Capsicum frutescens
Vogelaugenchili, Pili-Pili, Martinchili, Malagueta: Sein Name leitet sich von seiner natürlichen Verbreitung durch Vögel ab, die seine kleinen, zum Himmel aufrecht stehenden Früchte verschlucken, ohne etwas von ihrer Schärfe zu spüren. Winzig, aber äußerst kraftvoll, ist er der Chili für afrikanische und asiatische Saucen und ein direkter Verwandter der Tabascoschote.
Eigenschaften:
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Sehr scharf: 50.000 bis 100.000 Scoville-Einheiten, eine deutliche und unmittelbare Schärfe.
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Kleine, aufrecht stehende Früchte: 2 bis 3 cm lang, nach oben gerichtet und von grün zu leuchtend rot wechselnd.
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Äußerst ertragreich: Eine Pflanze trägt gleichzeitig Dutzende Früchte.
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Sehr dekorativ: Die aufrecht stehenden, farbenfrohen Früchte machen ihn zu einer schönen Topfpflanze.
Vorsichtsmaßnahmen – bitte aufmerksam lesen:
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Tragen Sie beim Umgang mit den Früchten Handschuhe, sowohl bei frischen als auch bei getrockneten Früchten. Capsaicin haftet an der Haut und lässt sich nicht mit Wasser abwaschen: Ein späterer Kontakt mit den Augen verursacht sehr schmerzhafte Verbrennungen.
- Waschen Sie Ihre Hände mit Seife und Öl statt nur mit Wasser – Capsaicin ist fettlöslich.
- Verwenden Sie ihn sparsam: Eine einzige Frucht reicht aus, um ein ganzes Gericht zu würzen. Bewahren Sie Früchte und Samen außerhalb der Reichweite von Kindern auf.
- Bei einem Brennen im Mund trinken Sie Milch oder essen Sie ein Milchprodukt: Wasser verteilt das Capsaicin nur weiter.
Aussaat-Tipps:
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Standort: volle Sonne und viel Wärme. In kühlen Regionen empfiehlt sich der Anbau im geschützten Topf oder im Gewächshaus.
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Boden: nährstoffreich, locker, frisch und gut durchlässig, mit Kompost angereichert. Staunässe verträgt er nicht.
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Methode: Säen Sie ab Februar/März geschützt bei mindestens 25 °C: Unter 20 °C schlägt die Keimung fehl. Rechnen Sie mit 2 bis 3 Wochen. Siehe Anleitung zur Aussaat.
Pflanz-Tipps:
- Pflanzen Sie um, sobald die Nachttemperaturen über 12 °C liegen, mit einem Abstand von 40 bis 50 cm. Anders als bei Tomaten gilt: Begraben Sie den Stängel nicht – der eingegrabene Wurzelhals fault.
Pflege-Tipps:
- Gießen Sie regelmäßig am Fuß der Pflanze, aber nicht übermäßig. Mulchen Sie, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten.
- Bringen Sie den Topf vor dem Frost ins Haus: Der Chili ist mehrjährig und kann im Wintergarten mehrere Jahre hintereinander Früchte tragen.
Ernte-Tipps:
- Ernten Sie mit Handschuhen: Grüne Früchte haben eine frischere und direktere Schärfe, rote Früchte ein komplexeres und leicht süßliches Aroma.
- Sie lassen sich besonders gut trocknen: Aufgereiht und aufgehängt sind sie jahrelang haltbar.
Günstige Kombinationen:
Nutzen für die Biodiversität:
- Seine weißen Blüten werden den ganzen Sommer über von Bienen und Hummeln besucht.
- Seine nach oben gerichteten Früchte sind eine Anpassung an die Verbreitung durch Vögel, die unempfindlich gegenüber Capsaicin sind – daher sein Name.
Verwendung:
- Grundlage afrikanischer Pili-Pili-Saucen, thailändischer Currys und karibischer Würzmittel. Frisch, getrocknet, als Pulver oder in Öl eingelegt. Eine Frucht reicht in der Regel für vier Personen.
Eigenes Saatgut gewinnen:
Öffnen Sie eine vollreife Frucht mit Handschuhen, entnehmen Sie die Samen, spülen Sie sie ab und trocknen Sie sie flach ausgebreitet. Achtung: Chilis kreuzen sich leicht. Isolieren Sie Ihre Samenträger, wenn Sie mehrere Sorten anbauen. Beschriften Sie das Tütchen eindeutig. Siehe Saatgut aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie mit dem Respekt vor dem Leben als Leitgedanken aus. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, entscheiden wir uns für samenfeste, nicht hybride Sorten, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtnern die Möglichkeit zurückzugeben, Jahr für Jahr ihr eigenes Saatgut auszusäen – Saatgut, das ihnen wirklich gehört.
Klein von der Größe, gewaltig in der Kraft: der Chili für Saucen aus aller Welt.