Brassica oleracea var. botrytis
Blumenkohl, Weißkohl mit Blütenkopf: Was wir essen, ist weder eine Blüte noch ein Blatt, sondern ein vor der Blüte blockierter Blütenstand – Tausende verkümmerte Blütenknospen, die zu einer kompakten Masse zusammengewachsen sind. Der in Frankreich meistverzehrte Kohl und zugleich der anspruchsvollste im Anbau, denn ein perfekter Kopf gelingt nur bei gleichmäßigen Bedingungen.
Eigenschaften:
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Weißer, kompakter Kopf: mit mildem Geschmack, der beliebteste unter den Kohlarten.
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Anspruchsvoller Anbau: Er verlangt gleichmäßige Bedingungen, belohnt dafür aber großzügig.
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Wärmeempfindlich: Er bevorzugt milden Sonnenschein und fürchtet die sommerliche Trockenheit.
Aussaat-Tipps:
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Standort: sonnig, in warmen Regionen jedoch halbschattig – übermäßige Hitze lässt den Kopf aufplatzen.
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Boden: tiefgründig, frisch, humos und leicht lehmig. Er ist der nährstoffhungrigste unter den Kohlarten: Eine großzügige Gabe gut verrotteten Komposts ist unerlässlich. Zu vermeiden: Anbau an einem Standort, an dem in den vergangenen drei Jahren eine Kohlart gewachsen ist, wegen der Kohlhernie.
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Methode: Säen Sie von März bis April in der Anzucht, 1 cm tief. Siehe wie man Samen aussät.
Pflanztipps:
- Pflanzen Sie die Setzlinge um, sobald sie 10 bis 15 cm hoch sind, mit einem Abstand von 50 bis 70 cm. Setzen Sie sie bis zu den ersten Blättern tief und häufeln Sie den Fuß an.
- Pflanzen Sie bei bedecktem Wetter um und gießen Sie reichlich: Ein schwieriges Anwachsen verhindert dauerhaft die Bildung des Kopfes.
Pflegetipps:
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Der kritische Punkt: Halten Sie den Boden dauerhaft frisch. Blumenkohl verträgt keinerlei Schwankungen – bei Wasserstress bildet er einen winzigen Kopf oder schießt direkt in die Blüte. Mulchen Sie dick und gießen Sie regelmäßig, ohne Staunässe zu verursachen.
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Tipp zum Bleichen: Sobald der Kopf erscheint, legen Sie zwei oder drei große Blätter darüber und brechen Sie sie an der Basis ab. So bleibt er strahlend weiß, statt in der Sonne gelb zu werden.
- Ein direkt nach der Pflanzung aufgelegtes Insektenschutznetz hält Kohlweißling und Kohlfliege fern.
Erntetipps:
- Ernten Sie, sobald der Kopf gut ausgebildet und noch fest geschlossen ist. Warten Sie nicht: Sobald sich die Röschen zu öffnen und Körner zu bilden beginnen, verschlechtern sich Struktur und Geschmack sehr schnell.
- Auch die Blätter und der geschälte Strunk lassen sich zubereiten – werfen Sie nicht die Hälfte der Pflanze weg.
Günstige Kombinationen:
Nutzen für die Artenvielfalt:
- Ein zur Blüte geschossener Blumenkohl entfaltet einen riesigen, äußerst bienenfreundlichen gelben Blütenstand – wenn Ihnen ein Kopf entgeht, lassen Sie ihn lieber blühen, statt ihn herauszureißen.
- Sein üppiges Laub bedeckt den Boden und bietet Laufkäfern und Nützlingen Schutz.
Verwendung:
- Gedämpft, als Gratin, im Ganzen im Ofen geröstet, als samtige Suppe, als Couscous-Alternative oder roh im Salat. Die Blätter lassen sich wie Mangold zubereiten.
Eigenes Saatgut gewinnen:
Lassen Sie einen Kopf zur Blüte schießen und anschließend Schoten bilden, die Sie braun und trocken ernten. Achtung: Brassica oleracea kreuzen sich sehr leicht untereinander (Kohl, Brokkoli, Blumenkohl): Isolieren Sie Ihre Samenträgerpflanze. Siehe Saatgut aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unser Saatgut an und wählen es aus, wobei der Respekt vor dem Leben unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig gereinigt und verpackt werden – ganz ohne chemische Behandlung. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Saatgut auszusäen, das wirklich ihnen gehört.
Der Lieblingskohl der Franzosen – zum Anbau aus samenfestem Saatgut.