Brassica oleracea var. gongylodes
Weißer Kohlrabi, Kohlrübe, Oberkohlrabi: Er ist das vergessene Gemüse schlechthin, in Elsass und Mitteleuropa sehr beliebt, andernorts jedoch wenig beachtet. Was wir davon essen, ist weder eine Wurzel noch ein Kohlkopf, sondern ein verdickter Stängel, der sich knapp über dem Boden bildet und knackig sowie leicht nussig schmeckt.
Eigenschaften:
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Nussiger Geschmack: fein und mild, ohne die Bitterkeit anderer Kohlarten.
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Zwei mögliche Ernten: im Frühjahr in der Größe einer Orange oder im Herbst mit größeren Knollen.
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Schnelles Wachstum: 4 bis 6 Wochen von der Aussaat bis zur Jungpflanze.
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Pflegeleicht: eine der am einfachsten anzubauenden Kohlarten.
Aussaat-Tipps:
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Standort: sonnig.
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Boden: gut drainiert, frisch und nährstoffreich. Wie alle Kohlarten profitiert er von einer Gabe gut verrotteten Komposts. Eine gleichmäßige Wasserversorgung ist entscheidend: Trockenheit lässt die Knolle aufplatzen.
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Methode: Säen Sie von März bis August im Anzuchtbeet oder direkt an Ort und Stelle in 1 cm Tiefe. Staffeln Sie die Aussaaten, um die Ernte vom Frühjahr bis zum Herbst zu verteilen. Siehe wie man Samen aussät.
Pflanz-Tipps:
- Pikieren Sie bei 4 oder 5 Blättern mit einem Abstand von 25 cm. Auf keinen Fall tiefer pflanzen: Anders als bei anderen Kohlarten muss der Wurzelhals an der Oberfläche bleiben, sonst bildet sich keine Knolle.
Pflegetipps:
- Regelmäßig und gleichmäßig gießen. Den Boden um die Pflanzen mulchen.
- Ein direkt nach der Pflanzung aufgelegtes Insektenschutznetz hält Erdflöhe und Kohlweißlinge ohne jegliche Behandlung fern.
Ernte-Tipps:
- Ernten Sie im Frühjahr, sobald die Knolle die Größe einer Orange erreicht hat. Herbstsaaten ergeben größere Knollen, aber bleiben Sie maßvoll: Bei einem Durchmesser von mehr als 10 cm wird das Fruchtfleisch faserig.
- Die jungen Blätter lassen sich wie Grünkohl zubereiten – werfen Sie sie nicht weg.
Günstige Kombinationen:
Bedeutung für die Biodiversität:
- Sein kurzer Wachstumszyklus ermöglicht es, ein freies Beet zwischen zwei Kulturen zu nutzen, statt die Erde unbedeckt zu lassen.
- Wenn er im zweiten Jahr blühen darf, bildet er gelbe, sehr nektarreiche Blütentrauben, die im Frühjahr wertvoll für Bestäuber sind.
Verwendung:
- Roh gerieben als Remoulade oder in Stäbchen zum Knabbern, gedämpft, als Auflauf, Püree oder im Wok gebraten. Vor der Verwendung die Schale schälen.
Eigene Samen gewinnen:
Als zweijährige Pflanze bildet er im zweiten Jahr Samen: Lassen Sie eine Pflanze über den Winter im Boden und ernten Sie anschließend die braunen, trockenen Schoten. Achtung: Brassica oleracea kreuzen sich sehr leicht untereinander – isolieren Sie Ihre Samenträgerpflanze. Siehe eigene Samen aufbewahren.
Unser Engagement für Qualität: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unsere Samen an und wählen sie aus, wobei der Respekt vor dem Leben unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig gereinigt und verpackt werden – ganz ohne chemische Behandlung. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Samen auszusäen, die wirklich ihnen gehören.
Das vergessene Gemüse der elsässischen Gärten – schnell wachsend und köstlich.