Fagus sylvatica
Rotbuche, auch Gemeine Buche oder Blutbuche genannt: Unter einem Buchenbestand wächst fast nichts. Ihr dichtes Laub fängt nahezu das gesamte Licht ab und schafft diese kathedralenartigen Unterwälder mit einem von kupferfarbenen Blättern bedeckten Boden, die mit keinem anderen Wald zu verwechseln sind. Ein majestätischer Baum und Wahrzeichen der europäischen gemäßigten Wälder.
Eigenschaften:
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Majestätischer Baum: im ausgewachsenen Zustand über 30 Meter hoch, mit einem charakteristischen, glatten, silbergrauen Stamm.
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Bemerkenswertes Laub: im Frühjahr zartgrün und seidig, im Herbst leuchtend kupferfarben.
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Königin der geschnittenen Hecke: Als Hecke geschnitten, behält sie den ganzen Winter über ihr trockenes Laub – eine ganzjährig blickdichte Hecke, ohne immergrün zu sein.
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Sehr winterhart: bis -25 °C.
Aussaat-Tipps:
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Standort: Halbschatten bis sonnig; als junger Baum schätzt sie den Schatten anderer Bäume.
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Boden: tiefgründig, frisch, gut durchlässig, vorzugsweise kalkhaltig oder neutral. Entscheidend: Ihre oberflächennahen Wurzeln leiden stark unter sommerlicher Trockenheit – sie braucht einen Boden, der frisch bleibt. Staunässe und verdichtete Böden verträgt sie nicht.
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Methode: Eine Kaltstratifikation von 60 bis 90 Tagen (1 bis 5 °C, feuchter Sand) ist erforderlich. Am natürlichsten ist es, die Bucheckern im Herbst direkt ins Freiland zu säen und den Winter wirken zu lassen. 2–3 cm tief aussäen.
Pflanz-Tipps:
- Junge Pflanzen an ihren endgültigen Standort verpflanzen: Die Buche verträgt das Umpflanzen schlecht, sobald sie größer ist. In der Hecke mit 40 cm Abstand pflanzen.
- Junge Pflanzen in den ersten Jahren vor direkter Sonne schützen: In der Natur wachsen sie im Schatten ausgewachsener Bäume.
Pflegetipps:
- In den ersten Jahren großzügig mulchen und während trockener Perioden gießen. Hecken am Ende des Sommers schneiden, niemals im Frühjahr.
Förderliche Kombinationen:
- In einer naturnahen Hecke oder einem vielfältigen Gehölzbestand wächst sie ganz natürlich zusammen mit Hainbuche, Eiche, Hasel oder Feldahorn. Zu ihren Füßen gedeihen nur Pflanzen, die dichten Schatten vertragen.
Nutzen für die Biodiversität:
- Ihre Bucheckern ernähren Eichhörnchen, Wühlmäuse, Eichelhäher, Finken und Wildschweine – eine wichtige Ressource der Wälder im Herbst.
- Sie bildet mit zahlreichen Pilzen Mykorrhiza-Gemeinschaften, darunter Steinpilze und Pfifferlinge – siehe Waldpilze kultivieren.
- Ihre alten, hohlen Stämme bieten Eulen, Fledermäusen und holzbewohnenden Insekten Unterschlupf – einer seltenen und bedrohten Tierwelt.
Verwendung:
- Hohe geschnittene Hecken, naturnahe Gehölzbestände, Baumparks. Ihr hartes, gleichmäßiges Holz ist im Tischler- und Möbelbau sowie als Brennholz sehr begehrt. Die jungen Blätter im Frühjahr sind als Salat essbar.
Symbolik:
Die Buche ist in keltischen und germanischen Traditionen der Baum des Wissens: Die ersten Runen wurden auf Tafeln aus ihrem Holz geritzt, und das deutsche Wort Buch soll von Buche abstammen.
Eigenes Saatgut ernten:
Bucheckern im Herbst vom Boden sammeln, noch in ihrer vierklappigen Fruchthülle. Säen Sie sie rasch aus: Beim Trocknen verlieren sie schnell ihre Keimfähigkeit. Achtung: Die Buche trägt nur alle 4 bis 8 Jahre reichlich Früchte. Siehe Saatgut aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unser Saatgut an und wählen es aus, wobei der Respekt vor dem Leben unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimrate geprüft, sorgfältig sortiert und ohne chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Saatgut auszusäen, das wirklich ihnen gehört.
Pflanzen Sie einen Baum, der Sie um mehrere Jahrhunderte überleben wird.