Mentha pulegium
Polei-Minze, Polei, Flohkraut, Virginischer Diptam: Ihren Beinamen Flohkraut verdankt sie einer sehr alten Verwendung – man füllte damit die Streu aus, um Parasiten fernzuhalten. Sie ist eine kriechende Minze mit kräftigem Aroma, schärfer und durchdringender als das der Küchenminzen, und bildet dort einen duftenden Teppich, wo der Boden feucht bleibt.
Eigenschaften:
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Kriechender Wuchs: Sie bedeckt den Boden mit niederliegenden Trieben, die sich nach und nach bewurzeln.
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Kräftiges Aroma: Deutlich intensiver und kampferartiger als das der Grünen Minze.
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Blüte in Knäueln: Kleine lilafarbene Blüten stehen in Etagen entlang der Triebe und sind sehr bienenfreundlich.
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Winterharte Staude: Sie treibt jeden Frühling erneut aus und breitet sich selbstständig aus.
Vorsichtsmaßnahmen – bitte aufmerksam lesen:
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Sie ist keine Küchenminze. Polei-Minze ist reich an Germacron, einer Verbindung, die sie deutlich von essbaren Minzen unterscheidet. Sie darf nicht wie Grüne Minze oder Pfefferminze als Aufguss oder Tee konsumiert werden; ihr ätherisches Öl ist für die Anwendung im Haushalt vollständig ungeeignet.
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Für Schwangere und Stillende sowie für Kinder absolut nicht empfohlen.
- Kultivieren Sie sie als Zierpflanze, Bodendecker und Repellent, nicht als Gewürzpflanze. Wenn Sie eine Minze für die Küche suchen, entscheiden Sie sich für Grüne Minze oder Pfefferminze.
- Wie alle Minzen ist sie ausläuferbildend und invasiv: Ihre Ausläufer breiten sich schnell aus. Kultivieren Sie sie in einem Pflanzgefäß oder begrenzen Sie ihren Bereich durch eine eingegrabene Wurzelsperre.
Aussaat-Tipps:
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Standort: volle Sonne bis Halbschatten.
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Boden: reich an organischer Substanz und vor allem frisch bis feucht – das ist der entscheidende Punkt. In der Natur wächst sie an Teichrändern und in Senken, die feucht bleiben. Ein Boden, der im Sommer vollständig austrocknet, ist für sie nicht geeignet.
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Methode: Eine Kaltstratifizierung verbessert die Keimung deutlich. Säen Sie anschließend oberflächlich und bedecken Sie die Samen nicht: Die winzigen Samen benötigen Licht. Bis zum Auflaufen feucht halten. Siehe So säen Sie Ihre Samen aus.
Pflanz-Tipps:
- Pflanzen Sie sie mit einem Abstand von 30 cm aus oder setzen Sie sie direkt in ein tiefes Pflanzgefäß. Sie eignet sich gut für den Rand eines Teichs oder eine feuchte Stelle im Garten.
Pflege-Tipps:
- Regelmäßig gießen, da sie anhaltende Trockenheit nicht verträgt. Den Fuß mulchen.
- Schneiden Sie den Horst nach der Blüte zurück, damit er dichter wird, und behalten Sie ihre Ausbreitung im Auge.
Vorteilhafte Kombinationen:
- Ihr kräftiger Duft macht sie traditionell zu einer abwehrenden Pflanze gegen mehrere Insekten. Am Rand oder in einem Pflanzgefäß in der Nähe einer Terrasse übernimmt sie diese Funktion, ohne die Kulturen zu überwuchern. Siehe unsere Repellent-Pflanzen.
Bedeutung für die Biodiversität:
- Ihre späte Blüte am Ende des Sommers ist äußerst nektarreich und fällt in eine Zeit, in der die Nahrungsquellen knapper werden: Bienen, Hummeln und Schmetterlinge drängen sich an ihr.
- Ihr dichter Teppich bietet der Bodenfauna Schutz und bewahrt feuchte Bereiche vor dem Austrocknen.
- Sie ist eine in Frankreich rückläufige Art feuchter Lebensräume: Ihr Anbau trägt zu ihrer Erhaltung bei.
Verwendung:
- Duftender Bodendecker, Teichrand, abwehrende Pflanze im Pflanzgefäß. Ihre getrockneten Triebspitzen werden traditionell als Füllung für Säckchen verwendet, die man in Schränke legt.
- Traditionelle Heilpflanze, ausschließlich für die Anwendung durch Fachleute. Siehe unsere Heilpflanzen zur Aussaat.
Eigenes Saatgut ernten:
Lassen Sie einige Blütenknäuel vollständig an der Pflanze trocknen und zerreiben Sie sie anschließend über einem Gefäß: Die Samen sind äußerst fein. Am einfachsten ist jedoch die Teilung des Horstes oder die Vermehrung über Ausläuferstecklinge, da sich die Minze problemlos selbst vermehrt. Siehe Saatgut aufbewahren.
Unser Engagement für Qualität: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen und wählen wir unser Saatgut mit dem Respekt vor dem Leben als Leitgedanken an. In der Nähe der Vulkane der Auvergne beheimatet, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, testen sie auf ihre Keimfähigkeit, sortieren und verpacken sie sorgfältig – ganz ohne chemische Behandlung. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Saatgut auszusäen, das wirklich ihnen gehört.
Ein duftender Teppich für die feuchten Ecken des Gartens und ein Magnet für Bestäuber am Ende des Sommers.