Tanacetum vulgare
Bitterkraut, Wurmkraut, in manchen Regionen auch „Duftkraut“ genannt: Der Rainfarn trägt seine Beinamen zu Recht, denn sein intensiver Duft lässt niemanden gleichgültig. Lange Zeit wurde er in der Nähe von Häusern und Vorratskammern gepflanzt, um Insekten fernzuhalten. Auch heute ist er noch ein wertvoller Verbündeter im Gemüsegarten.
Eigenschaften:
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Kräftige Staude: Aufrechte Stängel von bis zu 1,50 m Höhe bilden einen dichten Horst, der sich dank seiner kriechenden Rhizome schnell ausbreitet.
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Aromatisches Laub: Die fein zerteilten Blätter verströmen beim Zerreiben einen charakteristischen Kampfergeruch.
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Goldknopfblüte: Flache Dolden aus gelben Blütenköpfchen von Juli bis September.
Vorsichtsmaßnahmen:
- Rainfarn ist bei Verschlucken giftig, insbesondere in konzentrierter Form: Verzehren Sie ihn nicht und bewahren Sie ihn außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren auf. Seine Verwendung beschränkt sich auf eine dekorative und abwehrende Funktion im Garten.
- Seine kriechenden Rhizome können ihn wuchernd machen: Begrenzen Sie ihn auf einen abgegrenzten Bereich, eine eingefasste Rabatte oder einen großen Topf, wenn Sie seine Ausbreitung befürchten.
Aussaat-Tipps:
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Standort: sonnig bis halbschattig; die Pflanze ist anspruchslos.
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Boden: gewöhnlicher Boden, auch nährstoffarm, trocken oder steinig — Rainfarn wächst spontan an Böschungen und Wegrändern. Eine Düngung ist nicht erforderlich; lediglich dauerhaft nasse Böden verträgt er nicht.
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Methode: Säen Sie im Frühjahr oberflächlich direkt an Ort und Stelle oder in Töpfe zum späteren Auspflanzen. Bedecken Sie die Samen nur leicht mit Erde. Ein Vorquellen ist nicht erforderlich. Siehe wie man Samen aussät.
Pflege-Tipps:
- Schneiden Sie die Stängel am Ende des Winters zurück. Teilen Sie den Horst alle 2–3 Jahre, um ihn in Grenzen zu halten und zu verjüngen.
Günstige Kombinationen:
- Als Randbepflanzung im Gemüsegarten schützt er benachbarte Kulturen durch seinen intensiven Duft. Er lässt sich gut mit anderen abwehrenden Gartenpflanzen kombinieren — siehe unseren Artikel über abwehrende Pflanzen und über die Mischkultur im Gemüsegarten.
Nutzen für die Biodiversität:
- Seine flachen Blütendolden sind für Insekten mit kurzen Mundwerkzeugen besonders leicht zugänglich: Schwebfliegen, Käfer und kleine nützliche Wespen finden dort problemlos Nahrung.
- Er vertreibt auf natürliche Weise mehrere unerwünschte Insekten und bietet gleichzeitig Nützlingen Nahrung — eine wertvolle Doppelfunktion in der Permakultur.
Verwendung:
- Rainfarn wirkt als natürliches Abwehr- und Fungizidmittel. Getrocknet kann er in Säckchen oder Sträußen verwendet werden, außerdem als Mazerat, Aufguss, Jauche oder Abkochung, um Wanzen, Motten, Flöhe und Ameisen fernzuhalten.
Eigene Samen ernten:
Lassen Sie einige gelbe Dolden vollständig an der Pflanze braun werden und trocknen. Reiben Sie sie anschließend über einem Gefäß aus; die Samen sind winzig. Rainfarn verbreitet sich außerdem sehr wirksam über seine Rhizome, ohne dass eine Aussaat erforderlich ist. Siehe Samen aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie aus, wobei der Respekt vor dem Leben unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr ihre eigenen Samen auszusäen — Samen, die ihnen wirklich gehören.
Entscheiden Sie sich für Rainfarn in Ihrem Garten und schützen Sie ihn auf natürliche Weise vor unerwünschten Insekten.