Brassica oleracea var. gemmifera „Sanda“
Rosenkohl Sanda, Brüsseler Kohl, Rosettenkohl: Seine kleinen Röschen sind keine Früchte, sondern Achselknospen – eine pro Blattachsel entlang des Stängels. Als Verbesserung der Sorte Rosny ist Sanda mittelspät, sehr frosthart und bildet 20 bis 75 kleine Kohlröschen pro Pflanze.
Eigenschaften:
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Sehr ertragreich: 20 bis 75 Röschen pro Pflanze, mit relativ gebündelter Reife.
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Halbhoher Wuchs: leichter zu stützen als hohe Sorten, mit violetten Blattstielen.
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Feste Röschen: dicht und fest, daher gut lagerfähig.
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Sehr frosthart: kann mitten im Winter geerntet werden, wenn der Gemüsegarten ruht.
Aussaat:
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Standort: sonnig.
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Boden: tiefgründig, frisch, nährstoffreich und vor allem gut festgetreten. Das ist eine Besonderheit des Rosenkohls: In zu lockerem oder zu stickstoffreichem Boden bleiben die Röschen locker und „blättrig“, statt sich zu schließen. Vermeiden Sie frischen Mist und verwenden Sie lieber im vergangenen Herbst ausgebrachten Kompost.
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Methode: Von April bis Mai im Anzuchtbeet 1 cm tief aussäen. Die Kultur dauert lange: Säen Sie früh für eine winterliche Ernte. Siehe wie man Samen aussät.
Pflanzung:
- Pikieren Sie die Pflanzen mit 5 oder 6 Blättern und halten Sie einen Abstand von 60 bis 70 cm ein. Bis zu den ersten Blättern einpflanzen, anhäufeln und die Erde am Fuß der Pflanze fest andrücken – eine schlecht verankerte Pflanze kippt unter dem Gewicht um und trägt schlecht.
Pflege:
- Während des Wachstums regelmäßig gießen. Ein bereits bei der Pflanzung angebrachtes Insektenschutznetz hält Kohlweißling und Kohlfliege fern.
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Tipp zum Saisonende: Kürzen Sie im Oktober die Spitze der Pflanze. Dadurch wird der Saft in die Röschen geleitet, die innerhalb weniger Wochen größer und fester werden.
Ernte:
- Ernten Sie ab dem Spätherbst und über den Winter hinweg portionsweise, beginnend mit den unteren Röschen, die weiter entwickelt sind. Lösen Sie sie mit einer Drehbewegung ab.
- Warten Sie möglichst auf die ersten Fröste: Die Kälte wandelt Stärke in Zucker um und mildert den Geschmack deutlich.
Günstige Mischkultur:
Bedeutung für die Biodiversität:
- Seine lange Präsenz im Gemüsegarten, vom Frühjahr bis zum Ende des Winters, sorgt für eine dauerhafte Pflanzendecke, die den Boden schützt und Nützlingen Unterschlupf bietet.
- Wenn er im zweiten Jahr zur Blüte stehen gelassen wird, bildet er gelbe, sehr nektarreiche Blütentrauben, die zu Beginn des Frühjahrs besonders wertvoll sind.
Verwendung:
- Gedämpft und anschließend mit Speckwürfeln oder Haselnüssen in der Pfanne geschwenkt, halbiert im Ofen geröstet oder roh fein geschnitten im Salat. Vermeiden Sie langes Kochen in Wasser, das für seinen schlechten Ruf verantwortlich ist.
Eigenes Saatgut gewinnen:
Als zweijährige Pflanze bildet er im zweiten Jahr Samen: Lassen Sie nach der Ernte eine Pflanze im Boden, sie blüht im Frühjahr. Ernten Sie die braunen, trockenen Schoten. Achtung: Brassica oleracea kreuzen sich sehr leicht miteinander – isolieren Sie Ihre Samenträgerpflanze. Siehe Saatgut aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen und selektieren wir unser Saatgut mit dem Respekt vor dem Leben als Leitgedanken an. In der Nähe der Vulkane der Auvergne wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Saatgut auszusäen, das wirklich ihnen gehört.
Bis zu 75 kleine Kohlröschen pro Pflanze, mitten im Winter geerntet.