Capsicum chinense
Antillenpfeffer, Habanero, Bonda-man-Jacques-Pfeffer, Laternenpfeffer: Trotz seines Artnamens stammt Capsicum chinense nicht aus China, sondern von den Antillen und aus dem Amazonasbecken – ein Bestimmungsfehler eines Botanikers aus dem 18. Jahrhundert. Er gehört zu den schärfsten Arten der Welt, ist aber zugleich eine der aromatischsten, mit fruchtigen Aprikosennoten, die von seiner Schärfe nie vollständig überdeckt werden.
Eigenschaften:
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Sehr scharf: je nach Frucht und Anbaubedingungen 100.000 bis 350.000 Scoville-Einheiten.
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Vor allem aromatisch: Seine fruchtigen Noten unterscheiden ihn deutlich von schlicht scharfen Chilis.
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Charakteristische Form: Runde, gewölbte, laternenförmige Früchte, die sich von Grün über Gelb und Orange bis Rot verfärben.
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Sehr ertragreich: Eine einzige gut gepflegte Pflanze reicht für einen Haushalt problemlos für das ganze Jahr.
Vorsichtsmaßnahmen – bitte aufmerksam lesen:
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Tragen Sie beim Umgang mit den Früchten Handschuhe, sowohl bei frischen als auch bei getrockneten Früchten. Capsaicin haftet an der Haut und lässt sich nicht einfach mit Wasser abwaschen: Ein späterer Kontakt mit den Augen oder Schleimhäuten verursacht sehr schmerzhafte Verbrennungen, manchmal erst mehrere Stunden später.
- Schneiden Sie diese Chilis niemals in einem schlecht belüfteten Raum: Die Dämpfe reizen die Atemwege und Augen stark.
- Waschen Sie Ihre Hände mit Seife und Öl statt nur mit Wasser – Capsaicin ist fettlöslich.
- Halten Sie Früchte und Samen außerhalb der Reichweite von Kindern. Bei einem Brennen im Mund trinken Sie Milch oder essen Sie ein Milchprodukt: Wasser verteilt das Capsaicin nur weiter.
Aussaat-Tipps:
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Standort: volle Sonne und viel Wärme – das ist die Voraussetzung für einen guten Ertrag. Nördlich der Loire ist der Anbau im Gewächshaus oder in einem geschützten Topf deutlich vorzuziehen.
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Boden: nährstoffreich, locker, frisch und gut drainiert, mit Kompost angereichert. Staunässe verträgt die Pflanze ebenso wenig wie Austrocknung.
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Methode: Capsicum chinense keimt langsam. Säen Sie ab Januar–Februar im beheizten Gewächshaus oder im Haus bei 25–28 °C: Unter 20 °C schlägt die Keimung fehl. Rechnen Sie mit 2 bis 4 Wochen, manchmal auch länger. Siehe wie man Samen sät.
Pflanz-Tipps:
- Pikieren Sie die Pflanzen erst, wenn die Nächte über 12 °C bleiben, und setzen Sie sie mit 50 cm Abstand. Anders als bei Tomaten dürfen Sie den Stängel nicht eingraben: Chilis bilden keine Adventivwurzeln, und der eingegrabene Wurzelhals verfault.
- Schützen Sie die Jungpflanzen vor starkem Wind, der ihre brüchigen Stängel abbrechen kann.
Pflege-Tipps:
- Gießen Sie regelmäßig am Fuß der Pflanze, ohne Staunässe oder Austrocknung. Mulchen Sie.
- Tipp: Leichter Wasserstress am Ende der Kultur erhöht den Capsaicingehalt – hilfreich, wenn Sie maximale Schärfe anstreben.
- Holen Sie den Topf vor dem ersten Frost ins Haus: Die Chili ist mehrjährig und kann mehrere Winter im Wintergarten verbringen, wobei sie bereits im folgenden Frühjahr wieder Früchte trägt.
Ernte-Tipps:
- Ernten Sie mit Handschuhen, sobald die Früchte ihre endgültige Farbe erreicht haben: Bei voller Reife ist ihr Aroma am reichhaltigsten. Sie können getrocknet, eingefroren oder in Essig eingelegt werden.
Günstige Kombinationen:
Nutzen für die Biodiversität:
- Ihre weißen Blüten werden den ganzen Sommer über von Honigbienen, Wildbienen und Hummeln besucht.
- Als ursprünglich von den Antillen und aus dem Amazonasbecken stammende Art, die in unseren Klimazonen noch wenig angebaut wird, trägt ihre Aussaat und die erneute Gewinnung ihrer Samen zur Erhaltung eines seltenen gärtnerischen Kulturerbes bei.
Verwendung:
- Unverzichtbar in der kreolischen und karibischen Küche: Accras, Fischsuppen, Rougails und Sauce Chien. Eine kleine Menge genügt – ihr Aroma verbreitet sich weit über ihre Schärfe hinaus.
Eigene Samen gewinnen:
Öffnen Sie eine vollreife Frucht mit Handschuhen, entnehmen Sie die Samen, spülen Sie sie ab und trocknen Sie sie flach ausgebreitet. Achtung: Chilis kreuzen sich leicht zwischen Sorten, die nebeneinander angebaut werden. Isolieren Sie daher Ihre Samenträgerpflanzen. Beschriften Sie das Tütchen eindeutig. Siehe Samen aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie aus, wobei der Respekt vor allem Lebendigen unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Die Wärme der Antillen, verfeinert durch ein Aprikosenaroma.