Cichorium intybus
Wilde Wegwarte, Kapuzinerbart, Bitterzichorie, Christusauge: Diese Pflanze am Wegesrand verdankt ihren Namen „Kapuzinerbart“ einer aus dem 19. Jahrhundert überlieferten Treibtechnik. Dabei wurden ihre Wurzeln in Kellern im Dunkeln kultiviert, um mitten im Winter zarte, weiße Blätter zu erhalten. Ihre reinblauen Blüten halten jeweils nur einen einzigen Vormittag.
Eigenschaften:
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Blaue Blüte: Von Mai bis September erscheinen an hohen, steifen Stängeln zahlreiche Blüten in einem außergewöhnlich schönen Blau.
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Bittere Blätter: In niedrigen Rosetten verleihen sie Salaten einen charaktervollen Geschmack.
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Winterhart und mehrjährig: Ihre tief reichende Pfahlwurzel ermöglicht es ihr, sowohl Trockenperioden als auch Winter zu überstehen.
Aussaat-Tipps:
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Standort: sonnig.
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Boden: gewöhnlich, tiefgründig, eher kalkhaltig und gut durchlässig – sie wächst spontan auf Böschungen und Brachflächen, ein Beweis für ihre Genügsamkeit. Ihre lange Pfahlwurzel bevorzugt lockere, tiefgründige Böden; vermeiden Sie verdichtete oder staunasse Böden. Eine Düngung ist nicht erforderlich.
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Methode: Im Frühjahr direkt an Ort und Stelle in Reihen und 1 cm tief aussäen. Ihre Pfahlwurzel verträgt das Umpflanzen schlecht: Verwenden Sie keine Anzuchttöpfe. Auf 25–30 cm Abstand vereinzeln. Siehe wie man Samen aussät.
Pflegetipps:
- Anspruchslos. Einfaches Hacken und Gießen während sehr trockener Perioden reichen aus.
Ernte-Tipps:
- Ernten Sie die Blätter nach und nach, sobald sie ausreichend entwickelt sind.
- Für Kapuzinerbart: Graben Sie die Wurzeln zu Beginn des Winters aus, pflanzen Sie sie dicht nebeneinander in eine Sandkiste und stellen Sie diese im Dunkeln bei 10–15 °C in einen Keller. Die gebleichten, deutlich weniger bitteren Blätter sind nach 3 bis 4 Wochen erntereif.
Günstige Kombinationen:
Nutzen für die Artenvielfalt:
- Ihre blauen Blüten werden über einen langen Blütezeitraum häufig von Wildbienen und Schwebfliegen besucht.
- Ihre Samen ernähren am Ende der Saison Körner fressende Vögel, insbesondere Stieglitze.
Verwendung:
- Junge Blätter wegen ihres charakteristischen bitteren Geschmacks im Salat oder gebleicht als Kapuzinerbart. Ihre geröstete Wurzel wird traditionell als Kaffeeersatz verwendet.
Eigenes Saatgut ernten:
Lassen Sie einige Stängel Samen bilden: Ernten Sie die trockenen Blütenköpfe am Ende des Sommers und reiben Sie die Samen anschließend zwischen den Fingern heraus. Die Wegwarte sät sich im Garten übrigens gerne selbst aus. Siehe Saatgut aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen und selektieren wir unser Saatgut mit dem Respekt vor dem Leben als Leitgedanken an. In der Nähe der Vulkane der Auvergne wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig gereinigt und ohne jegliche chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Saatgut auszusäen, das wirklich ihnen gehört.
Entdecken Sie mit diesen Samen der wilden Wegwarte einen vergessenen Geschmack des Gemüsegartens neu.