Robinia pseudoacacia
Gewöhnliche Robinie, Falsche Akazie, Akazie (fälschlicherweise), Scheinakazie: Anfang des 17. Jahrhunderts wurde sie von Jean Robin, dem Gärtner Heinrichs IV., aus Nordamerika eingeführt und gab der Gattung ihren Namen. Einer der von ihm in Paris gepflanzten Bäume lebt noch heute am Square René-Viviani – er ist der älteste Baum der Hauptstadt. Sie ist auch der Baum des berühmten „Akazienhonigs“, der daher nichts mit den echten Akazien zu tun hat.
Eigenschaften:
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Hervorragende Bienenweide: lange, weiße, sehr duftende Blütentrauben im Mai und Juni, die den Akazienhonig hervorbringen.
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Sehr schnelles Wachstum: Sie erreicht 20 bis 30 Meter Höhe und liefert bereits nach wenigen Jahren nutzbares Holz.
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Fäulnisbeständiges Holz: Von Natur aus ohne jede Behandlung resistent gegen Fäulnis, ist es die europäische Alternative zu exotischen Hölzern.
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Stickstofffixierung: Als Hülsenfrüchtler reichert sie arme Böden an, auf denen sie sich ansiedelt.
Vorsichtsmaßnahmen – vor dem Pflanzen lesen:
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Invasive gebietsfremde Art: Die Robinie treibt über ihre Wurzeln sehr kräftig Ausläufer und besiedelt offene Lebensräume schnell. Sie steht in mehreren französischen Regionen auf den Beobachtungslisten für zu überwachende Arten. Pflanzen Sie sie nicht in der Nähe von Naturflächen, Wiesen oder naturnahen Waldrändern und planen Sie eine Rhizomsperre oder eine regelmäßige Kontrolle der Ausläufer ein, wenn Sie sie im Garten setzen.
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Giftigkeit: Rinde, Blätter, Wurzeln und Samen sind bei Verzehr giftig. Nur die Blüten sind essbar (als Krapfen). Bewahren Sie die Samen außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren auf.
- Ihre Zweige tragen scharfe Dornen: Beim Schnitt sind Handschuhe unerlässlich.
Aussaat-Tipps:
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Standort: volle Sonne für ein schnelles Wachstum.
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Boden: Wirklich alle Bodentypen sind geeignet, auch arme, sandige, steinige oder degradierte Böden, sofern sie gut drainiert sind. Da sie Stickstoff fixiert, benötigt sie keine Düngung und gedeiht dort, wo andere Gehölze scheitern. Vor allem staunasse Böden verträgt sie nicht.
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Methode: Die Samenschale ist äußerst hart. Rauen Sie sie leicht mit einer Feile an oder weichen Sie die Samen 12 bis 24 Stunden in sehr heißem, nicht kochendem Wasser ein: Samen, die aufquellen, sind zur Aussaat bereit; wiederholen Sie den Vorgang mit den übrigen. Eine Kaltstratifizierung kann die Behandlung ergänzen. Säen Sie anschließend im Frühjahr in tiefe Anzuchttöpfe.
Pflanz-Tipps:
- Wählen Sie den endgültigen Standort sorgfältig und berücksichtigen Sie dabei ihre ausgewachsene Größe und die Bildung von Ausläufern: mit Abstand zu Grundstücksgrenzen, Leitungen und Naturflächen.
- Im Niederwald mit kurzem Umtrieb zur Pfostenproduktion entfaltet sie ihr volles Potenzial: Wird sie alle 5 bis 10 Jahre zurückgeschnitten, treibt sie kräftig aus dem Stock wieder aus.
Pflege-Tipps:
- Während der Wachstumsphase mäßig gießen; anschließend verträgt sie Trockenheit sehr gut.
- Kontrollieren und entfernen Sie jedes Jahr die Ausläufer: Das ist der Schlüssel, um sie an ihrem Platz zu halten.
Bedeutung für die Biodiversität:
- Ihre Blüte gehört zu den besten Bienenweiden überhaupt: Ein einziger Tag mit starkem Nektarfluss kann mehrere Kilogramm Honig pro Bienenvolk erbringen, wodurch sie zu einem wichtigen Baum für Imker wird.
- Wie alle Hülsenfrüchtler fixiert sie Luftstickstoff und stellt arme oder erodierte Böden wieder her – siehe die Grundlagen des lebendigen Bodens.
- Ihre Wuchskraft, ein Vorteil bei kontrollierten Pflanzungen, macht sie in natürlichen Lebensräumen zugleich problematisch: Beschränken Sie sie auf Flächen, auf denen Sie sie unter Kontrolle halten können.
Verwendung:
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Holz: Ohne Behandlung fäulnisbeständig, eignet es sich ideal für Zaunpfosten, Außenkonstruktionen, Terrassen und Gartenmöbel – eine regionale Alternative zu exotischen Hölzern.
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Imkerei: In Frankreich ein herausragender Honigbaum.
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Bodenregeneration: Pflanzung auf degradierten Flächen, Böschungen und ehemaligen Steinbrüchen, wo sie Stickstoff fixiert und den Boden stabilisiert.
- Ihre Blüten werden als Krapfen gegessen, ein traditionelles Rezept aus ländlichen Gegenden.
Symbolik:
Als Symbol für Kraft und Anpassungsfähigkeit verkörpert die Robinie die Fähigkeit, auch auf den kargsten Böden zu gedeihen. Der von Jean Robin im Jahr 1601 gepflanzte Baum ist zudem ein lebendiges Zeugnis von vier Jahrhunderten Pariser Geschichte.
Eigene Samen ernten:
Ihre flachen Hülsen färben sich im Herbst braun und bleiben oft den ganzen Winter über am Baum. Ernten Sie sie trocken, öffnen Sie sie und bewahren Sie die Samen trocken auf: Ihre harte Samenschale verleiht ihnen eine Haltbarkeit von mehreren Jahren. Beschriften Sie das Säckchen deutlich, da die Samen giftig sind. Siehe Samen aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie aus, wobei der Respekt vor dem Leben unser Leitprinzip ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnern wieder die Möglichkeit zu geben, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Der Verkauf ist erfahrenen Hobbygärtnern vorbehalten, die in der Lage sind, diesen Baum in einem kontrollierten Rahmen zu pflanzen.