Coriandrum sativum
Koriander, arabische Petersilie, chinesische Petersilie, Cilantro: Nur wenige Pflanzen spalten die Gemüter so sehr. Ein Teil der Bevölkerung empfindet seine Blätter als seifig – eine tatsächlich genetisch bedingte Besonderheit, die mit einem Geruchsrezeptor zusammenhängt. Für die anderen ist er ein unersetzliches Aroma. Und eine Kuriosität: Seine Samen schmecken überhaupt nicht wie seine Blätter, sondern sind warm und orangig.
Eigenschaften:
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Zwei Gewürze in einem: frische, krautige Blätter sowie getrocknete, warme und zitrusartige Samen.
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Schnellwachsende einjährige Pflanze: erste Blatternte drei bis vier Wochen nach der Aussaat.
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Einfach anzubauen: Von der Aussaat bis zur Ernte braucht sie fast nichts.
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Sät sich selbst aus, sobald sie sich im Garten etabliert hat.
Aussaat-Tipps:
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Standort: sonnig oder im Hochsommer halbschattig, um das Schossen zu verzögern.
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Boden: leicht, gut durchlässig und stets frisch. Sie braucht keinen nährstoffreichen Boden, aber ein austrocknender Boden lässt sie sofort Blüten bilden.
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Methode: Säen Sie direkt an Ort und Stelle – ihre Pfahlwurzel verträgt das Umpflanzen sehr schlecht, was die häufigste Ursache für Misserfolge ist. Ab April im Süden, im Mai in der Nordhälfte, 1 cm tief. Ab Februar/März auch im warmen Gewächshaus möglich. Siehe wie man Samen aussät.
Pflegetipps:
- Vereinzeln Sie die Pflanzen auf 15 cm Abstand. Gießen Sie regelmäßig, um die Blüte hinauszuzögern.
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Der entscheidende Tipp: Säen Sie alle drei Wochen nach. Koriander schießt, was man auch tut, schnell in Samen – besser regelmäßig neu aussäen, als dagegen anzukämpfen.
Ernte-Tipps:
- Ernten Sie die jungen Blätter, indem Sie die äußeren Stängel abschneiden. Sie lassen sich einfrieren, aber nicht trocknen: Dabei verlieren sie ihr gesamtes Aroma.
- Für die Samen schneiden Sie die Dolden ab, sobald sie braun werden, bevor sie ausfallen, und lassen Sie sie geschützt nachtrocknen. Ihr Aroma verbessert sich nach einigen Wochen Lagerung.
Günstige Mischkultur:
Nutzen für die Biodiversität:
- Das Schossen, das oft als Misserfolg angesehen wird, ist in Wirklichkeit ein Glücksfall: Seine weißlich rosafarbenen Dolden ziehen zahlreiche Schwebfliegen, Erzwespen und Marienkäfer an – allesamt Blattlausjäger. Lassen Sie bewusst einige Pflanzen blühen.
- Wie alle Doldenblütler ist er eine Wirtspflanze für die Raupen des Schwalbenschwanzes.
Verwendung:
- Frische Blätter nach dem Kochen hinzufügen: mexikanische, indische, thailändische, vietnamesische und marokkanische Küche. Geröstete und gemahlene Samen in Currys, Marinaden, Wurstwaren und Lebkuchen.
- Traditionelle Heilpflanze und eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Siehe unsere Heilpflanzen zur Aussaat.
Eigene Samen ernten:
Die Ernte ist zugleich die Samengewinnung: Lassen Sie einige Dolden vollständig ausreifen und trocknen Sie sie kopfüber in einer Papiertüte. Ein Teil dient der Küche, der andere der nächsten Aussaat. Siehe Samen aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie aus, wobei der Respekt vor dem Leben unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, testen ihre Keimfähigkeit, sortieren und verpacken sie sorgfältig – ganz ohne chemische Behandlung. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Eine Pflanze, zwei Gewürze und ein Magnet für Nützlinge, wenn man sie blühen lässt.