Luffa aegyptiaca
Schwammkürbis, Luffa, Loofah, Pflanzenschwamm, Pétole: wahrscheinlich die erstaunlichste Pflanze im Gemüsegarten – die einzige, von der man eher einen Gegenstand als ein Lebensmittel erntet. Ihre reife Frucht enthält ein Fasernetz, das nach dem Entfernen der Schale einen natürlichen, kompostierbaren und langlebigen Schwamm ergibt. Jung geerntet, kann sie wie eine Zucchini gegessen werden.
Eigenschaften:
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Doppelnutzung: junge essbare Früchte, reife Pflanzenschwämme.
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Kräftige Kletterpflanze: Sie erklimmt an einem Rankgerüst problemlos 3 bis 4 Meter.
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Zero Waste: eine angebaute Alternative zu synthetischen Schwämmen, vollständig kompostierbar.
Vorsichtsmaßnahmen:
- Essen Sie nur sehr junge Früchte vor einer Länge von 15 cm: Danach verholzen die Fasern, und die Frucht wird sofort ungenießbar. Eine bitter gewordene Frucht darf nicht verzehrt werden.
- Frostempfindliche, wärmebedürftige Pflanze: In kühlem Klima ist der Anbau im Gewächshaus oder Folientunnel nahezu unerlässlich, um reife Schwämme zu erhalten.
Tipps zur Aussaat:
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Standort: volle Sonne, Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit.
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Boden: nährstoffreich, sandig, tiefgründig und gut drainiert, mit einer großzügigen Kompostgabe. Wie alle Kürbisgewächse benötigt sie sehr viel Wasser und organische Substanz.
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Methode: Ihr Entwicklungszyklus ist lang – fast 5 Monate –, daher früh aussäen, ab März in einem Anzuchttopf bei 25 °C. Weichen Sie die Samen 24 Stunden lang in lauwarmem Wasser ein: Ihre harte Schale verlangsamt sonst die Keimung. Siehe wie man Samen aussät.
Tipps zur Pflanzung:
- Nach den letzten Frösten am Fuß eines stabilen Rankgerüsts auspflanzen. Der Anbau an einem Rankgerüst ist deutlich vorzuziehen: Die Früchte hängen herab, wachsen gerade und verfaulen nicht durch Bodenkontakt.
Tipps zur Pflege:
- Den ganzen Sommer über reichlich und regelmäßig gießen. Den Fuß mulchen.
- Wenn Sie Schwämme gewinnen möchten, sollten Sie die Pflanze auf 4 oder 5 Früchte begrenzen: Wenige gut ausgereifte Früchte sind besser als viele, die nicht vollständig ausreifen.
Tipps zur Ernte:
- Für den Schwamm etwa im Oktober ernten, wenn die Schale braun wird, aufplatzt und die Frucht leicht wird – man hört, wie sich die Samen darin bewegen. Die Schale aufreißen, die Samen herausschütteln, anschließend die Fasern abspülen und vollständig trocknen lassen.
- Für den Verzehr sehr jung ernten, vor einer Länge von 15 cm.
Günstige Kombinationen:
Nutzen für die Biodiversität:
- Ihre großen gelben Blüten sind sehr nektarreich und tagsüber lange geöffnet, wodurch sie im Hochsommer eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen darstellen.
- Wer seinen eigenen Schwamm anbaut, ersetzt einen erdölbasierten Gegenstand durch ein Gartenprodukt, das am Ende seiner Lebensdauer kompostierbar ist.
Verwendung:
- Körperschwamm zum Peelen der angefeuchteten Haut oder Haushaltsschwamm mit Natron, weißem Essig oder schwarzer Seife – er zerkratzt weder Geschirr noch Autolack. Nach jeder Verwendung gründlich ausspülen und trocknen lassen.
- Junge Früchte, wie Zucchini zubereitet, gebraten oder als Curry, eine in Asien verbreitete Verwendung.
Eigene Samen gewinnen:
Das geschieht gewissermaßen bei der Ernte selbst: Wenn Sie die reife Frucht schütteln, um den Schwamm herauszulösen, gewinnen Sie Dutzende flache schwarze Samen. Vor der Aufbewahrung trocknen lassen. Siehe eigene Samen aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie aus, wobei der Respekt vor dem Leben unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und verpackt werden – ganz ohne chemische Behandlung. Unsere Überzeugung: Gärtnern wieder die Fähigkeit zu geben, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Den eigenen Schwamm anbauen: die erstaunlichste Zero-Waste-Geste im Gemüsegarten.