Brassica oleracea var. italica
Violetter Brokkoli, Sprossenbrokkoli, violetter Brokkoli: Im Gegensatz zum grünen Brokkoli aus dem Handel, der einen einzigen großen Kopf bildet, entwickelt dieser Brokkoli eine Vielzahl kleiner violetter Sprossen, die nach jedem Schnitt erneut wachsen. Eine Ernte, die sich über Monate erstreckt, statt nur eines einzigen Kopfes – genau das macht den Reiz dieser alten Form aus.
Eigenschaften:
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Lange Erntezeit: Die Sprossen wachsen nach jedem Schnitt über mehrere Monate nach.
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Violette Farbe: Sehr dekorativ im Gemüsegarten wie auf dem Teller – beim Kochen wird sie allerdings grün.
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Winterhart: Er bleibt über den Winter im Freien und kann vom Herbst bis zum folgenden Frühjahr geerntet werden.
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Weniger anspruchsvoll: Einfacher anzubauen als die meisten anderen Kohlarten.
Aussaat-Tipps:
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Standort: sonnig.
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Boden: tiefgründig, nährstoffreich, frisch und reich an organischer Substanz. Wie alle Kohlarten ist er ein Starkzehrer: Eine Gabe gut verrotteten Komposts tut ihm wirklich gut. Wichtig: Vermeiden Sie den Anbau an einem Standort, an dem in den vergangenen drei Jahren eine andere Kohlart gewachsen ist, da sonst die Gefahr von Kohlhernie besteht.
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Methode: Von April bis Juli im Anzuchtbeet oder in Töpfen 1 cm tief aussäen. Siehe Anleitung zur Aussaat.
Pflanztipps:
- Pflanzen Sie die Jungpflanzen mit 5 oder 6 Blättern im Abstand von 60 cm aus. Setzen Sie sie bis zu den ersten Blättern in die Erde und häufeln Sie den Fuß an: Sprossenbrokkoli wird hoch und kippt bei Wind leicht um.
Pflegetipps:
- Gießen Sie regelmäßig, da Kohl Trockenheit nicht gut verträgt. Mulchen Sie großzügig.
- Ein bereits bei der Pflanzung aufgelegtes Insektenschutznetz hält Kohlweißling und Kohlfliege wirksam fern – ganz ohne Behandlung.
Ernte-Tipps:
- Schneiden Sie die Sprossen, solange die Knospen noch fest geschlossen sind, bevor sie blühen. Das ist entscheidend: Je regelmäßiger Sie ernten, desto mehr neue Sprossen bildet die Pflanze.
- Die Blätter können ebenfalls wie Spinat verzehrt werden.
Günstige Kombinationen:
Bedeutung für die Biodiversität:
- Wenn Sie gegen Ende des Wachstums einige Sprossen blühen lassen, sind ihre gelben Blütentrauben sehr nektarreich und erscheinen im Frühjahr, wenn das Nahrungsangebot noch begrenzt ist.
- Seine Anwesenheit im winterlichen Gemüsegarten bietet eine Pflanzendecke, wo der Boden sonst unbedeckt wäre.
Verwendung:
- Sprossen gedämpft, gebraten, als Gratin oder in einem lauwarmen Salat. Die jungen Blätter werden wie Spinat zubereitet.
Eigenes Saatgut gewinnen:
Lassen Sie einige Sprossen im Frühjahr blühen und anschließend Samen bilden: Sie entwickeln lange Schoten, die braun und trocken geerntet werden. Achtung: Brassica oleracea kreuzen sich sehr leicht untereinander (Kohl, Blumenkohl, Brokkoli, Rosenkohl): Isolieren Sie Ihre zur Saatgutgewinnung bestimmte Pflanze. Siehe Saatgut aufbewahren.
Unser Qualitätsversprechen: Bei SemiSauvage - Permaculture bauen wir unser Saatgut an und wählen es aus – stets mit Respekt vor dem Leben. In der Nähe der Vulkane der Auvergne ansässig, wählen wir samenfeste, nicht hybride Sorten aus, die auf ihre Keimfähigkeit geprüft, sorgfältig sortiert und ohne chemische Behandlung verpackt werden. Unsere Überzeugung: Gärtnerinnen und Gärtner sollen wieder in die Lage versetzt werden, Jahr für Jahr eigenes Saatgut auszusäen – Saatgut, das ihnen wirklich gehört.
Ein altes Gemüse, das Sie den ganzen Winter über ernährt – Ernte für Ernte.