Tetragonia tetragonioides
Neuseeländer-Spinat, Eiskraut, Hornfrüchtiger Spinat: Im 18. Jahrhundert von Cooks Pazifikexpedition mitgebracht, löst er das größte Problem des Spinats – dieser schießt bereits bei der ersten Wärme in Samen, während der Neuseeländer-Spinat gerade im Hochsommer prächtig gedeiht. Zwei botanisch nicht verwandte Pflanzen, aber mit sehr ähnlichem Geschmack.
Eigenschaften:
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Fleischige, dreieckige Blätter: bis zu 15 cm lang, dick und zart.
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Hitzebeständig: Er produziert den ganzen Sommer über, wenn der Spinat bereits geschossen ist.
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Ausladender Wuchs: Seine kriechenden Triebe erreichen 1 Meter und bilden einen ertragreichen Bodendecker.
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Für den Anbau im Topf geeignet: In einem großen Gefäß auf der Terrasse gedeiht er sehr gut.
Vorsichtsmaßnahmen:
- Wie Spinat und Sauerampfer enthalten seine Blätter Oxalate: Blanchieren Sie sie vor der Zubereitung ein bis zwei Minuten in kochendem Wasser und gießen Sie das Wasser anschließend weg. Vermeiden Sie den Verzehr großer Mengen im rohen Zustand.
- Frostempfindliche Pflanze, die bereits bei den ersten Frösten abstirbt.
Aussaat-Tipps:
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Standort: sonnig und warm.
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Boden: humusreich, frisch, locker und leicht sauer. Er verträgt salzhaltige Böden gut – ein Erbe seiner Küstenherkunft – und übersteht Trockenheit, sobald er etabliert ist. Regelmäßiges Gießen hält seine Blätter jedoch zart.
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Methode: Seine Samen haben eine sehr harte, korkartige Hülle. Weichen Sie sie vor der Aussaat 24 bis 48 Stunden in lauwarmem Wasser ein, da der Aufgang sonst unregelmäßig ist. Säen Sie ab März geschützt oder nach den Frösten direkt an Ort und Stelle in 2 cm Tiefe. Siehe wie man Samen aussät.
Pflanz-Tipps:
- Pflanzen Sie nach den Frösten mit einem Abstand von mindestens 60 cm aus: Die Pflanze breitet sich deutlich stärker aus, als man vermutet.
Pflegetipps:
- Keine besondere Pflege erforderlich. Kneifen Sie die Triebspitzen aus, um die Verzweigung zu fördern und mehr junge Triebe zu bilden.
Ernte-Tipps:
- Ernten Sie den ganzen Sommer über ausschließlich die jungen Triebspitzen, etwa 10 cm lang. Je mehr Sie ernten, desto stärker verzweigt sich die Pflanze und desto mehr produziert sie.
Günstige Kombinationen:
- Sein ausladender Wuchs macht ihn zu einem hervorragenden Bodendecker unter hohen Kulturen wie Mais oder Tomaten, die er vor dem Austrocknen schützt. Siehe Mischkultur im Gemüsegarten.
Nutzen für die Biodiversität:
- Sein dichtes, kriechendes Laub bedeckt den Boden wirksam, begrenzt den Unkrautwuchs und bietet Laufkäfern sowie anderen Nützlingen im Hochsommer Schutz.
- Seine Salztoleranz ermöglicht den Anbau eines Blattgemüses auf Küstenböden, auf denen nur wenige Arten gedeihen.
Verwendung:
- Junge Triebe blanchieren und anschließend wie Spinat zubereiten: mit Sahne, als Auflauf, in einer Quiche oder mit Knoblauch angebraten. Siehe unser altes und mehrjähriges Gemüse.
Eigenes Saatgut gewinnen:
Lassen Sie einige verholzte, gehörnte Früchte in den Blattachseln ausreifen – sie geben dem „Hornfrüchtigen Spinat“ seinen Namen – und ernten Sie sie im trockenen Zustand. Der Neuseeländer-Spinat sät sich übrigens gerne von einem Jahr zum nächsten selbst aus. Siehe Saatgut aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unser Saatgut an und wählen es aus, wobei der Respekt vor der Natur unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Saatgut auszusäen, das wirklich ihnen gehört.
Der Spinat, der nicht schießt: Ihr Blattgemüse für den Hochsommer.