Ocimum tenuiflorum
Heiliges Basilikum, Tulsi, Tulasi, Sanctum-Basilikum: In Indien ist es nicht einfach nur ein aromatisches Kraut, sondern eine verehrte Pflanze. Traditionell wird es in einem eigens dafür vorgesehenen Pflanzgefäß in der Mitte von Innenhöfen kultiviert, und viele hinduistische Haushalte erweisen ihm täglich die Ehre. Nicht mit Thai-Basilikum verwechseln: Sein Duft ist pfeffriger und erinnert beinahe an Gewürznelken.
Eigenschaften:
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Einzigartiges pfeffriges Aroma: Noten von Gewürznelken und Pfeffer, ganz anders als beim gewöhnlichen Basilikum.
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Aromatisches Laub: Je nach Form grün bis purpurfarben und leicht behaart.
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Kleine malvenfarbene Blüten: In Ähren angeordnet, machen sie die Pflanze ebenso dekorativ wie nützlich.
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Für die Topfkultur geeignet: Ideal für einen Balkon oder einen Kräutergarten.
Vorsichtsmaßnahmen:
- Frostempfindliche Pflanze tropischen Ursprungs: Unter unseren klimatischen Bedingungen wird sie einjährig kultiviert oder im Topf an einem warmen, hellen Ort überwintert.
Aussaat-Tipps:
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Standort: Volle Sonne und Wärme.
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Boden: Locker, reich an organischer Substanz und gut drainiert. Wie alle Basilikumarten schätzt es einen nährstoffreichen Boden, der nicht vollständig austrocknet, verträgt jedoch keine Staunässe.
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Methode: Im Frühjahr oberflächlich oder nur ganz leicht bedeckt aussäen – die Samen benötigen Licht zum Keimen. In Anzuchttöpfen bei 20–25 °C vorziehen und nach den letzten Frösten auspflanzen. Siehe wie man Samen aussät.
Pflanz-Tipps:
- Mit einem Abstand von 30 cm in voller Sonne ins Freiland oder in einen Topf mit mindestens 20 cm Tiefe verpflanzen.
Pflegetipps:
- Regelmäßig, aber nicht übermäßig gießen, direkt am Fuß der Pflanze und morgens.
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Der wichtigste Handgriff: Die Triebspitzen regelmäßig oberhalb eines Blattpaares auskneifen. Dadurch verzweigt sich die Pflanze, wird buschiger und produziert deutlich länger.
Ernte-Tipps:
- Die Blätter nach und nach ernten. Im Gegensatz zum gewöhnlichen Basilikum lässt sich Tulsi sehr gut trocknen und bewahrt dabei den Großteil seines Aromas – traditionell wird es übrigens in dieser Form als Aufguss verwendet.
Günstige Kombinationen:
Nutzen für die Biodiversität:
- Seine malvenfarbenen Blütenähren werden stark von Bienen und Hummeln besucht – lassen Sie am Ende der Saison einige Pflanzen blühen.
- Sein intensiver Duft stört mehrere unerwünschte Insekten an benachbarten Kulturen. Siehe unsere Pflanzen zur Schädlingsabwehr.
Verwendung:
- Als Aufguss, frisch oder getrocknet – das ist seine wichtigste Verwendung. In der Küche verfeinern seine Blätter indische und asiatische Gerichte; erst nach dem Kochen hinzufügen.
- Eine bedeutende Heilpflanze der ayurvedischen Medizin, die in Indien seit Jahrtausenden verwendet wird. Siehe unsere Heilpflanzen zur Aussaat.
Symbolik:
Im Hinduismus gilt die Pflanze als irdische Erscheinungsform der Göttin Tulsi. Bei der Zeremonie Tulsi Vivah, die den Beginn der Hochzeitssaison in Indien markiert, wird sie symbolisch verheiratet.
Eigenes Saatgut gewinnen:
Lassen Sie einige Blütenähren vollständig an der Pflanze trocknen und zerreiben Sie sie anschließend über einem Gefäß, um die kleinen braunen Samen freizusetzen. Achtung: Ocimum-Arten kreuzen sich leicht miteinander. Isolieren Sie Ihre Samenträger, wenn Sie mehrere Basilikumarten anbauen. Siehe Saatgut aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unser Saatgut an und wählen es mit dem Respekt vor dem Leben als Leitgedanken aus. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, prüfen ihre Keimfähigkeit, sortieren und verpacken sie sorgfältig – ganz ohne chemische Behandlung. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtnern die Fähigkeit zurückzugeben, Jahr für Jahr eigenes Saatgut auszusäen – Saatgut, das ihnen wirklich gehört.
Das heilige Basilikum Indiens mit seinem Duft nach Gewürznelken und Pfeffer.