🌿 Gründünger: die Erde natürlich nähren
Gründünger sind Pflanzen, die nicht zur Ernte, sondern zur Ernährung, zum Schutz und zur Regeneration des Bodens ausgesät werden. Einmal etabliert, wachsen sie schnell, bedecken den Boden und werden dann gemäht oder untergegraben, um ihre organische Substanz dem Boden zurückzugeben.
Unverzichtbar in der Permakultur und im nachhaltigen Gartenbau ermöglichen Gründünger den Verzicht auf chemische Dünger, verbessern die Bodenfruchtbarkeit, verringern Erosion und fördern das Bodenleben. Ein einfaches, effektives Werkzeug, das für alle Arten von Gemüsegärten geeignet ist.
✅ Warum Gründünger aussäen?
-
Bodenstrukturierung: einige Pflanzen haben kräftige Wurzeln, die den Boden auf natürliche Weise lockern, ohne zu graben.
-
Fixierung von atmosphärischem Stickstoff: dank der Fabaceae (wie Klee oder Luzerne) wird Stickstoff aus der Luft aufgenommen und im Boden freigesetzt.
-
Unkrautbegrenzung: eine dichte Pflanzenbedeckung hemmt das Wachstum von "Unkraut".
-
Schutz des nackten Bodens: gegen Frost, Verdunstung und Bodenverdichtung durch Regen.
-
Förderung des mikrobiellen Lebens: durch die Zufuhr von frischer organischer Substanz, die für Regenwürmer und nützliche Bakterien förderlich ist.
🌱 Welche Pflanzen eignen sich als Gründünger?
Hier sind einige Sorten die wir zum Verkauf anbieten und die Sie leicht in Ihren Anbauplan integrieren können:
💜 Phacélie
-
Sehr schnelles Wachstum, in 6 bis 8 Wochen.
-
Mellifere Pflanze, ideal zum Anlocken von Bestäubern.
-
Sehr geringes Krankheitsrisiko, da sie nicht zu den üblichen Gemüsepflanzenfamilien gehört.
-
Von März bis Oktober zu säen.
🍀 Weißklee oder Rotklee
-
Ausgezeichneter Stickstofffixierer.
-
Langsames, aber dichtes Wachstum, exzellente Winterabdeckung.
-
Aussaat im Frühling oder Herbst.
🌾 Roggen, Hafer, Weizen, schwarzer Sorgho
-
Perfekt im Herbst zum Schutz des Bodens im Winter.
-
Sehr tiefreichende, strukturierende Wurzeln.
🌼 weißer Senf
-
Blitzkeimung: Keimung in wenigen Tagen.
-
Zwischen zwei Frühlings- oder Sommerkulturen zu säen.
-
👉 Vor oder nach Kohl (gleiche Pflanzenfamilie) zu vermeiden.
💚 Luzerne
-
Bindet Stickstoff, lockert den Boden tiefgründig, lange Deckdauer.
-
Ideal für erschöpfte oder verdichtete Parzellen.
📅 Wann grün düngen säen?
Jahreszeit | Empfohlene Sorten |
---|---|
Frühling | Phacelia, weißer Senf, roter Klee |
Sommer | Senf nach der Ernte von Kartoffeln oder Knoblauch; Phacelia als Nachsaat |
Herbst | Roggen, Hafer, weißer Klee |
Tipp: Säen Sie breitwürfig oder in Reihen. Decken Sie leicht ab, gießen Sie und lassen Sie die Natur arbeiten.
✂️ Wann und wie schneiden?
-
Vor der Blute, um zu vermeiden, dass sie aussamen (außer Sie möchten Blumen).
-
Schneiden Sie knapp über dem Boden oder mähen Sie, dann:
-
lassen Sie es vor Ort als Mulch trocknen;
-
oder leicht in den Boden einarbeiten (leichte Bearbeitung mit der Klaue).
-
-
Warten Sie 2 bis 4 Wochen, bevor Sie eine neue Kultur säen, damit sich das Material zersetzt.
🪴 Wo im Gemüsegarten einbinden?
Gründünger lassen sich einbinden in:
-
zwischen zwei Hauptkulturen, bei Fruchtfolgen,
-
auf zeitweilig freien Flächen, die auf Belegung warten,
-
in Ruhezonen (Brache oder ermüdeter Boden),
-
in Hügelbeeten, Lagenbeeten, Kästen oder urbanen Pflanzkästen.
🌾 Fazit
Gründünger auszusäen bedeutet, dem Boden eine regenerative Pause zu gönnen und ihn gleichzeitig auf die folgenden Kulturen vorzubereiten. Eine einfache, wirtschaftliche und ökologische Maßnahme, die jedem Gartenliebhaber zugänglich ist, vom Balkon bis zum Feld.
Einen Kommentar hinterlassen
Diese Website ist durch hCaptcha geschützt und es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von hCaptcha.