Weniger gießen, genauso viel produzieren? Das ist möglich.
In einem Kontext wiederkehrender Dürren, Gießverboten und dem Wunsch nach Autonomie suchen immer mehr Gärtner danach, ohne Wasserabhängigkeit anzubauen. Gute Nachricht: Ein Gemüsegarten ohne Bewässerung ist kein Wunschtraum. Es ist eine Realität, besonders in der Permakultur, wo der Boden genährt, geschützt und so strukturiert wird, dass er die Feuchtigkeit natürlich speichert.
Hier ist ein umfassender Leitfaden, um einen wassersparenden Gemüsegarten mit drei Säulen zu gestalten: Mulch, Abdeckung und Bodendeckerpflanzen.
1. Mulch: Was ist das?
Der Begriff „Mulch“ bezeichnet jedes organische oder mineralische Material, das auf die Bodenoberfläche aufgebracht wird, um sie zu schützen. Das Ziel? Nachzuahmen, was im Wald passiert, wo der Boden immer mit abgestorbenen Blättern, Zweigen und Humus bedeckt ist.
Ein guter Mulch ermöglicht:
- Die Verdunstung des im Boden enthaltenen Wassers zu reduzieren.
- Das Wachstum konkurrierender Unkräuter zu verlangsamen.
- Das mikrobielle Leben zu fördern.
- Temperaturschwankungen abzufedern.
2. Abdeckung: Welche Materialien verwenden?
Abdeckung ist eine Form von Mulch, aber spezifischer für den Gemüsegarten. Hier sind die am häufigsten verwendeten Materialien – und die, die wir empfehlen:
🌾 Lokale organische Materialien
- Getreidestroh: leicht, verfügbar, ideal für Sommerkulturen.
- Geschnittenes Heu: nährstoffreicher, kann aber Samen enthalten.
- Abgestorbene Blätter: im Herbst reichlich vorhanden, kohlenstoffreich.
- Mähgut (vorher getrocknet, um Fermentation zu vermeiden).
- Zerkleinertes Frischholz (BRF): ausgezeichnet für Dauerkulturen.
♻️ Wiederverwertete Materialien
- Unbedruckter brauner Karton: als Schicht unter der Abdeckung, um Unkraut zu ersticken.
- Zeitungspapier in kleinen Mengen (vermeiden Sie bunte Druckfarben).
Eine gute Abdeckung sollte luftig, dick (5 bis 10 cm) und im Laufe der Saison erneuert werden. Sie ersetzt nicht nur intensives Gießen, sondern auch regelmäßiges Jäten.
3. Bodendeckerpflanzen: Verbündete des trockenen Bodens
Bodendeckerpflanzen sind ausgebreitete Pflanzen, die den Boden schützen, Erosion reduzieren und Feuchtigkeit bewahren. Sie sind besonders nützlich in einem Gemüsegarten, der auf Wasserersparnis ausgelegt ist.
🌱 Essbare Bodendecker
- Feldsalat: ideal im Herbst und Winter.
- Cubanische Claytone: wächst am Fuß von Tomaten, bedeckt schnell.
- Goldportulak: bedeckt den Boden und wird als Salat gegessen.
🌼 Bienenfreundliche oder nützliche Bodendecker
- Ringelblume: schützt, zieht Bestäuber an.
- Zwerg-Weißklee: bindet Stickstoff, erstickt Unkraut.
- Phacelia: wächst schnell, zieht Nützlinge an.
4. Optimierung der Wasserbewirtschaftung
Zusätzlich zu Abdeckung und Bodendeckern hier einige Tipps, um Wasser in Ihrem Gemüsegarten zu sparen:
- Dicht pflanzen (versetzt), um natürlichen Schatten zu schaffen.
- Bevorzugen Sie punktuelles, aber tiefes Gießen, wenn nötig, mit Tropfbewässerung oder umgedrehter Flasche.
- Verwenden Sie nicht salzhaltiges Küchenwasser wieder (Gemüsekochwasser, Obstwaschwasser).
- Regenwasser in Eimern oder Kanistern sammeln, auch auf der Terrasse.
5. Für trockene Gebiete geeignete Kulturen
Einige Pflanzen sind von Natur aus dürreresistenter als andere. Hier einige Sorten, die bevorzugt werden sollten:
- Laufende Kürbisse (breiter Fuß, guter natürlicher Bodendecker).
- Trockene Bohnen (geringerer Wasserbedarf nach der Blüte).
- Rote Bete, Sommerlauch, Kichererbsen.
Fazit
Ein Gemüsegarten ohne Bewässerung ist kein verlassener Garten, ganz im Gegenteil. Es ist ein sorgfältig durchdachter Garten, in dem jede Aktion (Abdecken, Bedecken, dichtes Pflanzen) eine künstliche Intervention ersetzt. Dank Mulch, Abdeckung und Begleitpflanzen können Sie produzieren und dabei den natürlichen Wasserkreislauf respektieren.
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