Brassica rapa var. pekinensis „Granaat“
Chinakohl Pé-Tsaï Granaat, Pekingkohl, Napa-Kohl, Himmelskohl: Achten Sie darauf, ihn nicht wie einen europäischen Kohl zu behandeln. Er gehört zu einer anderen Art (Brassica rapa, derselben wie die Speiserübe), und sein Anbau folgt einer umgekehrten Regel: Er wird im Spätsommer und nicht im Frühjahr ausgesät. Seine zarten, süßen und knackigen Blätter bilden innerhalb von nur acht bis zehn Wochen einen länglichen Kopf.
Eigenschaften:
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Länglicher, kompakter Kopf: zarte Blätter mit breiten, knackigen weißen Blattrippen.
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Sehr früh reifend: Die Sorte Granaat gehört zu den schnellsten und eignet sich ideal für den Anbau vom Spätsommer bis in den Herbst.
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Schossfest: Ihr großer Vorteil in gemäßigtem Klima.
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Milder Geschmack: ohne die Bitterkeit und den schwefelartigen Geschmack klassischer Kopfkohle.
Aussaat-Tipps:
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Standort: sonnig bis halbschattig.
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Boden: frisch, humusreich, gut drainiert und leicht sauer bis neutral, mit gut verrottetem Kompost angereichert. Vermeiden Sie den Anbau an einem Standort, an dem in den vergangenen Jahren ein anderes Kreuzblütlergewächs gewachsen ist.
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Methode: Säen Sie von März bis September im Anzuchtbeet oder je nach Jahreszeit direkt ins Freiland, 1 cm tief. Die Aussaat im Juli und August ist am sichersten: Bei einer Frühjahrsaussaat neigt die Pflanze dazu, noch vor der Kopfbildung zu schossen, selbst bei dieser schossfesten Sorte. Siehe So säen Sie Ihre Samen aus.
Pflanz-Tipps:
- Pikieren Sie die Pflanzen im Stadium von 4 bis 5 Blättern mit einem Abstand von 40 cm. Gehen Sie vorsichtig vor: Beschädigte Wurzeln verträgt der Kohl schlecht.
Pflegetipps:
- Regelmäßig und reichlich gießen: Das ist die Voraussetzung für eine gute Kopfbildung. Wassermangel führt sofort zum Schossen.
- Mulchen Sie den Fuß der Pflanzen. Ein Insektenschutznetz hält Erdflöhe und Kohlweißlinge ohne Behandlung fern.
Ernte-Tipps:
- Ernten Sie, sobald sich der Kopf unter der Hand fest anfühlt, noch vor starken Frösten – er ist weniger winterhart als europäische Kohlarten. Schneiden Sie ihn direkt über dem Boden ab.
- Im Kühlschrank hält er sich, in ein Tuch gewickelt, mehrere Wochen.
Günstige Mischkultur:
Bedeutung für die Biodiversität:
- Im Spätsommer ausgesät, nutzt er frei gewordene Beete sinnvoll und erhält in der zweiten Jahreshälfte eine Pflanzendecke, die den Boden schützt.
- Lässt man ihn blühen, bildet er im Frühjahr gelbe, sehr nektarreiche Blütentrauben, die für Bestäuber besonders wertvoll sind.
Verwendung:
- Roh im Salat, im Wok gebraten, als Suppe, gefüllt oder milchsauer vergoren als Kimchi – er ist der traditionelle Kohl für diese koreanische Zubereitung. Er passt sehr gut zu Ingwer, Knoblauch, Koriander und Sojasauce.
Symbolik:
In China symbolisiert Chinakohl Wohlstand und Überfluss – sein Name bai cai ähnelt einem Ausdruck, der „hundert Reichtümer“ bedeutet, und deshalb wurde er häufig als Motiv für Jadeschnitzereien verwendet.
Eigenes Saatgut gewinnen:
Lassen Sie im folgenden Frühjahr eine Pflanze blühen und ernten Sie anschließend die braunen, trockenen Schoten. Die gute Nachricht: Da er zu Brassica rapa gehört, kreuzt er sich nicht mit europäischen Kohlarten – wohl aber mit Speiserüben. Siehe Saatgut aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unser Saatgut an und wählen es aus, wobei der Respekt vor dem Leben unser Leitgedanke ist. In der Nähe der Vulkane der Auvergne beheimatet, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr Saatgut auszusäen, das wirklich ihnen gehört.
Der zarte, schnell anzubauende Kimchi-Kohl.