Capsicum chinense
Bhut-Jolokia-Pfeffer, Geisterpfeffer, Ghost Pepper, Naga Jolokia: Er wird in Assam und Nagaland im Nordosten Indiens angebaut und hielt von 2007 bis 2011 den offiziellen Titel des schärfsten Pfeffers der Welt, bevor er von noch extremeren Sorten übertroffen wurde. Mit durchschnittlich rund 900.000 Scoville-Einheiten liegt er weiterhin weit oben in der weltweiten Rangliste – ein Pfeffer, den man nicht einfach mitkocht, sondern vorsichtig dosiert.
Eigenschaften:
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Extreme Schärfe: durchschnittlich etwa 900.000 Scoville-Einheiten, mit gemessenen Spitzenwerten von über einer Million – also zwanzig- bis dreißigmal schärfer als ein Cayennepfeffer.
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Runzelige Früchte: 6 bis 8 cm lang, mit der charakteristisch gefalteten Haut, die sich von Grün zu Orangerot verfärbt.
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Verzögerte Schärfe: Als Besonderheit dieser Sorte nimmt das Brennen innerhalb von 30 bis 45 Sekunden allmählich zu und hält anschließend lange an.
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Für den Anbau im Topf geeignet: So kann die Pflanze im Herbst ins Haus geholt und mehrere Jahre kultiviert werden.
Vorsichtsmaßnahmen – vor jeder Handhabung unbedingt lesen:
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Das Tragen von Handschuhen ist unerlässlich, sowohl bei frischen als auch bei getrockneten Früchten und bei den Samen. In dieser Konzentration verursacht Capsaicin tatsächlich Hautverbrennungen; auch mehrere Stunden später ist trotz Abwaschens mit Wasser eine Übertragung in die Augen möglich.
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Schneiden Sie diese Früchte niemals in einem geschlossenen Raum. Die entstehenden Dämpfe sind mit denen eines Tränengassprays vergleichbar: Öffnen Sie die Fenster, beugen Sie sich nicht darüber und verlassen Sie den Raum, wenn Sie Atembeschwerden verspüren.
- Waschen Sie Ihre Hände mit Seife und Öl – Capsaicin ist fettlöslich und lässt sich mit Wasser allein nicht entfernen.
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Bewahren Sie Früchte, Samen und Pflanzen außerhalb der Reichweite von Kindern auf. Eine versehentliche Aufnahme bei dieser Schärfe ist nicht harmlos.
- Bei Brennen im Mund: fetthaltige Milchprodukte, Brot oder Öl. Niemals Wasser, da es das Capsaicin nur verteilt.
- Dosieren Sie stückweise – niemals eine ganze Frucht. Eine Messerspitze genügt für ein Familiengericht.
Tipps zur Aussaat:
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Standort: volle Sonne, warm und geschützt. In kühlem Klima wird der Anbau im Topf oder Gewächshaus dringend empfohlen.
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Boden: nährstoffreich, locker und gut durchlässig, mit reifem Kompost angereichert. Staunässe wird nicht vertragen.
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Methode: Säen Sie ab Februar im Haus bei 28-30 °C aus. Das ist der kritische Punkt: Diese Sorte keimt unterhalb von 25 °C sehr langsam und schlecht – rechnen Sie mit drei bis vier Wochen, manchmal länger. Eine Heizmatte macht einen großen Unterschied. Siehe So säen Sie Ihre Samen aus.
Tipps zum Pflanzen:
- Pikieren Sie die Pflanzen, sobald die Nachttemperaturen über 14 °C liegen, mit einem Abstand von 50 cm. Anders als bei Tomaten gilt: Begraben Sie den Stängel nicht – der eingegrabene Wurzelhals fault.
- Der Zyklus ist lang – rechnen Sie mit 120 bis 150 Tagen bis zu den ersten reifen Früchten. Der Anbau in einem großen Topf ermöglicht es, die Pflanze ins Haus zu holen und die Ernte zu sichern.
Tipps zur Pflege:
- Gießen Sie regelmäßig am Fuß der Pflanze, aber nicht zu viel. Mulchen Sie, um die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten.
- Ein leichter Wasserstress am Ende des Wachstumszyklus erhöht den Capsaicingehalt zusätzlich – bei dieser Sorte ist dabei besondere Vorsicht geboten.
- Holen Sie den Topf vor dem ersten Frost ins Haus: Der Pfeffer ist mehrjährig und produziert im zweiten Jahr früher und reichlicher.
Tipps zur Ernte:
- Ernten Sie mit einer Gartenschere und mit Handschuhen, sobald die Früchte kräftig orangerot und runzelig sind.
- Sie können getrocknet, im Ganzen eingefroren oder zu Sauce verarbeitet werden. Beschriften Sie jeden Behälter sehr deutlich: Ein nicht gekennzeichnetes Glas Bhut Jolokia ist ein Unfall, der nur darauf wartet zu passieren.
Günstige Kombinationen:
Beitrag zur Biodiversität:
- Seine kleinen weißen Blüten werden den ganzen Sommer über von Honigbienen, Wildbienen und Hummeln besucht.
- Als traditionelle Sorte aus Assam und Nagaland, die in Europa noch selten ist, trägt ihr Anbau und die erneute Aussaat ihrer Samen dazu bei, ein fernes gärtnerisches Kulturerbe lebendig zu halten. Siehe unsere seltenen und ungewöhnlichen Samen.
Verwendung:
- Hausgemachte scharfe Saucen, Currys aus dem Nordosten Indiens, Öle und Pickles. Immer nur stückweise dosieren. Er wird auch für Wettbewerbssaucen verwendet, bei denen seine verzögerte Schärfe ihre volle Wirkung entfaltet.
Eigene Samen gewinnen:
Öffnen Sie eine gut gereifte Frucht mit Handschuhen in einem gut belüfteten Raum, entnehmen Sie die Samen und trocknen Sie sie flach ausgebreitet. Achtung: Paprikapflanzen kreuzen sich leicht mit benachbarten Sorten. Isolieren Sie daher Ihre Samenträgerpflanze. Beschriften Sie das Tütchen eindeutig. Siehe Samen aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie aus, wobei der respektvolle Umgang mit der Natur unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Der Geisterpfeffer aus Assam: mit Bedacht anbauen und entsprechend dosieren.