Brassica oleracea var. capitata
Weißkohl, Weißkraut, Kopfkohl, glatter Kohl: Das ist der Kohl schlechthin, aus dem Sauerkraut und sämtliche bäuerlichen Eintöpfe hervorgegangen sind. Seine glatten, dicht aneinanderliegenden Blätter bilden einen festen Kopf, der sich monatelang lagern lässt – und seine außergewöhnliche Winterhärte bis -15 °C und darüber hinaus machte ihn früher zur Lebensversicherung für die winterliche Ernährung.
Eigenschaften:
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Glatter, fester Kopf: dicht aneinanderliegende, weiße bis hellgrüne, sehr knackige Blätter.
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Sehr winterhart: Er verträgt -15 °C und mehr ohne Schutz.
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Nahezu durchgehender Anbau: gestaffelte Aussaaten von Februar bis September, je nach Region.
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Altes Gemüse: eines der ältesten in Europa kultivierten und zugleich eines der unkompliziertesten Gemüse.
Aussaat-Tipps:
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Standort: Im Norden sonnig, im Süden halbschattig.
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Boden: tiefgründig, frisch, nährstoffreich und leicht kalkhaltig. Bringen Sie im Herbst vor der Kultur gut verrotteten Mist und reifen Kompost aus – Kohl ist nährstoffhungrig, verträgt aber zum Zeitpunkt der Pflanzung kein frisches organisches Material. Vermeiden Sie den Anbau dort, wo in den vergangenen drei Jahren ein Kohlgewächs stand, da die Kohlhernie auftreten kann.
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Methode: Ab Februar unter Schutz aussäen, anschließend von März bis Juni im Anzuchtbeet oder für Frühjahrsernten von Mitte August bis September. 1 cm tief. Siehe wie man Samen aussät.
Pflanz-Tipps:
- Pikieren Sie die Pflanzen mit 5 oder 6 Blättern und halten Sie einen Abstand von 50 bis 60 cm ein. Pflanzen Sie sie bis zu den ersten Blättern ein und häufeln Sie den Fuß an: Der Kopf wird schwer und die Pflanze kann umknicken.
Pflege-Tipps:
- Gießen Sie regelmäßig, da Kohl Trockenheit nicht gut verträgt. Mulchen Sie großzügig.
- Ein bereits bei der Pflanzung aufgelegtes Insektenschutznetz hält Kohlweißling und Kohlfliege wirksam fern – ganz ohne Behandlung.
Ernte-Tipps:
- Ernten Sie nach Bedarf, sobald der Kopf sich fest anfühlt. Schneiden Sie ihn direkt über dem Boden ab und lassen Sie den Strunk in der Erde: Häufig bildet er kleine essbare Seitentriebe.
- An der Wurzel aufgehängt in einem kühlen, gut belüfteten Keller hält er sich den ganzen Winter.
Günstige Kombinationen:
Nutzen für die Biodiversität:
- Seine winterliche Präsenz erhält dort eine Pflanzendecke, wo der Boden sonst unbedeckt wäre, schützt den Boden und bietet Laufkäfern und Nützlingen Unterschlupf.
- Wenn man ihn im zweiten Jahr blühen lässt, bildet er gelbe, sehr nektarreiche Blütentrauben, die zu Beginn des Frühjahrs besonders wertvoll sind.
Verwendung:
- Für Sauerkraut, Eintöpfe, Rohkostsalat, Kohlrouladen oder geschmort. Er ist der ideale Kohl für die Milchsäuregärung: fein geschnitten, gesalzen und in ein Glas gedrückt, hält er sich monatelang und wird bekömmlicher.
Eigenes Saatgut gewinnen:
Als zweijährige Pflanze bildet er im zweiten Jahr Samen. Lassen Sie eine Pflanze über den Winter im Boden und ernten Sie anschließend die braunen, trockenen Schoten. Tipp: Schneiden Sie den Kopf im Frühjahr kreuzförmig ein, damit der Blütenstängel leichter austreiben kann. Achtung: Brassica oleracea kreuzen sich untereinander sehr leicht – isolieren Sie Ihre Samenträgerpflanze. Siehe Saatgut aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unser Saatgut an und wählen es aus, wobei der Respekt vor allem Lebendigen unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig gereinigt und ohne chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Saatgut auszusäen, das wirklich ihnen gehört.
Der Kohl für Eintöpfe und Sauerkraut – unverwüstlich im Gemüsegarten.