Camellia sinensis
Teestrauch, Teebaum, Teekamelie: Grüner Tee, schwarzer Tee, weißer Tee, Oolong – sie alle stammen von ein und derselben Art. Nicht die Pflanze verändert sich, sondern die Behandlung der Blätter nach der Ernte: Der Oxidationsgrad macht den entscheidenden Unterschied. Wer seinen Teestrauch anbaut, kann also jede dieser Teesorten selbst herstellen.
Eigenschaften:
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Immergrüner Strauch: glänzende, dunkelgrüne und ledrige Blätter, die das ganze Jahr über dekorativ sind.
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Eine Art, alle Tees: Die Teesorte hängt ausschließlich von der Verarbeitung nach der Ernte ab.
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Herbstblüte: kleine, duftende weiße Blüten mit gelber Mitte, wie eine Miniatur-Kamelie.
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Für die Topfkultur geeignet: Er lässt sich problemlos auf 1 bis 1,50 m begrenzen.
Vorsichtsmaßnahmen:
- Er verträgt keinen Kalk, weder im Boden noch im Gießwasser: Verwenden Sie Regenwasser oder entmineralisiertes Wasser, da sich sonst seine Blätter gelb verfärben können.
- Nach dem Anwachsen ist er bis etwa -10 °C winterhart, junge Pflanzen sind jedoch empfindlich: Schützen Sie sie in den ersten Jahren vor starkem Frost.
Tipps zur Aussaat:
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Standort: heller Halbschatten oder milde Sonne, geschützt vor brennender Sonne und austrocknenden Winden. Er bevorzugt ein mildes und feuchtes Klima.
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Boden: sauer (Rhododendronerde), humos, leicht und gut durchlässig. Dies ist der entscheidende Punkt: In kalkhaltigem Boden geht die Pflanze ein. Im Topf eignet sich eine Mischung aus Rhododendronerde und Kompost gut.
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Methode: Diese Samen benötigen im Gegensatz zu vielen gemäßigten Arten keine Kaltstratifizierung. Weichen Sie sie 24 bis 48 Stunden in lauwarmem Wasser ein – die Samen, die absinken, sind am keimfähigsten – und säen Sie sie anschließend 2 cm tief in ein feucht und warm gehaltenes Substrat (20–25 °C). Die Keimung erfolgt langsam und unregelmäßig: Rechnen Sie mit 1 bis 3 Monaten. Säen Sie die Samen frisch aus, da ihre Keimfähigkeit schnell abnimmt. Siehe wie man Samen aussät.
Tipps zur Pflanzung:
- Pflanzen Sie ihn in einen Topf mit mindestens 30 cm Durchmesser oder in milden Regionen und sauren Boden ins Freiland. Die Kultur im unbeheizten Gewächshaus eignet sich sehr gut.
Pflegetipps:
- Regelmäßig mit kalkfreiem Wasser gießen und für eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgen. Den Fuß der Pflanze mulchen.
- Jedes Frühjahr leicht zurückschneiden, damit die Pflanze kompakt bleibt und die Bildung junger Triebe angeregt wird – diese werden geerntet.
Tipps zur Ernte:
- Ernten Sie ausschließlich die Endknospe und die beiden folgenden jungen Blätter – das ist die universelle Regel in Teegärten und ergibt die besten Qualitäten. Ältere Blätter sind bitter.
- Für grünen Tee die Blätter sofort dämpfen oder in der Pfanne erhitzen, um die Oxidation zu stoppen, und anschließend trocknen. Für schwarzen Tee die Blätter welken lassen, zwischen den Händen rollen und einige Stunden oxidieren lassen, bevor sie getrocknet werden. Rechnen Sie mit 3 bis 4 Jahren bis zur ersten nennenswerten Ernte.
Förderliche Kombinationen:
- Er teilt die Ansprüche an sauren Boden mit anderen Moorbeetpflanzen wie der Heide, mit der er ein harmonisches Beet bildet.
Bedeutung für die Artenvielfalt:
- Seine späte, duftende Herbstblüte bietet den letzten Bestäubern der Saison Nektar und Pollen – eine zu dieser Jahreszeit seltene Nahrungsquelle.
- Sein immergrünes Laub bietet Insekten im Winter Schutz, ebenso wie das anderer Kamelien.
Verwendung:
- Behandelte und getrocknete Blätter zur Herstellung von eigenem grünem, weißem oder schwarzem Tee – je nach Methode. Außerdem eine schöne Zierpflanze im Topf oder im Moorbeet.
Eigene Samen ernten:
Nach der Blüte bildet der Strauch holzige Kapseln, die sich bei Reife öffnen und ein bis drei große, runde Samen freigeben. Ernten Sie sie, sobald sie sich öffnen, und säen Sie sie schnell aus: Sie lassen sich nur wenige Monate aufbewahren. Siehe wie man Samen aufbewahrt.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage – Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie aus, wobei der Respekt vor dem Leben unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne jegliche chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Eigenen Tee anzubauen: ein geduldiges Abenteuer – und bis dahin eine wunderschöne Pflanze.