflaufen deutlich. Siehe wie man Samen aussät.
Pflegetipps:
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Unbedingt vereinzeln, sobald die Pflanzen 3 oder 4 Blätter haben, auf 10 cm Abstand: Da jeder Glomerulus büschelweise aufgeht, erhalten Sie ohne diesen Schritt nur kleine, verkümmerte Wurzeln. Die entfernten Jungpflanzen können verpflanzt oder als Sprossen gegessen werden.
- Regelmäßig gießen, besonders in trockenen Zeiten: Unregelmäßiges Gießen lässt die Wurzeln aufplatzen.
Ernte-Tipps:
- Ernten Sie vor den starken Frösten, sobald die Wurzeln die Größe eines Tennisballs erreichen – größere Exemplare werden faserig. Schneiden Sie das Laub nicht bündig ab: Lassen Sie 3 cm Blattstiel stehen, sonst „blutet“ die Rote Bete aus und verliert beim Kochen ihre Farbe.
Günstige Mischkultur:
Beitrag zur Biodiversität:
- Ihr üppiges Laub bedeckt den Boden und schützt ihn vor dem Austrocknen, während es Laufkäfern und Nützlingen Unterschlupf bietet.
- Im zweiten Jahr bildet sie Samen und entwickelt lange Blütenstängel, die unauffällig von kleinen Insekten besucht werden.
Verwendung:
- Roh gerieben, im Ofen in der Schale gegart, als Samtcremesuppe, Hummus oder milchsauer fermentiert. Die oft weggeworfenen Blätter lassen sich sehr gut wie Mangold zubereiten – es handelt sich um dieselbe botanische Art.
Eigene Samen gewinnen:
Die Rote Bete ist zweijährig: Bewahren Sie einige Wurzeln frostgeschützt auf und pflanzen Sie sie im Frühjahr wieder ein; dann bilden sie Samen. Ernten Sie die trockenen Blütenstängel. Achtung: Sie kreuzt sich mit Mangold und Futterrüben – isolieren Sie Ihre Samenträger. Siehe eigene Samen aufbewahren.
Unser Engagement für Qualität: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und selektieren sie mit dem Respekt vor dem Leben als Leitgedanken. In der Nähe der Vulkane der Auvergne wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne jegliche chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnern wieder die Fähigkeit zu geben, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Süß, farbenfroh und ertragreich: Rote Bete hält sich den ganzen Winter.