Atriplex hortensis
Gartenmelde, auch Spanischer Spinat, Guter Heinrich, Liebeskohl, Riesen-Spinat oder Melde genannt: Sie war das Blattgemüse der europäischen Küchengärten, bevor der Spinat ihren Platz einnahm. Seit dem Mittelalter kultiviert, besitzt sie einen entscheidenden Vorteil gegenüber Spinat: Sie wächst auch im Hochsommer weiter, wenn dieser bereits in Samen geschossen ist.
Eigenschaften:
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Spinatgeschmack: zarte, milde Blätter, roh oder gekocht, ohne Bitterkeit.
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Hitzebeständig: Wo Spinat schießt, wächst sie weiter.
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Sehr lange Erntezeit: von März bis Herbst bei zeitlich gestaffelter Aussaat.
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Große einjährige Pflanze: bis zu 1,50 m hoch, vorübergehend als Windschutz einsetzbar.
Aussaat:
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Standort: sonnig bis halbschattig.
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Boden: frisch, humusreich, locker und kalkfrei. Sie schätzt eine Kompostgabe und verträgt leicht salzige Böden gut – ein Erbe ihrer küstennahen Herkunft.
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Methode: Von März bis September direkt an Ort und Stelle 1 cm tief aussäen. Alle drei Wochen nachsäen, um die Ernte über die gesamte Saison zu verteilen. Siehe wie man Samen aussät.
Pflege:
- Auf 30 cm Abstand vereinzeln. Regelmäßig gießen, damit der Boden frisch und die Blätter zart bleiben.
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Der wichtigste Handgriff: Die Triebe regelmäßig zurückschneiden und die Spitzen auskneifen, um das Schossen zu verzögern. Sobald sich der Blütenstängel bildet, werden die Blätter zäh und die Ernte endet.
Ernte:
- Die jungen Blätter nach und nach von unten beginnend pflücken. Die jüngsten können roh gegessen werden, die größeren werden gekocht.
Günstige Kombinationen:
Nutzen für die Biodiversität:
- Sie verträgt arme und salzige Böden und ermöglicht so den Anbau eines Blattgemüses auf kargen Flächen, auf denen nur wenige Arten gedeihen.
- Wenn sie Samen bildet, ernährt sie im Herbst zahlreiche kleine Körnerfresser unter den Vögeln.
Verwendung:
- Junge Blätter roh im Salat, größere gekocht wie Spinat – in Suppe, Tarte, Auflauf oder mit Knoblauch gedünstet. Beim Kochen bleibt ihre Textur fester als die von Spinat. Siehe unser altes und mehrjähriges Gemüse.
Eigenes Saatgut gewinnen:
Lassen Sie am Ende der Saison eine Pflanze blühen: Sie bildet zahlreiche flache Samen, die von einem papierartigen Deckblatt umgeben sind und trocken geerntet werden. Die Gartenmelde sät sich übrigens gerne selbst aus – überzählige Jungpflanzen können Sie im Frühjahr herausziehen. Siehe Saatgut aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie aus, wobei der Respekt vor dem Leben unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig gereinigt und verpackt werden – ganz ohne chemische Behandlung. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr ihr eigenes Saatgut auszusäen – Saatgut, das wirklich ihnen gehört.
Der Spinat für heiße Sommer, in der klassischen Variante.