Brassica oleracea var. capitata f. rubra
Rotkohl, Rotkraut, Rotkohlkopf: Seine Farbe stammt von den Anthocyanen, Pigmenten, die die besondere Eigenschaft haben, wie ein pH-Indikator zu reagieren. Geben Sie beim Kochen Essig hinzu, bleibt er leuchtend rot; ohne Säure verfärbt er sich in ein wenig appetitliches Blauviolett. Ein kleines Detail aus der Chemie, das erklärt, warum alle traditionellen Rezepte einen Apfel oder einen Schuss Essig hinzufügen.
Eigenschaften:
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Dichter, farbintensiver Kopf: dicht anliegende, purpurfarbene und sehr knackige Blätter.
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Hervorragende Lagerfähigkeit: Nach der Ernte hält er sich mehrere Monate im Keller.
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Robust: Er verträgt Kälte gut und wird spät in der Saison geerntet.
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Roh oder gekocht: Fein geschnitten im Salat oder lange geschmort, zeigt er zwei ganz unterschiedliche Seiten.
Aussaat:
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Standort: sonnig.
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Boden: tiefgründig, frisch, nährstoffreich und gut mit organischer Substanz versorgt. Wie alle Kohlarten ist er anspruchsvoll: Eine großzügige Gabe gut verrotteten Komposts kommt ihm zugute. Unbedingt vermeiden: An einem Standort anbauen, an dem in den vergangenen drei Jahren eine andere Kohlart gewachsen ist, da die Kohlhernie auftreten kann.
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Methode: Von März bis Juni aussäen – im März und April unter Frühbeetfenstern, von Mai bis Juni direkt ins Freiland – 1 cm tief, im Anzuchtbeet oder in Töpfen. Siehe wie man Samen aussät.
Pflanzung:
- Bei 5 oder 6 Blättern verpflanzen und einen Abstand von 50 bis 60 cm einhalten. Bis zu den ersten Blättern einpflanzen und den Fuß anhäufeln: Der Kopf wird schwer, und die Pflanze kippt leicht um.
Pflege:
- Regelmäßig gießen, da Kohl Trockenheit scheut. Großzügig mulchen.
- Ein direkt nach der Pflanzung aufgelegtes Insektenschutznetz hält Kohlweißling und Kohlfliege wirksam fern – ganz ohne Behandlung.
Ernte:
- Ernten, sobald der Kopf sich fest anfühlt, vor den starken Frösten. Knapp über dem Boden abschneiden und den Strunk in der Erde lassen: Oft bildet er kleine essbare Seitentriebe.
- An der Wurzel aufgehängt in einem kühlen, luftigen Keller hält er sich den ganzen Winter.
Günstige Kombinationen:
Bedeutung für die Biodiversität:
- Seine lange Standzeit erhält bis in den Winter eine Pflanzendecke im Nutzgarten, schützt den Boden und bietet Laufkäfern und Nützlingen Unterschlupf.
- Wenn man ihn im zweiten Jahr blühen lässt, bildet er gelbe, sehr nektarreiche Blütentrauben, die zu Beginn des Frühlings besonders wertvoll sind.
Verwendung:
- Fein geschnitten roh im Salat mit Apfel und Walnüssen oder lange mit Speck und Kastanien geschmort. Denken Sie beim Kochen immer an Säure – Essig, Zitrone oder Apfel –, damit seine Farbe erhalten bleibt. Auch zur Milchsäuregärung eignet er sich sehr gut.
Eigenes Saatgut gewinnen:
Als zweijährige Pflanze bildet er im zweiten Jahr Samen. Lassen Sie eine Pflanze über den Winter im Boden – in kalten Regionen lagern Sie sie im Keller und pflanzen sie im Frühjahr wieder aus – und ernten Sie anschließend die braunen, trockenen Schoten. Brassica oleracea kreuzt sich sehr leicht mit anderen Kohlarten: Isolieren Sie Ihre Samenträgerpflanze. Siehe Saatgut aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unser Saatgut an und wählen es aus, wobei der Respekt vor dem Leben unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in der Lage sein, Jahr für Jahr Saatgut auszusäen, das wirklich ihnen gehört.
Farbe im Nutzgarten – und ein Gemüse, das den ganzen Winter hält.