Withania somnifera
Indischer Ginseng, Ashwagandha, Withania, Winterkirsche: Ihr Sanskritname Ashwagandha bedeutet „Pferdegeruch“ – in Anspielung auf den ganz besonderen Geruch ihrer frischen Wurzel. Sie wird in Indien seit mehr als dreitausend Jahren kultiviert und gehört zu den bekanntesten Pflanzen der ayurvedischen Heilkunde. Botanisch hat sie übrigens keinerlei Verbindung zum echten Ginseng: Sie gehört zu den Nachtschattengewächsen und ist mit der Tomate verwandt.
Merkmale:
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Mehrjähriger Halbstrauch: 1 bis 1,50 m hoch, mit buschigem Wuchs und weich behaartem, graugrünem Laub.
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Dekorative rote Beeren: Sie sitzen in einem papierartigen Kelch, ähnlich wie bei ihrer Verwandten, der Physalis.
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Fleischige Wurzel: Sie wird traditionell nach ein oder zwei Kulturjahren geerntet.
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Trockenheitsverträglich: Als Pflanze aus trockenen Gebieten benötigt sie nach dem Anwachsen nur wenig Wasser.
Vorsichtsmaßnahmen:
- Wie bei allen Nachtschattengewächsen sind Laub und Beeren nicht zum Verzehr geeignet. Nur die Wurzel wird traditionell in genau festgelegten Zubereitungen verwendet, die nicht improvisiert werden sollten – überlassen Sie diese Anwendung einer fachkundigen Begleitung.
- In unseren Klimazonen frostempfindlich: Sie wird als einjährige Pflanze kultiviert oder im Topf frostfrei überwintert.
- Halten Sie die Beeren von kleinen Kindern fern.
Aussaat-Tipps:
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Standort: volle Sonne und Wärme.
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Boden: leicht, sandig und vor allem sehr gut durchlässig. Sie verträgt magere und trockene Böden, aber Staunässe ist tödlich. Nicht düngen: Ein zu nährstoffreicher Boden fördert das Laub zulasten der Wurzel.
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Methode: Diese Samen benötigen keine Kaltstratifikation – die aus den warmen Regionen Indiens stammende Art verlangt im Gegenteil Wärme. Säen Sie am Ende des Winters im Haus oder geschützt bei 22–25 °C aus, bedecken Sie die Samen nur leicht und pflanzen Sie sie nach den letzten Frösten aus. Siehe wie man Samen in Erde aussät.
Pflanz-Tipps:
- Pflanzen Sie sie in voller Sonne mit einem Abstand von 50 cm aus. Die Kultur in einem großen Topf funktioniert sehr gut und ermöglicht es, die Pflanze im Winter ins Haus zu holen, um im zweiten Jahr eine kräftigere Wurzel zu erhalten.
Pflegetipps:
- Mäßig gießen und die Erde zwischen den Wassergaben abtrocknen lassen. Nicht düngen.
- Die Triebspitzen pinzieren, um einen buschigen Wuchs zu fördern.
Ernte-Tipps:
- Die Wurzel wird im Herbst nach einer vollständigen Wachstumsperiode geerntet, sobald das Laub gelb zu werden beginnt. Vorsichtig ausgraben, abbürsten und in Stücke geschnitten trocknen.
Günstige Kombinationen:
- Sie teilt die Ansprüche mediterraner Gewürzpflanzen wie Thymian und Echter Salbei an Wärme und gute Drainage. Vermeiden Sie den Anbau nach Tomaten oder Kartoffeln, da sie derselben Familie angehören und von denselben Krankheiten betroffen sein können.
Nutzen für die Biodiversität:
- Ihre kleinen, unauffälligen, aber zahlreichen gelbgrünen Blüten werden den ganzen Sommer über von Bienen und kleinen Bestäubern besucht.
- Ihre Trockenheitsverträglichkeit macht sie zu einer interessanten Kandidatin für wassersparende Gärten.
Verwendung:
- Eine wichtige Heilpflanze der ayurvedischen Medizin, die in Indien seit Jahrtausenden verwendet wird. Siehe unsere Heilpflanzen zur Aussaat.
- Sie wird auch als botanische Besonderheit kultiviert – wegen ihres weich behaarten Laubs und ihrer lampionartigen Beeren.
Eigene Samen ernten:
Lassen Sie einige Beeren in ihrem Kelch bis zu einem kräftigen Rot ausreifen. Zerdrücken Sie sie anschließend in etwas Wasser und spülen Sie sie aus, um die Samen vom Fruchtfleisch zu trennen. Vor der Aufbewahrung flach ausgebreitet trocknen lassen. Siehe Samen aufbewahren.
Unser Engagement für Qualität: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen und wählen wir unsere Samen mit dem Respekt vor allem Lebendigen als Leitgedanken an und aus. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Eine emblematische Pflanze des Ayurveda, die am wärmsten Platz im Garten kultiviert werden sollte.