Lagenaria siceraria
Flaschenkürbis, Kalebassenkürbis, Pilgerflasche: Nur wenige Kulturpflanzen haben eine derart lange Geschichte. Der Kalebassenkürbis gehört zu den allerersten Pflanzen, die von der Menschheit vor über 10.000 Jahren domestiziert wurden. Seine ausgehöhlten und getrockneten Früchte dienten auf nahezu allen Kontinenten als Gefäße, Musikinstrumente oder rituelle Gegenstände.
Eigenschaften:
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Kräftige einjährige Kletterpflanze: Ihre Triebe können über 4 Meter lang werden und Zäune, Pergolen und Rankgitter innerhalb einer einzigen Saison begrünen.
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Nachtblühende Blüten: Eine seltene Besonderheit: Die großen weißen Blüten öffnen sich in der Abenddämmerung und verwelken am Morgen.
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Dekorative Früchte: Sie sind rund oder flaschenförmig und werden eher zur Dekoration und für handwerkliche Arbeiten als zum Kochen angebaut.
Vorsichtsmaßnahmen:
- Wie bei anderen Kürbisgewächsen kann eine sehr bitter schmeckende Frucht hohe Konzentrationen natürlicher Verbindungen enthalten, die das Verdauungssystem reizen: Essen Sie niemals eine Kalebasse oder einen Kürbis, der bitter schmeckt.
Aussaat-Tipps:
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Standort: volle Sonne und Wärme; die Pflanze ist kälteempfindlich und stellt hohe Ansprüche an die Lichtverhältnisse.
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Boden: nährstoffreich, tiefgründig, frisch und gut durchlässig. Sie ist eine sehr nährstoffhungrige Pflanze: Mit reifem Kompost angereicherter Boden ist ein echter Vorteil, und eine Pflanzung am Rand eines Komposthaufens liefert spektakuläre Ergebnisse.
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Methode: Säen Sie 3 bis 4 Wochen vor den letzten Frösten in Töpfe im Haus (mindestens 20 °C). Ein 12- bis 24-stündiges Einweichen in lauwarmem Wasser macht die dicke Samenschale weicher und beschleunigt das Auflaufen deutlich. Siehe wie man Samen aussät.
Pflanztipps:
- Pflanzen Sie nach den letzten Frösten aus. Halten Sie dabei einen Abstand von mindestens 1 Meter zwischen den Pflanzen ein und setzen Sie sie an eine stabile Rankhilfe: Reife Früchte sind schwer.
Pflegetipps:
- Während der gesamten Wachstumszeit regelmäßig und großzügig direkt am Fuß der Pflanze gießen, ohne das Laub zu benetzen. Eine dicke Mulchschicht hält den Boden frisch.
Ernte-Tipps:
- Für dekorative Zwecke lassen Sie die Früchte bis zu den ersten Frösten an der Pflanze. Hängen Sie sie anschließend mehrere Monate an einem trockenen Ort auf: Sie trocknen von selbst aus und werden hart.
Nutzen für die Biodiversität:
- Die großen weißen Blüten, die sich bei Einbruch der Dunkelheit öffnen, werden von Nachtfaltern bestäubt – eine wertvolle Nahrungsquelle für eine im Garten oft vergessene Tierwelt.
Verwendung:
- Nach dem Trocknen (4 bis 5 Monate nach der Aussaat) werden die ausgehöhlten Früchte zur Herstellung von Gefäßen, dekorativen Gegenständen oder handgefertigten Musikinstrumenten verwendet.
Eigenes Saatgut gewinnen:
Lassen Sie die Früchte vollständig trocknen, bis die Schale hart ist und die Samen im Inneren klappern, wenn man die Frucht schüttelt. Öffnen Sie sie anschließend, um die flachen Samen zu entnehmen, und bewahren Sie diese gut trocken auf. Achtung: Kürbisgewächse kreuzen sich leicht untereinander. Isolieren Sie daher Ihre Samenträger. Siehe Saatgut aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unser Saatgut an und wählen es mit dem Respekt vor dem Leben als Leitgedanken aus. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Saatgut auszusäen, das wirklich ihnen gehört.
Der Verkauf ist Hobbygärtnern vorbehalten, die Qualität und Authentizität suchen.