Au fil des saisons

Im April säen: Was sollte diesen Monat im Gemüsegarten gepflanzt werden?

Semer en avril : que planter au potager ce mois-ci ?

Der April ist der Monat, in dem im Gemüsegarten die meisten Fehler gemacht werden — gerade weil er dazu verlockt. Die ersten schönen Tage kommen, man holt die Samentütchen hervor und sät Arten aus, die erst nach drei Wochen keimen werden, sofern sie überhaupt keimen.

Die Ursache ist immer dieselbe: Man sät nach der Lufttemperatur, obwohl die Bodentemperatur maßgeblich ist. Im April ist der Unterschied zwischen beiden so groß wie in keinem anderen Monat des Jahres.

Die Regel des Monats: Lesen Sie den Boden, nicht den Kalender

Ein Bodenthermometer kostet ein paar Euro und ersetzt alle Kalender. Stecken Sie es 5 cm tief in den Boden und messen Sie die Temperatur morgens, nicht nachmittags.

Bodentemperatur Was keimt
5–8 °C Erbse, Dicke Bohne, Spinat, Radieschen, Feldsalat, frühe Möhre
8–12 °C Salat, Rote Bete, Zwiebel, Lauch, Kohl, Pastinake, Rübe
12–15 °C Bohne, Mais, Kürbis, Zucchini, Gurke
18 °C und mehr Tomate, Paprika, Aubergine, Basilikum, Melone — im April ausschließlich unter geschütztem Anbau

Der klassische Fehler des Monats: Bohnen am ersten schönen Wochenende aussäen. Die Luft zeigt 20 °C an, der Boden hat 9 °C, und die Samen verfaulen, ohne zu keimen. Warten Sie bis zum Monatsende, gegebenenfalls bis Mai. Eine zehn Tage später gesäte Bohne holt ihren Rückstand innerhalb einer Woche auf.

Die ausführlichen Aussaatmethoden finden Sie unter So säen Sie Ihre Samen.

Was direkt ins Freiland gesät wird

Ab Monatsbeginn

  • Radieschen — 18 bis 25 Tage. Säen Sie lieber alle zwei Wochen eine kleine Reihe statt eine ganze Reihe auf einmal: Das ist das Prinzip der Folgesaaten.
  • Möhren — dünn säen, fein krümeliger Boden, Geduld: drei Wochen bis zur Keimung. Säen Sie ein paar Radieschen in dieselbe Rille, um die Reihe zu markieren.
  • Spinat, Pflücksalat, Rucola, Kresse — kurze Kulturdauer, Ernte ab Mai.
  • Erbsen und Dicke Bohnen — falls das nicht bereits im Herbst geschehen ist.
  • Rote Bete, Rüben, Pastinaken — Pastinaken keimen langsam; verzweifeln Sie nicht vor Ablauf von drei Wochen.
  • Zwiebeln, Schalotten — als Steckzwiebeln.

Gegen Monatsende

  • Buschbohnen — nur, wenn der Boden 12 °C erreicht hat, und in milden Regionen.
  • Kürbisse, Zucchini, Gurken — in Horstsaaten unter Vlies oder besser: in Töpfen vorziehen und im Mai auspflanzen.
  • BlumenRingelblume, Borretsch, Cosmee, Kapuzinerkresse. Jetzt aussäen, damit sie blühen, wenn die Blattläuse kommen — es geht um den richtigen Zeitpunkt, nicht um Dekoration. Siehe Blumen im Gemüsegarten kombinieren.
  • GründüngungPhazelie auf Beeten, die erst im Juni genutzt werden.

Was unter Schutz ausgesät wird

Der April ist der letzte sinnvolle Zeitpunkt, um Fruchtgemüse mit langem Entwicklungszyklus anzuziehen.

  • Tomaten – falls noch nicht im März geschehen, säen Sie jetzt aus. Sie brauchen 18–20 °C und vor allem ab dem Auflaufen viel Licht. Siehe Alte Tomatensorten.
  • Paprika, Chili und Auberginen – dafür ist es bereits spät: Ihr Entwicklungszyklus ist länger als der der Tomate. Säen Sie ohne zu warten an einem warmen Ort aus.
  • Basilikum – mindestens 18–20 °C. Siehe Basilikumsamen.
  • Kürbisse und Gurken – in Töpfen, drei Wochen vor dem Auspflanzen. Säen Sie nicht zu früh: Eine zu weit entwickelte Kürbispflanze wächst nach dem Auspflanzen schlecht weiter.

Die Falle bei der Aussaat im April im Haus: Man hält die Pflanzen nach dem Auflaufen warm. Doch Wärme braucht man zum Keimen, Licht zum Wachsen. Sobald die Keimblätter sichtbar sind, senken Sie die Temperatur und sorgen Sie für möglichst viel Licht – sonst erhalten Sie vergeilte Pflanzen, die ihren Rückstand niemals aufholen.

