Capsicum chinense
Aji Charapita, Charapita-Paprika, aji charapilla: Dieser ursprünglich aus dem Amazonas-Dschungel im Norden Perus stammende, winzige wilde Chili wird regelmäßig als der teuerste der Welt bezeichnet – auf Spezialmärkten wird er grammweise gehandelt. Der Grund ist nicht seine für die Art moderate Schärfe, sondern sein fruchtiges, zitroniges Aroma, das Köche für Ceviches schätzen.
Eigenschaften:
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Winzige gelbe Beeren: etwa so groß wie eine kleine Erbse, aufrecht wachsend an einem buschigen Wuchs von 50 bis 100 cm Höhe.
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Begehrtes Aroma: fruchtig und zitronig – das macht seinen Ruf bei Sterneköchen aus.
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Mittlere bis starke Schärfe: 30.000 bis 50.000 Scoville-Einheiten, deutlich weniger als der Habanero.
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Sehr ertragreich: Eine Pflanze trägt im Laufe der Saison Hunderte kleiner Beeren.
Vorsichtsmaßnahmen:
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Tragen Sie beim Umgang mit den Früchten Handschuhe, sowohl frisch als auch getrocknet. Capsaicin haftet an der Haut und lässt sich nicht mit Wasser abwaschen: Späterer Kontakt mit den Augen verursacht schmerzhafte Reizungen.
- Waschen Sie Ihre Hände mit Seife und Öl statt nur mit Wasser – Capsaicin ist fettlöslich.
- Halten Sie Früchte und Samen von Kindern fern: Ihre geringe Größe und leuchtende Farbe machen sie verlockend.
Aussaat-Tipps:
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Standort: volle Sonne und viel Wärme. In kühlen Regionen ist der Anbau im geschützten Topf oder im Gewächshaus deutlich empfehlenswerter.
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Boden: nährstoffreich, locker, frisch und gut durchlässig, mit Kompost angereichert. Staunässe verträgt er ebenso wenig wie Austrocknung.
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Methode: Wie alle Capsicum chinense keimt er langsam. Säen Sie von Januar bis Anfang Mai im beheizten Gewächshaus oder im Haus aus. Weichen Sie die Samen vor der Aussaat 24 Stunden in warmem Wasser ein und halten Sie sie anschließend bei 25–28 °C: Unter 20 °C misslingt die Keimung. Rechnen Sie mit 2 bis 4 Wochen. Siehe wie man Samen aussät.
Pflanz-Tipps:
- Pflanzen Sie ihn um, sobald die Nächte über 12 °C bleiben, mit einem Abstand von 50 cm. Anders als bei Tomaten gilt: Begraben Sie den Stängel nicht – der vergrabene Wurzelhals fault.
- Da sein Entwicklungszyklus lang ist, ermöglicht der Anbau im großen Topf, ihn im Herbst ins Haus zu holen und die Ernte zu verlängern.
Pflegetipps:
- Gießen Sie regelmäßig am Fuß der Pflanze, aber nicht übermäßig. Mulchen Sie, um die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten.
- Holen Sie den Topf vor dem ersten Frost ins Haus: Die Chili ist mehrjährig und treibt im folgenden Frühjahr erneut aus, mit einer früheren Ernte im zweiten Jahr.
Ernte-Tipps:
- Ernten Sie mit Handschuhen, wenn die Beeren vollständig gelb sind: In diesem Stadium ist ihr Zitronenaroma am intensivsten. Grün geerntet haben sie nur eine gewöhnliche Schärfe.
- Sie lassen sich sehr gut trocknen und einfrieren und behalten dabei ihr Aroma.
Günstige Kombinationen:
Nutzen für die Biodiversität:
- Ihre kleinen weißen Blüten werden den ganzen Sommer über von Bienen und Hummeln besucht.
- Der Anbau einer wilden Amazonasart trägt zur Erhaltung eines seltenen Kulturpflanzenerbes bei. Siehe unsere seltenen und ungewöhnlichen Samen.
Verwendung:
- Zerdrückt in peruanischen Ceviches, Salsas und aromatisierten Ölen. Ihr Zitronenaroma passt hervorragend zu rohem Fisch und Meeresfrüchten. Einige wenige Beeren genügen.
Eigene Samen gewinnen:
Öffnen Sie einige vollständig gelbe Beeren mit Handschuhen, entnehmen Sie die winzigen Samen, spülen Sie sie ab und trocknen Sie sie flach ausgebreitet. Achtung, Chilis kreuzen sich leicht: Isolieren Sie Ihre Samenträger. Beschriften Sie das Tütchen deutlich. Siehe Samen aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage – Permakultur bauen und selektieren wir unsere Samen mit dem Respekt vor dem Leben als Leitgedanken an. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Die teuerste Chili der Welt, angebaut im eigenen Garten.