Brassica oleracea var. botrytis
Violetter Blumenkohl, Purpur-Blumenkohl, sizilianischer Blumenkohl: Seine Farbe stammt von den Anthocyanen, denselben Pigmenten wie im Rotkohl. Ein wichtiges Detail, das man vor der Zubereitung kennen sollte: In kochendem Wasser färbt sich das Violett grünblau. Gedämpft, geröstet oder roh verzehrt behält er dagegen seine ganze Farbintensität. Das macht den Unterschied zwischen einer gelungenen Zubereitung und einer Enttäuschung aus.
Eigenschaften:
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Purpurfarbene Röschen: eine spektakuläre Farbe, umgeben von hellgrünen Blättern.
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Milder Geschmack: dem weißen Blumenkohl sehr ähnlich, ohne Bitterkeit.
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Seltene Sorte: an den Verkaufsständen nur selten zu finden, sorgt sie immer für einen besonderen Effekt.
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Bonus: Anders als der weiße Blumenkohl muss er nicht gebleicht werden — die Sonne verstärkt seine Färbung im Gegenteil noch.
Aussaat-Tipps:
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Standort: sonnig — die Sonne intensiviert die Farbe — in warmen Regionen jedoch halbschattig, da er übermäßige Hitze nicht verträgt.
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Boden: tiefgründig, frisch, humusreich und leicht lehmig. Wie alle Blumenkohle ist er sehr nährstoffbedürftig: Eine großzügige Gabe gut verrotteten Komposts ist unerlässlich. Zu vermeiden: An einem Standort anbauen, an dem in den vergangenen drei Jahren ein Kreuzblütler gewachsen ist.
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Methode: Von März bis April in der Anzucht aussäen, 1 cm tief. Siehe wie man Samen aussät.
Pflanztipps:
- Pikieren Sie die Pflanzen bei einer Höhe von 10–15 cm mit einem Abstand von 50 bis 70 cm. Pflanzen Sie bei bedecktem Wetter und gießen Sie reichlich: Ein schwieriges Anwachsen verhindert dauerhaft die Bildung des Kohlkopfs.
Pflegetipps:
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Der kritische Punkt: Halten Sie den Boden dauerhaft frisch. Blumenkohl verträgt keinerlei Schwankungen — bei Wasserstress bildet er einen winzigen Kohlkopf oder schießt direkt in die Blüte. Mulchen Sie dick.
- Ein direkt nach dem Pflanzen angebrachtes Insektenschutznetz hält Kohlweißling und Kohlfliege fern.
Ernte-Tipps:
- Ernten Sie, sobald der Kohlkopf gut gefüllt und noch fest geschlossen ist. Warten Sie nicht: Wenn sich die Röschen öffnen, verschlechtern sich Textur und Farbe schnell.
- Auch die Blätter und der geschälte Strunk können verarbeitet werden.
Günstige Kombinationen:
Bedeutung für die Biodiversität:
- Ein Blumenkohl, der schießen darf, bildet einen riesigen, äußerst nektarreichen gelben Blütenstand — wenn Ihnen ein Kohlkopf entgeht, lassen Sie ihn lieber blühen, statt ihn auszureißen.
- Der Anbau seltener farbiger Sorten trägt dazu bei, die durch Standardisierung stark verarmte Vielfalt der Kulturpflanzen zu erhalten.
Verwendung:
- Roh im Salat oder als Aperitif, um seine Farbe voll zur Geltung zu bringen, im Ofen geröstet in Röschen oder als Pickles — Essig fixiert und belebt das Violett. Vermeiden Sie das Garen in reichlich Wasser, da es die Farbe verblassen lässt.
Eigenes Saatgut gewinnen:
Lassen Sie einen Kohlkopf blühen und anschließend Schoten bilden, die Sie braun und trocken ernten. Achtung: Brassica oleracea kreuzen sich sehr leicht untereinander. Isolieren Sie Ihre Samenträgerpflanze von anderen Kohlarten. Siehe Saatgut aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unser Saatgut an und wählen es aus, wobei der Respekt vor dem Leben unser Leitmotiv ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtnern die Fähigkeit zurückzugeben, Jahr für Jahr Saatgut nachzuziehen, das wirklich ihnen gehört.
Eine seltene Sorte, die den Gemüsegarten in ein Gemälde verwandelt.