Die Falle der Spätfröste

Der April vermittelt eine trügerische Sicherheit. In weiten Teilen Frankreichs treten Spätfröste bis Mitte Mai häufig auf, und sie kommen vor allem bei klaren, windstillen Nächten – am Morgen nach einem schönen Tag.

  • Pflanzen Sie nichts Frostempfindliches, bevor die Gefahr gebannt ist: Tomaten, Zucchini, Basilikum, Bohnen. Eine erfrorene Pflanze ist verloren, nicht bloß verspätet.
  • Halten Sie ein Vlies griffbereit – es bringt 2 bis 4 °C zusätzlich, was in den meisten Fällen ausreicht.
  • Hüten Sie sich vor Mulden und Hangfußlagen, in denen sich nachts kalte Luft sammelt. Siehe Planung nach Zonen und Exposition.
  • Gewöhnen Sie Ihre Jungpflanzen ab eine Woche vor dem Auspflanzen: Stellen Sie sie täglich für einige Stunden an einen windgeschützten Ort. Eine Pflanze, die direkt aus dem Haus ins Freie kommt, verliert zwei Wochen.

Die übrigen Arbeiten im Monat

  • Winterbegrünungen beseitigen – mähen Sie sie vor der Samenbildung und lassen Sie das Schnittgut als Mulch liegen. Warten Sie zwei bis drei Wochen, bevor Sie auf diesem Beet aussäen. Siehe Gründüngung aussäen.
  • Die Aussaaten vom März ausdünnen – mühsam, aber entscheidend. Schneiden Sie die Pflänzchen lieber mit der Schere ab, statt sie auszureißen.
  • Mulchen, sobald der Boden erwärmt ist – aber nicht vorher: Eine zu früh aufgebrachte Mulchschicht hält den Boden kalt und verzögert alles.
  • Rankhilfen anbringen, bevor die Pflanzen sie benötigen.
  • Auf Schnecken achten – der April ist ihr Monat. Abends absammeln, trockene Barrieren errichten und vor allem Unterschlüpfe für Laufkäfer schaffen, die ihre Population regulieren.

Die fünf Fehler im April

  1. Nach der Lufttemperatur säen. Der Boden hinkt der Luft mehrere Wochen hinterher. Ein Thermometer schafft Klarheit.
  2. Alles auf einmal säen. Zwanzig Radieschen alle zwei Wochen sind besser als hundert am selben Tag.
  3. Die Pflanzen zu früh ins Freie stellen. Ein Frost Ende April zerstört einen Monat Aussaatarbeit.
  4. Auf völlig durchnässtem Boden arbeiten. Warten Sie, bis er abgetrocknet ist: Eine zusammengedrückte Handvoll darf kein Wasser abgeben und muss beim Öffnen der Hand zerbröseln. Das Betreten eines wassergesättigten Bodens verdichtet ihn für die ganze Saison.
  5. Zu früh mulchen. Lassen Sie die Sonne zunächst die Erde erwärmen.

Häufig gestellte Fragen

Ist es zu spät, im April Tomaten zu säen?

Nein, aber es ist das letzte günstige Zeitfenster. Sie ernten zwei bis drei Wochen später als bei einer Aussaat im März, was dennoch völlig ausreicht. Bei Paprika und Auberginen ist es dagegen wirklich spät.

Kann man direkt säen, statt zu pikieren?

Bei allem mit einer Pfahlwurzel – Karotte, Pastinake, Radieschen, Rote Bete – ist das sogar zwingend erforderlich. Bei Fruchtgemüse ist die Aussaat im Anzuchttopf im April weiterhin vorzuziehen: So lässt sich die Temperatur besser kontrollieren.

Woran erkennt man, ob der Boden warm genug ist?

Ein Bodenthermometer in 5 cm Tiefe, morgens. Falls Sie keines haben, gibt es einen alten Anhaltspunkt: Wenn Löwenzahn massenhaft blüht, liegt die Bodentemperatur bei etwa 10 °C; wenn der Flieder blüht, nähert sie sich 15 °C.

Muss man im April gießen?

Ja, Aussaaten sollten regelmäßig mit feinem Sprühregen gegossen werden: Ein Samen, der quillt und anschließend austrocknet, stirbt ab. Bereits etablierte Kulturen dagegen nur selten – die Wintervorräte des Bodens sind noch vorhanden.

Was tun, wenn es nach meiner Aussaat friert?

Samen in der Erde sind normalerweise nicht gefährdet. Es sind die aufgegangenen Jungpflanzen, die leiden. Decken Sie sie abends mit einem Vlies, einem Karton oder einem umgedrehten Eimer ab und entfernen Sie die Abdeckung morgens.

Das Wichtigste auf einen Blick

Orientieren Sie sich eher an der Bodentemperatur als am Kalender, säen Sie lieber in mehreren Etappen statt alles auf einmal und halten Sie bis Mitte Mai ein Vlies griffbereit. Der April belohnt Geduld: Die zehn Tage, die man durch Warten zu verlieren glaubt, holt man mit einer Woche Wachstum wieder auf.

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