Rumex acetosa
Gewöhnlicher Sauerampfer, Großer Sauerampfer, Surelle, Vinette: Seine ausgeprägte Säure stammt von Oxalsäure, derselben Verbindung wie im Rhabarber. Er gehört zu den wenigen Gemüsepflanzen, bei denen man gezielt die Säure schätzt — er verfeinert die Sauce zu Maifisch und Lachs und verwandelt eine einfache Kartoffelsuppe.
Eigenschaften:
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Ausgeprägt säuerlicher Geschmack: einzigartig im Gemüsegarten, belebt Fisch, Eier, Suppen und Gemüse.
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Robuste mehrjährige Pflanze: Einmal etabliert, liefert sie jahrelang ohne großen Pflegeaufwand Ertrag.
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Sehr frühe Ernte: eines der allerersten Blattgemüse im Frühjahr.
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Überall kultivierbar: im Topf, Kübel, Balkonkasten, auf der Fensterbank, im Beet, Steingarten oder Gemüsegarten.
Vorsichtsmaßnahmen:
- Wie Rhabarber und Spinat sind seine Blätter reich an Oxalaten. Verzehren Sie ihn lieber gelegentlich und in Maßen statt täglich in großen Mengen, und bevorzugen Sie junge Blätter, die weniger Oxalate enthalten. Durch Kochen und die Kombination mit einem Milchprodukt — Sahne, Butter — wird die Wirkung abgeschwächt, was die traditionelle Küche schon lange vor der Chemie erkannt hatte.
- Vermeiden Sie Gefäße aus Gusseisen oder Aluminium, die von seiner Säure angegriffen werden und einen metallischen Geschmack verleihen.
Aussaat-Tipps:
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Standort: Halbschatten oder milde Sonne — volle Sommersonne lässt ihn schnell in Blüte schießen und seine Blätter hart werden.
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Boden: schwer, lehmig, sehr humusreich und frisch, eher neutral bis sauer. Kalk verträgt er schlecht. Er gehört zu den wenigen Pflanzen in diesem Sortiment, die einen schweren Boden schätzen.
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Methode: Säen Sie von März bis Mai oder im September direkt an Ort und Stelle oder in Töpfe, 1 cm tief. Siehe wie man Samen aussät.
Pflanz-Tipps:
- Pikieren Sie die Pflanzen mit einem Abstand von 30 cm. Ein Horst reicht für einen Haushalt völlig aus, da die Pflanze kontinuierlich Ertrag liefert.
Pflege-Tipps:
- Gießen Sie regelmäßig, damit der Boden frisch bleibt: Das verhindert, dass die Pflanze in Blüte schießt.
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Der wichtigste Handgriff: Schneiden Sie die Blütenstängel ab, sobald sie erscheinen. Andernfalls erschöpft sich die Pflanze, ihre Blätter werden hart und die Ernte endet.
- Teilen Sie den Horst alle 3 bis 4 Jahre, um ihn zu verjüngen.
Ernte-Tipps:
- Ernten Sie die äußeren Blätter einzeln und lassen Sie das Herz intakt: Die Pflanze treibt vom Frühjahr bis zum Herbst kontinuierlich neu aus.
- Ernten Sie junge Blätter: Ältere Blätter sind saurer und faseriger.
Vorteilhafte Kombinationen:
- Seine Vorliebe für Halbschatten und schwere Böden macht ihn zu einer guten Bepflanzung für frische Ecken im Garten, in denen die meisten Küchenkräuter scheitern. Siehe unsere essbaren mehrjährigen Pflanzen.
Beitrag zur Biodiversität:
- Er ist die Wirtspflanze der Raupen des Gemeinen Feuerfalters, dieses leuchtend orangefarbenen kleinen Schmetterlings feuchter Wiesen — einen Horst zur Blüte kommen zu lassen, bedeutet, ihm eine Kinderstube zu bieten.
- Seine Samen ernähren im Herbst kleine Körner fressende Vögel.
Verwendung:
- Als cremige Sauce zu Fisch — Lachs mit Sauerampfer ist ein Klassiker —, in Suppen, Omeletts oder mit einigen fein geschnittenen rohen Blättern im Salat. Beim Kochen wird seine Farbe olivgrün, das ist ganz normal.
- Traditionelle Heilpflanze. Siehe unsere Heilpflanzen zur Aussaat.
Eigene Samen ernten:
Lassen Sie einen Blütenstängel vollständig aufblühen und braun werden, und streifen Sie anschließend die Samen über einem Gefäß ab: Die rotbraunen Samen sind zahlreich. Sauerampfer sät sich übrigens gern selbst aus. Siehe Samen aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie aus, wobei der Respekt vor dem Leben unser Leitmotiv ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und verpackt werden — ganz ohne chemische Behandlung. Unsere Überzeugung: Gärtnern wieder die Fähigkeit zu geben, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Die einzige Säure, die man im Gemüsegarten anbaut, erhältlich ab den ersten schönen Frühlingstagen.